Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1verheirathete er sich mit einer tüchtigen Pianistin, bereiste concertirend Deutschland und liess sich 1845 in Kassel nieder. Hier genoss er noch Spohr's Violinunterricht, ging einige Jahre später nach Paris zurück, gründete dort die Musikzeitung »Union instrumentale«, die jedoch nicht in Aufnahme kam und darum wieder einging, worauf M. um 1858 nach Frankfurt übersiedelte und den musikalischen Theil der französischen Zeitung »Le chroniqueur« da selbst zu redigiren begann. Von seinen Compositionen sind zu nennen: eine Ouverture zu »Hamlet«, einige Sinfonien und eine Fantasie für grosses Orchester, ferner ein Nonett für Blasinstrumente, eine Messe, ein Trio für Pianoforte, Violine, Violoncello und viele Violinsachen. Ausserdem verfasste und veröffentlichte er eine Biographie seines Lehrers Spohr unter dem Titel: »Louis Spohr. Sein Leben und Wirken. Nebst einem Verzeichnisse seiner Schüler vom Jahre 1805 bis 1856« (Frankfurt a. M., 1860).
3Malibran, Maria Felicitas, geborene Garcia, zuletzt Gattin des Violinvirtuosen Charles de Bériot, gehört zu den ausgezeichnetsten, gefeiertsten, berühmtesten und genialsten Sängerinnen der neueren und neuesten Zeit. Sie wurde als die Tochter des bei der italienischen Oper engagirten spanischen Tenoristen Manoel Garcia (s. d.) am 24. März 1808 zu Paris geboren, kam mit drei Jahren nach Italien und trat schon 1813 in der Kinderrolle in Paër's »Agnese« zu Neapel im Teatro di Fiorentini auf. Einigen Gesangunterricht erhielt sie später von Panseron und die ersten Clavierlectionen von L. J. F. Hérold, als sich derselbe in Neapel befand. Ihr eigentliches Gesangstudium begann sie erst 1823 in Paris unter Leitung ihres Vaters, nachdem bis dahin alle Bemühungen desselben nach dieser Richtung hin bei ihr ganz erfolglos gewesen zu sein schienen. Nun auf einmal fand die überraschendste Umwandlung ihres körperlichen und geistigen Wesens statt; ihr bewundernswürdiges Talent trat mit Riesenkraft hervor und entzückte alle Kenner, die sie bei ihrem ersten öffentlichen Auftreten, 1824 in Paris, hörten. Ein Jahr später trat sie in London, wo ihr Vater eine Gesangschule errichtete, in Meyerbeer's »Crociato« als Palmira und in Rossini's »Barbier« als Rosina ihre dramatische Laufbahn unter glänzenden Auspicien an und feierte nach Beendigung der Londoner Saison Triumphe auf den Musikfesten zu York, Manchester und Liverpool. Ihr Ruf war schnell ein europäischer geworden, als ihre Laufbahn durch eine Episode unterbrochen wurde, die auf ihr junges Leben den entscheidendsten Einfluss äusserte. Ihr Vater war mit ihr 1825 an der Spitze einer italienischen Operngesellschaft nach New-York gezogen; doch das Unternehmen scheiterte. Mit Rücksicht auf des Vaters Lage nahm die Tochter die Hand eines Franzosen, Malibran, an, der für einen der reichsten dortigen Kaufleute galt, aber kaum, nachdem er sie heimgeführt hatte, seine Zahlungen einstellen musste. Sie überliess ihm hierauf die durch den Heirathscontrakt ihr ausgesetzte Summe und betrat von Neuem die Bühne. Häuslicher Zwist entfernte sie vollends von ihrem Gatten, und da ihre eigene Gage nicht einmal sicher vor der Beschlagnahme der Gläubiger desselben war, so kehrte sie im Aug. 1827 nach Europa zurück und liess sich zuerst in den Salons von Paris hören. Dort in der italienischen Oper trat sie dar nach im Jan. 1828 bei Gelegenheit von Galli's Benefiz als Arsace in Rossini's »Semiramide« mit einem so ausserordentlichen Beifall wieder auf, dass sie mit einem Gehalt von 50,000 Francs für die Opernsaison von April genannten Jahres ab engagirt wurde.
5Mit ihrem erneuten ersten Auftreten trat zugleich der bis dahin unverküm merte Glanz der Pasta vor dem neu aufgehenden Gestirn zurück. Auch Henriette Sontag sah sich gezwungen, die englischen Triumphe und Lorbeeren mit ihr zu theilen, als ihre Nebenbuhlerin 1829 wieder in London erschien. Beide Künstlerinnen entzückten denn auch vereint 1830 das Pariser Publikum, bis die Sontag von der Bühne zurücktrat, und nun die M. allein bis 1832 die Franzosen und Engländer abwechselnd in Enthusiasmus versetzte. Seit 1830

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