Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 112

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

18 lines. Read by computer on 12 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 106. See the scan on archive.org.

1höheren, das Violoncell steht aber eine Octave tiefer wie die Bratsche, die wiederum tiefer steht als die Violine. Wenn dem entsprechend schon die Viola nach dieser Seite beschränkt ist, muss es das Cello noch mehr sein. Doch sind diatonische Tonfolgen, namentlich wenn sie nicht zu weit ausgeführt sind und eine einfachere Applicatur zulassen, auch in schnellem Tempo selbst auf den tiefen Saiten auszuführen. Die ganze Tonleiter und tonleiterartige Figuren werden auch im Orchester von ihm im raschen Tempo gefordert. Aus dem angegebenen Grunde sind aufsteigende Passagen leichter auszuführen, als die absteigenden. Im Duo, Trio, Quartett u. s. w. werden auch ausgeführtere Figuren verlangt und beim Solospiel müssen noch ganz andere Schwierigkeiten überwunden werden. Besonders wirksam sind Arpeggien, namentlich wenn sie, wie in den Sonaten für Cello-Solo von J. S. Bach, noch mit andern Tönen untermischt sind. Dadurch verlieren sie das rein sinnliche ihrer Klangwirkung. Triller, Tonwiederholungen und Tremolo sind auf dem Cello so leicht auszuführen wie auf der Geige, und ebenso das Pizzicato; selbst Vorschläge und Schleifer pizzicato auszuführen bereitet keine grösseren Schwierigkeiten, wie die bekannte Stelle aus Mendelssohn's Sonate für Clavier und Violoncello, op. 58, zeigt: one of two readings
2höheren, das Violoncell steht aber eine Octave tiefer wie die Bratsche, die wiederum tiefer steht als die Violine. Wenn dem entsprechend schon die Viola nach dieser Seite beschränkt ist, muss es das Cello noch mehr sein. Doch sind diatonische Tonfolgen, namentlich wenn sie nicht zu weit ausgeführt sind und eine einfachere Applicatur zulassen, auch in schnellem Tempo selbst auf den tiefen Saiten auszuführen. Die ganze Tonleiter und tonleiterartige Figuren werden auch im Orchester von ihm im raschen Tempo gefordert. Aus dem angegebenen Grunde sind aufsteigende Passagen leichter auszuführen, als die absteigenden. Im Duo, Trio, Quartett u. s. w. werden auch ausgeführtere Figuren verlangt und beim Solospiel müssen noch ganz andere Schwierigkeiten überwunden werden. Besonders wirksam sind Arpeggien, namentlich wenn sie, wie in den Sonaten für Cello-Solo von J. S. Bach, noch mit andern Tönen untermischt sind. Dadurch verlieren sie das rein sinnliche ihrer Klangwirkung. Triller, Tonwiederholungen und Tremolo sind auf dem Cello so leicht auszuführen wie auf der Geige, und ebenso das Pizzicato; selbst Vorschläge und Schleifer pizzicato auszuführen bereitet keine grösseren Schwierigkeiten, wie die bekannte Stelle aus Mendelssohn’s Sonate für Clavier und Violoncello, op. 58, zeigt: one of two readings
4Allegretto.
5Scherzando.
7Schwieriger sind dagegen Doppelgriffe auszuführen und durchaus nicht in der Mannichfaltigkeit, wie auf der Violine und Viola. Die weitere Mensur des Instruments macht eine ganze Reihe von Doppelgriffen der vorerwähnten Streichinstrumente ganz unmöglich, viele aber sind nur mit Vorsicht anzuwenden, da sie keinen guten Eindruck hervorbringen. In den tiefen Lagen unseres Tonsystems verlieren die engeren Intervalle an Klarheit und Deutlichkeit selbst im melodischen Gebrauch, und sind als Zusammenklänge meist kaum zu unterscheiden. Daher sind Secunden, Terzen und selbst Quarten auf den unteren Saiten des Violoncello ausgeführt, nur in Ausnahmefällen, wenn ganz aussergewöhnliche Wirkungen erzielt werden sollen, anzuwenden:
9a) III. b) II. c) III. d) IV.
10IV. III. IV.
12Die unter b) verzeichneten Quarten, Terzen und Secunden, die auf der dritten und der leeren zweiten Saite erzeugt werden, klingen schon heller als die unter a) mit den untersten erzeugten, doch wird man auch von diesen nur in seltenen Fällen Gebrauch machen. Vollständig klar und deutlich klingen die unter c) und d) verzeichneten Quinten, Sexten und Septimen, namentlich wenn der Cellist den Ton der leeren Saite möglichst gemässigt zu spielen versteht. Auch die Sexten und Septimen mit mehr complicirtem Fingersatz klingen auf den unteren Saiten gut:
14III. II. I.
15IV. III. II.
17Am freiesten klingen natürlich die auf den beiden höchsten Saiten erzeugten Doppelgriffe und sie sind unbedenklich zu verwenden. Diese beiden Saiten ergeben auch brauchbare Secunden, Terzen und Quarten:

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.