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Scan 44
Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840
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1Baudius
2Baudius (geb. Barth), vormals Sängerin in Königberg.
3Bauer (Ferd.), Lehrer an der Garnisonsschule und Cantor an der Garnisonkirche in Berlin. (Schüligesangbuch.) one of two readings
4Bauer (Ferd.), Lehrer an der Garnisonsschule und Cantor an der Garnisonkirche in Berlin. (Schulgesangbuch.) one of two readings
5Bauer (Catharine), Pianistin zu Würzburg, 1785 daselbst geboren. Eine Schülerin Sterkels. (Variationen.)
6Bauer (Caroline), Sängerin in Berlin.
7Bauerflöte, Bauerpfeife, oder auch Feldflöte genannt, ist eine gedekte Flötenstimme, für das Pedal der Orgel von ein oder zwei Tönen. one of two readings
8Bauerflöte, Bauerpfeife, oder auch Feldflöte genannt, ist eine gedekte Flötenstimme, für das Pedal der Orgel von ein oder zwei Tonstufen. one of two readings
9Bauerleyer; s. Leyer.
10Baumbach, erst Mitglied des Orchesters in Hamburg, privatirte nachher. Geb. 1753. 1813 in Leipzig, wo er die musikal. Artikel zu dem Leipziger musikal. Handwörterbuch schrieb. Virtuos auf der Mandolina. Komponirte von 1790 — 1800 viel für Pianoforte und Gesang. (Sonaten, Lieder, Duos, Variationen, Studien für Guitarre.)
11Baumeister (Georg Ottomar), Ober-Landes-Gerichtsassessor zu Glogau, zu Görlitz 1800 geb. Virtuos auf dem Pianoforte. (Länze.)
12Baumgartner (Joh. Bapt.), Violoncell-virtuos. † 1782 als Kapellist des Bischofs zu Eichstedt. (Instruct. de Musique à l'usage du Violoncelle.)
13Baumgarten (Gotthilf von), Landrat des Groß-Strelitzer Kreises in Schlesien, 1745 in Berlin geb. (Zemire und Azor, Operette, das Grab des Mufti, von Meißner u. s. w.)
14Bayer, ausgezeichneter Sänger in München.
15Bazzino oder Bazzani (Francesco), Theorist und Sänger, um 1600 in Lovere im Venetianischen geboren, Organist in Bergamo, dann am Hofe zu Modena, 1636 wieder in Bergamo, wo er 1660 starb. (La Rappresentazione di S. Orsola, Sonate di Tiorba, Canzonette.)
16Barmann, 1783 im Nassauischen geboren, lebte in Straßburg als Vorsteher der Singanstalt. Uebte Cello bei Bertea, ward Cellist des dortigen Orchesters, ging 1822 nach Paris, um Chorons Singinstitut und das Conservat. zu benutzen. Stiftete dann eine Elementarschule und Academie für Gesang. † 1829.
17Be, in der Hitzlerschen Bebisation die zweite Sylbe (d), in der Graunschen Damenisation die siebente (h); s. Solmisation.
18Beard (John), zu London 1716 geb., Tenorsänger und Schauspieler in London, † 1791.
19Bebisation heißt die Methode, statt der Guidonischen Sylben sich zu bedienen, nach den von Daniel Hitzler eingeführten Sylben la, he, ce, de, mi, se, ge zu singen; s. Solmisation.
20Bebung, Tremulant; Tremolo; Balancement. Eine Verzierung, bestehend in dem Abwechseln der Stärke und Schwäche oder dem fortgesetzten und wiederholten Druck auf einen Ton, nach welchem man jedesmal etwas nachläßt, und zwar in ziemlicher Geschwindigkeit hinter einander. Diese Manier kann auf dem Klavier nicht ausgeführt werden; wo sie vor kommt werden die Accorde getheilt und sehr schnell nach einander, wie ein Triller, gespielt, wobei mehr auf die genaue Ausfüllung des Zeitraums, als auf den Vortrag geachtet wird. Man bezeichnet die Bebung durch eine Reihe Punkte oder durch das Wort tremolando, tremolo, oder abgekürzt trem. über der Note.
21Bécarre nennen die Franzosen das B quadrat oder Auflösungszeichen.
22Beck (David), einer der größten Orgelbauer aus Halberstadt; lebte daselbst um 1590. Baute die berühmte große Orgel in Groningen; 53 vorzügliche Organisten wurden dahin eingeladen, um das Werk zu probieren, das 10000 Rthlr. kostete und zu 2 Manual und Pedal 58 Stimmen hatte. (Vergl. Werkmeister: Organum Groningense redivivum.)
23Beck (Franz), früher Kammermusikus zu Mannheim, dann Concertmeister in Bordeaux, starb daselbst 1809. Sein Credo und Gloria Patri sind Meisterstücke.
24Beck (Josepha, geb. Schefer), ausgezeichnete Sängerin in Mannheim, 1797 in München, Schülerin der berühmten Mad. Wendling.
25Becken, auch Tinellen (bei den Alten Paukencymbeln) genannt, sind zwei runde Scheiben von Messing, auch von Silber, in der Größe eines Tellers, die aber in der Mitte eine talbrunde Vertiefung wie ein Becken haben, an welchen an der Außenseite ein Griff von Leder befestigt ist, vermittelst dessen sie mit beiden Händen gehalten, und von einander abstreifend zusammengeschlagen werden, wodurch ein schrillender Ton entsteht. Sie sind schon bei den Hebräern und Griechen im Gebrauche gewesen. one of two readings
26Becken, auch Tinellen (bei den Alten Paukencymbeln) genannt, sind zwei runde Scheiben von Messing, auch von Silber, in der Größe eines Tellers, die aber in der Mitte eine halbrunde Vertiefung wie ein Becken haben, an welchen an der Außenseite ein Griff von Leder befestigt ist, vermittelst dessen sie mit beiden Händen gehalten, und von einander abstreifend zusammengeschlagen werden, wodurch ein schrillender Ton entsteht. Sie sind schon bei den Hebräern und Griechen im Gebrauche gewesen. one of two readings
27Becker (…), ein geübter Orgelspieler, Organist an der Peterskirche zu Leipzig, Direktor des Singvereins „Orpheus“ daselbst.
28Becker, Opernsängerin in Prag, früher in Hamburg.
29Beckmann (Joh. Fr. Gottl.), 1736 geb., † als Organist zu Köln 1792. (Die Oper: Lukas und Hannchen, Sonaten.)
30Beczwarzowski (Ant.), 1753 in Schlesien geb., privatirte 1798 in Bamberg, ging dann nach Berlin, wo er 1823 starb. (Concerte s. Pianoforte, Sonaten, Lieder, Gesänge.)
31Bedeckt oder verdeckt, ist als Kunstwort bei der Behandlung der Geigeninstrumente gebräuchlich, und zeigt an, daß ein Ton, der auf eine bloße Saite fällt, nicht vermittelst dieser Saite, sondern auf der tiefen durch das Aufsezen oder Bedecken eines Fingers hervorgebracht werden soll. Wenn z. B. auf der Violine bei folgenden Tönen
32c, d, e, f
33der Ton e auf der bloßen E-Saite angestrichen wird, so sagt man, er werde bloß genommen; wird er hingegen auf der A-Saite durch das Aufsezen des vierten Fingers intonirt, so nennt
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