Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 526

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

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1tungssätze, durch welche die Hauptpartien grösserer Musikstücke verbunden werden oder die aus einem fest in sich abgeschlossenen Theile eines grösseren Tonwerks zum folgenden, ebenfalls in sich abgeschlossenen Satz hinüberführen.
3Zwitscherharfe, Spitzharfe, Drahtharfe, Arpanetta, eine mit Drahtsaiten bespannte und doppeltem Resonanzboden versehene Harfe.
5Zwölffachteltact, ist eine zusammengesetzte vermischte Tactart, geradtheilig mit ungerader Gliederung:
712/8
9Die dreitheilige Gliederung der einzelnen Tacttheile und die breite Anordnung derselben zu grösseren Einheiten giebt dieser Tactart bei fühlbarer Lebendigkeit der Gliederung doch auch bedeutendes Gewicht.
11Zwölffmonatstanz, ein im 15. Jahrhundert üblicher Tanz, der von zwölf Paaren getanzt wurde. Diese traten in einen Kreis, ohne sich die Hände zu reichen. Sobald die Musik begann — Pfeifen, ein Dudelsack oder auch nur eine Trommel — stampften die Tänzer mit dem rechten Fuss auf, klatschten in die Hände und gingen dann jauchzend im Kreise mehrmals herum. Darauf ordneten sie sich in vier Gruppen, die wahrscheinlich die vier Jahreszeiten andeuten sollten, und jede führte die einzelnen Touren der Reihe nach für sich aus, doch so, dass nach jeder einzelnen Gruppe wieder die ganze Versammlung gemeinschaftlich tanzte. Zum Schluss reichte man sich die Hände und beendete den Tanz mit lautem Jubelgeschrei.
13Zwölfsaiter, s. v. a. Bissex.
15Zwonař, Joseph Leopold, ist am 22. Jan. 1824 in Kublow bei Zěbrák in Böhmen geboren und bildete sich auf der Prager Organistenschule zu einem tüchtigen Musiker heran. 1860 wurde er Direktor der Sofien-Akademie in Prag, 1863 Chorregent an der Dreifaltigkeitskirche, starb aber bereits am 23. Novbr. 1865. Ausser zwei Opern componirte er Lieder, Chorstücke, Sonaten und schrieb eine Clavierschule und zwei theoretische Werke in böhmischer Sprache.
17Zyka, eine Künstlerfamilie aus Böhmen, die im vorigen und im Anfange unseres Jahrhunderts eine Reihe von vortrefflichen Kammermusikern der Königl. Kapelle in Berlin stellte:
19Zyka, Anton, war um 1786 Violinist,
20Zyka, Ferdinand, um dieselbe Zeit, aber Bratschist,
21Zyka, Franz, war ebenfalls Violinist;
22Zyka, Friedrich, war Violoncellist und Schüler des Joseph B. Zyka, mit dem er 1764 nach Berlin kam; er gehörte seit 1766 der Königl. Kapelle an.
23Zyka, Joseph B., ist in Böhmen geboren, wurde in Prag für die Musik ausgebildet; kam 1746 nach Dresden und 1764 nach Berlin in die Hofkapelle als Violoncellist. Er war seiner Zeit berühmt als Cellovirtuos und hat auch mehrere Concerte, Doppelconcerte und einzelne Soli für Cello componirt. Sein Sohn:
24Zyka, Josef, war Violinist und gehörte bereits 1783 der Königl. Kapelle an. Er hat auch Operetten componirt; ferner ein Stabat mater, das er 1797 dem Kaiser von Russland dedicirte, wofür er einen kostbaren Brillantring erhielt.
26Zymbelstern an der Orgel, s. Cymbal.

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