Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1Zwischenaktsmusik zu einem Drama »Die Belagerung Wiens«, ein Sextett für Harfe und Blasinstrumente, eine Cantate auf hebräischen Text und Chöre für verschiedene Tragödien. Im Jahre 1813 vertauschte er seine Pester Stellung mit der eines Musikdirektors in Temeswar (Ungarn); doch blieb er hier nur ein Jahr, um 1814 die Leitung der deutschen Oper in Siebenbürgen zu übernehmen, für welche er in der Folge die Opern: »Faust’s Leben und Thaten« und »Die Söhne des Waldes« schrieb. Zur selben Zeit componirte er auch eine Messe, zwei Cantaten und eine Anzahl von Solostücken für die Violine.
3Mit noch grösserem Eifer widmete sich St. der Composition, nachdem er 1817 in Brünn zeitweiligen Wohnsitz genommen hatte; hier schrieb er eine Messe zur Feier des Amtsantritts des Bischofs, verschiedene andere Kirchencompositionen und ein Violinconcert; dann unternahm er eine längere Kunstreise und liess sich in den grösseren Städten Deutschlands und der Schweiz mit Beifall als Violinist hören. Um diese Zeit (1822) erhielt er die Aufforderung, eine deutsche Oper in Strassburg ins Leben zu rufen; seinem dortigen Aufenthalte hatte das Publikum mustergültige Darstellungen des »Don Juan«, »Fidelio«, »Freischütz« und anderer klassischer Opern zu danken. Im folgenden Jahre erhielt er die Stelle eines Musikdirektors am Hoftheater zu Mannheim, verliess dieselbe jedoch schon 1824, da er in Folge einer von ihm geleiteten Aufführung des »Ferdinand Cortez«, welcher der Grossherzog von Baden beigewohnt hatte, von diesem zu seinem Hofkapellmeister ernannt wurde. Von da an wirkte er in Carlsruhe, mit Ausnahme des Jahres 1840, wo er einem Rufe nach London folgte, um an der deutschen Oper zu dirigiren und zugleich seine, 1838 in Wien mit dem zweiten Preise gekrönte Symphonie zur Aufführung zu bringen. Für Carlsruhe schrieb er noch die Opern »Armiodan«, »Zelide«, »Berthold, der Zähringer« und »Der Währwolf«, welche letztere auch in Wien zur Aufführung gelangte und mehr als fünfzig Wiederholungen erlebte. Ferner die Musik zu Auffenberg’s Drama »Der Löwe von Kurdistan«, ein Te deum, eine Cantate »Das Lob Gottes« und ein Oratorium »Judith«. Er starb am 2. December 1866, nachdem er schon 1863 in den Ruhestand getreten war. An Kammermusik und kleineren Compositionen sind von ihm veröffentlicht: 1) »Variations brillantes für Violine mit Orchesterbegleitung«, op. 9 (Mannheim, bei Heckel). 2) »Streichquartett«, op. 5 (Leipzig, bei Hofmeister). 3) »Potpourris für Violine mit Begleitung einer zweiten Violine, Bratsche und Violoncell«, op. 5 und 6 (ebenda). 4) »Zwölf Variationen für Violine mit einer zweiten Violine und Violoncell«, op. 4 (Leipzig, bei Breitkopf & Härtel), 5) »Variations sur un menuet milanais für Violine und Clavier«, op. 3 (ebenda). 6) Mehrere Hefte Lieder mit Clavierbegleitung (Prag, bei Enders, und Leipzig, bei Hofmeister).
5Strauss, Johann, deutscher Tanzcomponist, ist geboren am 14. März 1804 zu Wien, wo seine Eltern das Bierhaus »Zum guten Hirten« in der Leopoldstadt besassen. Die häuslichen Verhältnisse brachten es mit sich, dass der Knabe schon von Geburt an in der Wiener Volks- und Tanzmusik eine Art geistiger Nahrung fand; schon im zartesten Alter äusserte sich sein musikalischer Nachahmungstrieb, indem er, wie auch Haydn, als kleiner Knabe, die Bewegungen des Violinspielers mittelst zweier Stäbe wiederzugeben suchte. Als er in der Folge von seinem Vater eine kleine Geige zum Geschenk erhielt, wusste er sich bald darauf zurecht zu finden, so dass man ihm den Besuch der mit der Elementarschule verbundenen Geigenschule gestattete; sein Wunsch, sich durch Privatunterricht zu vervollkommnen, musste jedoch bei der Mittellosigkeit seiner Eltern unerfüllt bleiben; auch wollten dieselben, ungeachtet seiner immer zunehmenden Neigung zur Musik, nicht gestatten, dass er sich ihr ausschliesslich widme, vielmehr bestimmten sie ihn zum Buchbinder, und wirklich musste sich S. bequemen, nach kaum absolvirter Schulzeit dies Handwerk zu erlernen. Die geringe Theilnahme, die er für seinen ihm aufgezwungenen Beruf empfand, konnte dem Meister, bei dem man ihn in die Lehre gegeben, nicht entgehen, und nachdem alle Ermahnungen und Strafen vergeblich

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