Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 464

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1den Concerten als Fagottvirtuose mit. Für sein Instrument componirte er sieben Concerte mit Begleitung des Orchesters (Paris, 1780—1781). »Trois symphonies concertantes pour clarinette et basson«, oeuvres 5, 7, 10 (Paris, 1795 und 1797); »24 Duos pour 2 bassons« (ibid. 1798); »Six duos pour deux bassons, ou deux violoncelles« (1800). Im J. 1787 erschien von ihm ein Lehrbuch: »Méthode de basson aussi nécessaire pour les maîtres que pour les élèves, avec des airs et des duos«. Die neue Ausgabe vom J. 1800 ist für die Klassen des Conservatoriums eingerichtet und erschien unter dem Titel »Méthode nouvelle et raisonnée pour le basson«. O. starb 1813 in Paris.
3P.
5P., Abkürzung für Pedal (s. d.); p für piano oder più oder poco; pp für pianissimo; pf für pianoforte; fp für fortepiano; mp für mezzopiano.
7Pa, ra, ga, da, so, bo, lo, do, sind die von Sauveur (1700) vorgeschlagenen Solmisationssilben, die indess in der Praxis andauernd nicht Eingang fanden.
9Pabst, August, am 30. Mai 1811 in Elberfeld geboren, wurde Cantor und Organist in Königsberg in Preussen und als solcher 1857 zum königl. Musikdirektor ernannt. Seit einigen Jahren ist er Direktor des Conservatoriums für Musik in Riga. Von seinen zahlreichen Compositionen ist bis jetzt nur wenig bekannt geworden. Seine Oper »Der Castellan von Krakau« ging 1846, eine andere »Unser Johann« 1848 in Königsberg in Scene. Die dritte »Die letzten Tage von Pompeji«, zu welcher sein Bruder, der Dramaturg des Dresdener Theaters, Hofrath Dr. Pabst, den Text nach Bulwers gleichnamigem Roman geschrieben, wurde am 17. Aug. 1851 auf der Dresdener Hofbühne zum ersten Male mit Beifall aufgeführt und dann noch in Königsberg (1856) und in Breslau. Eine vierte Oper: »Die Longobarden« ist unseres Wissens noch nirgend aufgeführt. Seine beiden Söhne, Louis und Paul, sind vor treffliche Pianisten.
11Pachierotti, Gasparo, ein seiner Zeit sehr berühmter Sänger, wurde zu Fabriano in der Grafschaft Ancona 1744 geboren, und trat als Knabe in den Kirchenchor der Kathedrale zu Forli. Er besass eine wundervolle Stimme, die sich dem Contrealto näherte, und durch welche er, vereint mit einem seelenvollen Vortrage, die grössten Triumphen errang. Von 1770 bis 1778 brillirte er in den italienischen Städten und ging darauf nach London, wo er bis 1785 verblieb, Gold und Ehren einerntend. Er kehrte dann nach Italien zurück, besuchte aber nochmals London und liess sich dann in Padua nieder, wo er bis zu seinem am 29. Octbr. 1821 erfolgten Tode blieb. Er war nicht nur ein vortrefflicher Sänger, sondern überhaupt musikalisch durchgebildet, er sang alles vom Blatt und begleitete vorzüglich. In seinem Alter liebte er es, die Psalmen Marcello's bei sich ausführen zu hören. Neben dem Rufe des Künstlers erwarb er sich den des wohlthätigen Mannes, von seinem Reichthum gab er jährlich grosse Summen an die Armen.
13Pacchioni, Antonio, Componist aus Modena, geboren am 5. Juli 1654, studirte die Kunst des Gesanges unter der Direktion von D. Murzio Erculeo d'Otricoli und den Contrapunkt bei Jean Marie Bononcini, Kapellmeister an der Kathedrale in Modena, dessen Stelle er in späteren Jahren erhielt. Er componirte zwei Oratorien: »La gran Matilda« und »Le Porpore trionfali di S. Ignazio«. In der herzogl. Bibliothek von Modena befinden sich Manuscripte seiner Cantaten, auch sind in einer Sammlung des Abbé Santini zu Rom drei achtstimmige Motetten von ihm enthalten: »Sicut erat«, »Domine deus noster«, »Laudate Dominum«.
15Paccioli, Luc., latein.: Patiolus oder Paciolus, Franziskaner-Mönch und gelehrter Mathematiker, der um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Borgo-San-Sepolcro in Toscana geboren wurde. Er war Lehrer der Mathematik,

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