Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1brachten ihn ins nächste Haus, wo er am 23. Octbr. starb. Sein Tod erregte allgemeine Theilnahme, welche sich durch Abhaltung verschiedener Trauerfeierlichkeiten dokumentirte.
3N. hatte sich 1792 in Kopenhagen mit der Tochter des Admirals Grodt-schilling verheiratet und hinterliess drei Söhne. Der älteste, Karl Friedrich, wurde bekannt als ausgezeichneter Mineralog; dessen Bruder, Moritz Ernst Adolf, zeichnete sich als Arzt aus, während der jüngste, Constantin August, sich einen Namen im Gebiete der höheren Mathematik und Astronomie erwarb. Zwei Enkel N.'s wurden Musiker und nehmen augenblicklich sehr geachtete Stellungen im Bereich ihrer Kunst ein (s. weiter unten). N. hat ausser seinen Opern viel für Kirche und Kammer componirt. In den Dresdener Bibliotheken bewahrt man von diesen Sachen allein 11 Oratorien, 21 Messen, ein Te deum laudamus, viele Psalmen, Motetten, Hymnen u. dergl. auf. Ausserdem schrieb er noch viele Werke für die protestantische Kirche, von denen wohl das »Vater unser« von Klopstock am bedeutendsten sein dürfte. Endlich compo-nirte er noch viele Sinfonien, Sonaten für Pianoforte mit und ohne Begleitung, Violinduos, Trios und Quartette, Maurerlieder, italienische Arietten und Can-zonetten, Kammercantaten, französische Romanzen, deutsche Lieder und Gesänge u. s. w. Nur wenig von diesen Sachen ist im Druck erschienen. Genauen Aufschluss hierüber und über seine Compositionen überhaupt giebt folgendes Buch: »Des sächsischen Kapellmeisters Naumann's Leben in sprechenden Zügen dargestellt« (Dresden, 1841, S. 385 flg.). Der Verfasser dieses Buches hat hauptsächlich die treffliche Biographie Meissner's: »Bruchstücke aus J. A. Naumann's Lebensgeschichte« (Prag, 1803 bis 1804) benutzt. Auch die Lexica von Gerber und Fétis enthalten viel Material über den Lebensgang des Meisters. N. war zu seiner Zeit ein ausserordentlich beliebter Componist; jetzt ist er fast vergessen. Nur in Dresden werden in der katholischen Hofkirche noch einige seiner Compositionen (Messen, Vesperrn und Offertorien u. s. w.) mit voller Pietät aufgeführt. Ausserdem hört man hier und da noch den bekannten Schlusschor des ersten Theiles aus seinem Oratorium »I Pellegrini«. N. war es trotz seiner grossen Begabung nicht beschieden, eine Epoche zu bezeichnen. Er war der Ausläufer jener italienisch-deutschen Richtung, als deren Spitzen Hasse und Graun zu bezeichnen sind, jenes musikalischen Zopf-stils, wie ihn geistreich E. Naumann bezeichnet, dessen Inhalt schon zu Naumann's Zeiten gänzlich erschöpft war. War es ihm nun auch versagt, durch einzelne seiner Leistungen bedeutend über die Mitwelt hinauszuleben, hat er sich auch mit einer Mittelstufe begnügen müssen, ohne sich zu der erhabenen Höhe seiner Zeitgenossen Gluck, Haydn und Mozart erheben zu können, so hat er doch so viel Bedeutendes geschaffen und zu seiner Zeit einen so grossen Einfluss auf die verschiedensten musikalischen Kreise ausgeübt, dass sein Name unvergessen bleiben wird.
5Naumann, Emil, bekannter deutscher Componist und Schriftsteller, Enkel des vorigen, wurde geboren am 8. Septbr. 1827 in Berlin, wohin sein Vater Moritz Ernst Adolf N. 1825 als ausserordentlicher Professor der Medicin berufen worden war. Schon 1828 ging derselbe in gleicher Stellung, sowie als Direktor der medicinischen Klinik nach Bonn, wo nun dem Sohne eine vor-treffliche Erziehung zu Theil ward. Er besuchte hier das Gymnasium und als er dann nach Frankfurt a. M. und später nach Leipzig ging, erhielt er sorgfältigen Privatunterricht, in Frankfurt im Hause des Professor Conrad Schenk, in Leipzig in dem seines Onkels, Professor Karl N. Den ersten Musikunterricht ertheilten ihm in Bonn Frau Johanna Matthieu (später Frau von Gottfr. Kinkel) und der alte Riess, der Vater von Ferdinand Riess. In Frankfurt genoss er die Unterweisung von Schnyder von Wartensee. Nach Leipzig ging er dann, um das unter Mendelsohn's Leitung errichtete Conservatorium zu besuchen; er wurde so einer der ersten Schüler des Meisters, der

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