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Scan 69
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1ist. Höchst bemerkenswerth sind ferner die von S. angestellten Untersuchungen über die Grenzen der Fähigkeit des menschlichen Ohres in Erfassen und Bestimmen der Töne von äusserster Höhe und Tiefe; vermittelst der, zu diesem Zwecke von ihm erfundenen Instrumente gelang ihm der Beweis, dass das Ohr im Stande ist, noch tiefere Töne als den einer Orgelpfeife von 32 Fuss zu unterscheiden.
3Glücklicher und vielseitiger begabt als viele andere Theoretiker, wusste S. die wichtigsten seiner akustischen Entdeckungen unmittelbar durch die Praxis zur Geltung zu bringen; er selbst konstruirte musikalische Instrumente verschiedener Art und fand ausserdem in dem Pariser Mechaniker Marloye einen Gehülften, welcher befähigt war, alle für seine Wissenschaft nötigen Apparate und Hülfsmittel seinen Intentionen gemäss herzustellen. Als von hervorragend praktischer Bedeutung seien schliesslich noch Savart’s Untersuchungen über die Principien für den Bau der Streichinstrumente erwähnt, die Frucht eines mehr als zwanzigjährigen Experimentirens an Violinen von Stradivarius und Guarnerius sowie an Theilen derselben. Seine reichen, auf diesem Gebiete gemachten Erfahrungen bildeten den Stoff der, im Winter 1838—1839 im Collége de France von ihm gehaltenen Vorlesungen über experimentale Physik; mit der Veröffentlichung derselben durch den Druck beschäftigt, wurde S. durch den Tod an der Vollendung dieser Arbeit gehindert. one of two readings
4Glücklicher und vielseitiger begabt als viele andere Theoretiker, wusste S. die wichtigsten seiner akustischen Entdeckungen unmittelbar durch die Praxis zur Geltung zu bringen; er selbst konstruirte musikalische Instrumente verschiedener Art und fand ausserdem in dem Pariser Mechaniker Marloye einen Gehülfen, welcher befähigt war, alle für seine Wissenschaft nötigen Apparate und Hülfsmittel seinen Intentionen gemäss herzustellen. Als von hervorragend praktischer Bedeutung seien schliesslich noch Savart’s Untersuchungen über die Principien für den Bau der Streichinstrumente erwähnt, die Frucht eines mehr als zwanzigjährigen Experimentirens an Violinen von Stradivarius und Guarnerius sowie an Theilen derselben. Seine reichen, auf diesem Gebiete gemachten Erfahrungen bildeten den Stoff der, im Winter 1838—1839 im Collége de France von ihm gehaltenen Vorlesungen über experimentale Physik; mit der Veröffentlichung derselben durch den Druck beschäftigt, wurde S. durch den Tod an der Vollendung dieser Arbeit gehindert. one of two readings
6Saverien, Alexandre, Mathematiker und Literat, studirte zu Marseille und wurde, 20 Jahre alt, Ingenieur bei der Marine, verliess aber diese Carrière, um ganz den Wissenschaften zu leben. Eine seiner Schriften: »Histoire des progrès de l’esprit humain dans les sciences exactes, et dans les arts qui en dépendent«. Deuxième édition (Paris, 1775—1778, vier Bände in 8°, enthält im II. Theil, S. 344—384 einen kurzen Abriss der Geschichte der Akustik und der Musik. Die erste Aufl. erschien 1866, ein Bd. 8°.
8Savetta, Antonio, gelehrter Componist, geboren zu Lodi gegen Ende des 16. Jahrhunderts, war Kapellmeister der Kirche Incoronata in dieser Stadt. Seine noch bekannten Compostionen sind: »Madrigali a 5—8 voci fatti nelle nozze delli molto illustri Signori Lancillotto Corredi e Claudia Carminati, libro I me«, op. 5 (Venedig, 1610, in 4°). »Messe a 6 voci« (Venedig, 1616). »Salmi« (ibid. 1620). »Messe e salmi« (ibid. 1638). »Messe a 4—8 voci«. »Messe e salmi a 9 voci« (Venedig, 1639). »Messe concertate a 8 voci« (ibid. 1639). »Salmi a 5 voci«. »Litanie ed antifonie a 8 voci« (Venedig, 1641). Abbé Baini erwähnt in seinen »Memorie storiso-critiche della vita e delle opere di Giovanni Pierluigi da Palestrina« 16- und 24stimmiger Motetten von Savetta.
10Savj, Alfonso, Componist und Violoncellist, wurde in Parma am 21. December 1773 geboren, besuchte die Universität in seiner Vaterstadt, um die schönen Wissenschaften zu studiren, und später neun Jahre lang das Conservatorium zu Neapel, um sich in der Musik auszubilden. Er schrieb Messen, Psalmen, Vespern, auch einige komische Opern, welche in Parma zur Aufführung gelangten. Ferner Sinfonien, Duos, Trios und Quartette; zwei Trios für zwei Violinen und Violoncello, das eine Paer, das andere Rolla zugeeignet, sind gedruckt worden. 1812 war Savj Violoncellist am Theater zu Parma.
12Savj, Luigi, dramatischer Componist, wurde zu Florenz geboren und starb daselbst noch jung am 4. Jan. 1842. Seine erste Oper »Cid« hatte, 1834 in Parma aufgeführt, kein Glück, aber »Catarina di Cleves« erfreute sich in Rom, Florenz, Mailand und andern Städten eines schönen Erfolges. »Adelson e Salvina« (1839 und 1840) und »l’Avaro« (1841) gingen ebenfalls mit Glück über verschiedene Bühnen. Seine letzte Arbeit war »Un Episodio di San Michele«.
14Savinelli (….), Professor des Gesanges zu Mailand, gab gegen 1820 eine Sammlung von Gesangsstudien heraus: »Vocalizzi per tenore« (Mailand, Ricordi). one of two readings
15Savinelli (…), Professor des Gesanges zu Mailand, gab gegen 1820 eine Sammlung von Gesangsstudien heraus: »Vocalizzi per tenore« (Mailand, Ricordi). one of two readings
17Savioni, Mario, Contraaltsänger und Componist, wurde zu Rom im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts geboren und trat 1642 in die päpstliche Kapelle
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