Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 428

Musikalisches Conversations-Lexikon : eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880

22 lines. Read by computer on 17 September 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1tischen Leistungen, der rohen Volksmenge Staunen abgewinnen wollen. Da die meisten Glieder des sich noch auf niedriger Culturstufe befindenden Volksstammes der Slaven eine grosse Gewandtheit in der Bearbeitung des Holzes besitzen und ihnen deshalb dieses Instrument ohne Opfer leicht anzufertigen und zu erhalten möglich ist, so erklärt sich die Beliebtheit der B. gerade bei ihnen von selbst.
3O.
5Balance ment (franz.), gleichbedeutend mit Tremolo, Bebung (s. d.).
7Balani, Gabriele, ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Fanno lebender Musikfreund, welcher den Doctortitel führte und sich durch seine Composition des Gesanges auf die Einkleidung einer Nonne bekannt machte. Jenes Lied ist unter dem Titel »Sacra Canzone« (Fanno, 1682) erschienen.
9Balardus, französischer Lautenspieler und Componist für dieses Instrument, welcher um das J. 1590 lebte und schrieb. Stücke seiner Composition finden sich in dem »Thesaurus harmonicus« des J. B. Besardus.
11Balbastre, Claude, geboren zu Dijon 8. Decbr. 1729, kam 1750 nach Paris, wurde Rameau's Schüler und bildete sich zu einem eben so tüchtigen Klavier-, wie Orgelspieler aus. Er wurde Organist des Bruders Ludwigs XV., so wie der Kirchen Notredame und St. Roch. In der letzteren spielte er seit 1755 seine berühmten »Noëls« (Mitternachtsmessen in der Weihnachtszeit), welche so viele Hörer herbeizogen, dass der Erzbischof von Paris dieselben untersagen musste, weil es nie ohne Unordnung und unsittliche Handlungen unter der in der düsteren Kirche versammelten Menschenmenge abging. Auch als Componist war B. sehr beliebt; er veröffentlichte Klavier- und Orgelstücke, Quartette für Klavier, zwei Violinen und Violoncell (mit zwei Hörnern ad lib.) u. s. w.
13Balbi, Ignazio, ein trefflicher und berühmter Tenorist und Operncomponist der Mitte des 18. Jahrhunderts, aus Neapel gebürtig. Viele seiner Arien wurden auch in Deutschland bekannt und beliebt. B. selbst war seit 1756 Sänger an der Italienischen Oper zu Lissabon.
15Balbi, Lorenzo, der Sprössling einer italienischen adligen Familie, blühte zu Anfang des 18. Jahrhunderts als Virtuose auf dem Violoncell. Beliebt war er auch als Componist für dieses Instrument, so wie durch seine Sonaten. Er starb um 1740.
17Balbi, Marco Antonio, ein venetianischer Mönch, dessen Lebenszeit auch nur annähernd mit Sicherheit nicht mehr anzugeben ist. Er ist der Verfasser einer kleinen Schrift, welche, obwohl italienisch geschrieben, einen lateinischen und einen italienischen Titel führt, nämlich: »Regula brevis musicae practicabilis cum quinque generibus proportionum practicabilium« und »Qui commenza la nobil opera di pratica musicale, ne la quale se tratta tutte le cose a la prattica pertinente, facta, compilata e ordinata per fratre Marco-Antonio Balbi veneto«. Das Buch ist, wie auch schon aus dem Titel ersichtlich, in für einen Venetianer auffallend schlechtem Italienisch geschrieben, ist aber nicht unwichtig dadurch, dass es Einiges über die antike musikalische Notation enthält.
19Balbi, Ludovico, nach Fétis besser Balbo geschrieben, ein berühmter italienischer Kirchencomponist und Contrapunktist, war in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Venedig geboren und ein Schüler des Costanzo Porta daselbst. Er trat frühzeitig in den Franziscanerorden und war um 1591 Kapellmeister an der Kirche San Antonio zu Padua, eben so um 1606 Kapellmeister des grossen Klosters seines Ordens zu Venedig. Sein Todesjahr fällt um 1608. B. galt als einer der ausgezeichnetsten Musiker seiner Zeit, ein Ruf, den er in zahlreichen Messen, Motetten und Madrigalen auch rechtfertigte. Bekannt sind von seinen Werken: »Cantiones ecclesiasticae quinque vocum« (Venetiis, 1576), »Motetti a quattro voci« (Venezia, 1578), »Sacrarium Missarum liber primus, quatuor, quinque et sex vocum« (Venetiis ap. Vincenti, 1584), ferner »Graduale et Antiphonarium; juxta ritum Missalis et Breviarii novii« (Venetiis ap. Aug. Gardanum, 1591), und »Ecclesiastici concentus, una usque octo vocibus, lib. I« (Venetiis ap. Alex Raverium, 1606). Bodenschatz hat vier achtstimmige Motetten B.'s in seine »Florilegii musici portensis« aufgenommen.
21Balbi, Melchior, ein Venezianer aus adliger Familie, welcher im J. 1759 geboren und ein Schüler Antonio Calegari's war. Als Freund und Beförderer

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.