Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 254

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

18 lines. Read by computer on 16 September 2026. Printed page 248. See the scan on archive.org.

1zeichnete sich durch bedeutende Kenntnisse der alten und neuern Sprachen aus. Er wurde Schulrektor in Schneeberg und 1708 Prediger in Leipzig, wo er am 15. Juni 1741 starb. Er verfasste zwei kleine Schriften: 1) »Historia Melodorum graecorum et latinorum« (Lipsiae, 1715, in 4°); 2) »Historia Melodorum ecclesiae graecae eorumque theologia poetica e menaeis librisque liturgicis« (Lipsiae, 1714, in 4°, 26 Seiten).
3Sibin, Gregor, Mönch des Klosters Amorbach bei Mildenberg, lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 1784 erschien von ihm zu Frankfurt: Drei Sonaten für Harfe oder Clavier mit Violine und Violoncell, op. 1 und »La Chasse« für Clavier und Violoncell. Von seinem jüngeren Bruder Sibin, André, erschienen ebenfalls 1784 drei Quartette für Clavier, Violine, Flöte und Violoncell.
5Sibire, Antoine, Abbé, geboren zu Paris 1757, ging, nachdem er Theologie studirt hatte, als Missionär nach Guinea. Nach Paris zurückgekehrt (1787), lebte er daselbst als Pfarrer. Er spielte etwas Violine und war ein enthusiastischer Verehrer alter Cremoneser Instrumente. Aus diesem Grunde verkehrte er viel bei dem in Paris bekannten Lautenmacher Lupot, welcher häufig derartige Instrumente in seinem Atelier beherbergte und der dem Abbé auch in der Folge die von ihm aufgezeichneten Notizen über Bauart der alten Cremoneser Geigen überliess. Diese für den Instrumentenbauer interessanten Aufzeichnungen hat Sibire in sein Buch »La Chelonomie, ou le parfait luthier« aufgenommen, welches im Uebrigen sehr schwülstig geschrieben ist.
7Siboni, Erik, ist am 28. Aug. 1828 in Kopenhagen geboren, wurde von J. P. Hartmann zum Musiker gebildet; besuchte dann 1847 das Leipziger Conservatorium, und lebt gegenwärtig in Soröe in Dänemark. Von seinen Compositionen sind ein Quartett für Piano und Streichinstrumente, Clavierstücke und Lieder und »Wellenspiel« für Chor und Orchester gedruckt. Manuscript blieben bis jetzt zwei mit Beifall aufgeführte Sinfonien, Ouverturen und zwei Opern: »Die Flucht Karl’s II.« und »Loreley«.
9Siboni, Giuseppe; Tenorsänger, durch Stimme und Schule ausgezeichnet, wurde 1782 zu Bologna geboren, in welcher Stadt er auch seine gesangliche Ausbildung erhielt. 1802 debutirte er auch daselbst als Sänger und liess sich, nachdem er mehrere Jahre in den Städten Italiens, besonders in Mailand, Venedig, Florenz und dann in London während zwei Saisons gesungen hatte, in Kopenhagen nieder, wo er als Kammersänger in den Dienst des Königs trat und mit der Leitung einer Theatergesangschule beauftragt wurde. Er starb in Kopenhagen am 29. März 1839.
11Sicard, Laurent, französischer Musiker, gehörte als Sänger zur Zeit Louis XIII. zu dessen geistlicher Kapelle. Von seinen Compositionen ist erhalten: »Huit livres d’airs sérieux et a boire a trois parties avec la basse continue« (Paris, Robert Ballard, 1662—1668, in 8° obl.).
13Sicard, Pauline, eigentlich Lachleithner, glänzte, aber nur allzu kurze Zeit, als dramatische Sängerin. Sie war zu Pest geboren und eine Schülerin Banderolis. Fünfzehn Jahre alt trat sie in Neapel mit grösstem Beifall auf und erweckte hierauf in Lissabon, wo sie drei Jahre blieb, eine wahre Begeisterung. Nachdem sie 85 Abende fast ununterbrochen hatte singen müssen, verlor sie ihre Stimme, die sie trotz der Bemühungen der berühmtesten Pariser Aerzte nicht wieder erlangte.
15Sicci, Analetus, mit seinem lateinischen Namen Siccus, ist ein gelehrter Geistlicher, von Cremona, daselbst 1590 geboren. Er war später in Bologna Geistlicher eines dortigen Klosters. Die folgende Arbeit hinterliess er: »De ecclesiastica hymnodia libri tres in quibus de praestantia, effectibus et modo riti psallendi in choro copiose agitur« (Bononiae, apud Clementem Ferrarium, 1629, in 4°; zweite Ausgabe Antwerpen, Balthasar Moretus, 1634, in 8°).
17Sichart, Lorenz, Organist der Marien-Kirche in Nürnberg um 1720. Es ist von ihm bekannt: »Sonata e fuga per il cembalo«.

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