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Scan 497
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880
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1Operncomponist hochangesehen. Von 1780 an war er fast zwanzig Jahre hindurch Orchesterdirector am Coventgarden-Theater, wo sein »Robin Hood« zu den beliebtesten der damaligen Repertoiropern gehörte.
3Baumgärtner, Johann Baptist, geboren 1723 zu Augsburg, bildete sich Anfangs in seiner Heimath, später aber und besonders in München zu einem vorzüglichen Musiker aus, sodass er bald zu den hervorragendsten Violoncellisten seines Jahrhunderts gezählt wurde. Nachdem er mit ausserordentlichen Erfolge grosse Kunstreisen durch Deutschland, England, Holland, Skandinavien u. s. w. gemacht hatte, liess er sich 1774 in Amsterdam nieder. Im J. 1778 wurde er nach Stockholm berufen, musste jedoch seine dortige einträgliche Stellung des Klimas wegen bald aufgeben. Nach Deutschland zurückgekehrt, wurde er 1781 Kammermusicus des Fürstbischofs von Eichstätt, starb aber bereits am 18. Mai des folgenden Jahres. Ausser zahlreichen Compositionen, bestehend in Konzerten, Variationen und Solis, hat er auch eine vortreffliche »Instruction de musique théorique et pratique à l'usage de Violoncelle« (Haag, 1777), ein Lehrbuch von gründlicher und klarer Darstellung, hinterlassen, welches seiner Vorzüglichkeit wegen auch ins Deutsche und Englische übersetzt worden ist.
5Baumgartner, August, geboren 9. Novbr. 1814 zu München, erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht von dem Organisten Kalcher, einem Lehrer C. M. von Weber's, und zwar auf dem Klaviere. Seine Fortschritte waren so reissend, dass der würdige Lehrer bald auch die Theorie der Musik in B.'s Bereich zog. Nach Kalcher's Tode 1826 setzte Holz, ein Schüler Ett's, die Unterweisung B.'s fort, bis die Berufung an das Schullehrerseminar in Freising dem talentvollen Knaben auch diesen Lehrer raubte. Vierzehn Jahr alt, sollte er nun einen anderen Beruf ergreifen, wurde jedoch auf die warme Empfehlung von Hofmusikern hin Klavierlehrer an einem Institute, worauf er mit gutem Erfolge auch Privatstunden ertheilte. Unter Ett's Leitung vollendete er von 1841 bis 1842 spät aber glänzend seine theoretischen Studien und widmete sich nun mit Vorliebe der kirchlichen Composition. Eine Instrumentalmesse, ein Requiem und die für die Hof- und Stiftskirche St. Cajetan in München geschriebenen Vesperpsalmen lenkten sofort die Aufmerksamkeit der Kenner in vortheilhafter Weise auf B., welcher aber auch in weltlichen Chorgesängen mit und ohne Orchester, Liedern und Klavierstückchen seine Tüchtigkeit darthat. Schon früh mit Gabelsberger bekannt und befreundet, trieb B. auch mit öffentlich anerkanntem Eifer Stenographie und bald begeisterte er sich für die Idee, die so segensreich wirkende Kurzschrift auch auf die Musik auszudehnen. Die Resultate seiner sehr rationellen Untersuchungen legte er in einer »Kurzgefassten Anleitung zur musikalischen Stenographie« (München, 1853) nieder, blieb aber durch seinen Tod den versprochenen umfangreichen und tiefer eingehenden zweiten Theil schuldig. Ein anderes schriftstellerisches Werk »Geschichte der musikalischen Notation« (München, 1856) bekundet B.'s glücklichen Forschersinn und gewährt in einer dem Texte beigefügten übersichtlichen Tafel auch dem Laien einen klaren Einblick in die Entwicklung der Notenschrift von den frühesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Seit 1853 Chordirigent an der Stadtpfarrkirche St. Anna zu München, starb B. in dieser Stellung, allgemein geachtet und geliebt, am 29. Septbr. 1862.
7Baur, Charles, französischer Tonsetzer und Musiklehrer, geboren in Tours 1789, lebte seit 1820 in London als sehr geschätzter Lehrer des Harfenspiels. — Seine Tochter, Jenny B., geboren 1834 in London, bildete sich bei dem Gesangmeister Garcia zu einer trefflichen Sängerin aus und debütierte nicht ohne Erfolg in der Italienischen Oper zu London und im November 1856 im königl. Opernhause zu Berlin, wo sie in Folge ihres beifallgekrönten Auftretens als Susanne im »Figaro« und als Isabella in »Robert der Teufel« engagirt wurde. Aber bereits 1859 gab sie diese Anstellung wieder auf, verheirathete sich in London und entsagte gänzlich der Bühne. Ihre Stimme war klein, aber zierlich und gut gebildet, entbehrte jedoch der letzten Feile.
9Bausch. Eine sehr geachtete und auf verschiedenen Industrie-Ausstellungen mit goldenen, silbernen und bronzenen Medaillen ausgezeichnete Fabrik für Instrumente-
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