Books › Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840 › scan 561
Scan 561
Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840
17 lines. Read by computer on 10 September 2026. Printed page 0. See the scan on archive.org.
1Jahrhunderts und war ein Schüler von Rhasbanus Maurus.
2Jubelhorn, s. v. a. Bugle- oder Klappenhorn.
3Jubelnd, jauchzend, Giubiloso.
4Junker (Karl Ludw.), geb. zu Dehringen, starb als Pfarrer zu Rupertshofen bei Kirchberg am 30. Mai 1797. Ein Mann von tiefer Geistesbildung und gründlichen musikalischen Kenntnissen; der seiner angeborenen Neigung zur Musik unerachtet, nach dem Willen seiner Eltern Theolog werden musste, aber doch fortwährend dem Studium der Musik nachging, manche Kompositionen lieferte und viele interessante Werke und Aufsätze artistischen Inhalts schrieb. („Genovesa im Thurm," Melodram; „Die Nacht," musical. Declamation; 3 Concerte für Pfe. uc. — Biographieen von 20 Komponisten, 1776; Die Tonkunst; Betrachtungen über Malerei, Ton- und Bildhauerkunst, 1778; Pflichten eines Kapellmeisters, 1782; uc.)
5Jupin (Charles Franc.), geb. zu Chambéry am 21. Nov. 1805, Jöging des Pariser Conservatoriums; 1835 Musikdirektor zu Straßburg, jetzt in Paris; ein vorzüglicher Violinvirtuos und guter Komponist.
6Justinian I. (der Große), geb. 483, † den 14. Nov. 565, ward auch als Kunstbeförderer und selbst als Tonkünstler berühmt, indem er die Hofämter der Poeten, Sänger und Musikmeister wiederherstellte, und das Troparium, oder die Hymne von der Gottheit Christi, die noch jetzt in vielen griechischen Kirchen gesungen wird, komponierte.
7Kabath (Joh.), 1775 in Oppeln geb., Schulrat in Breslau, war ein großer Verehrer und Beförderer der Tonkunst, und selbst ein fertiger Musiker; ihm wird der wesentliche Einfuß, den er in ganz Schlesien auf die Musikultur ausübte, so wie der Flor der dortigen Anstalten, nachgerühmt. Er starb am 12. Dec. 1828. („Ueber den Gesangunterricht auf gel. Schulen;" Annotatt. ad Quintil. etc.)
8Kahlert (Aug.), geb. zu Breslau am 5. März 1807, genoss Hauck's und Werner's Unterricht, studirte Jura in Berlin, war bis 1833 Referendarius, verließ die juristische Laufbahn, ward Privatdocent an der Universität zu Breslau und beschäftigte sich vorzüglich mit Literaturgeschichte und Aesthetik. („Blätter aus der Brieftasche eines Musikers;" geistreiche Aufsätze in den verschiedenmusikal. Zeitungen; Gedichte, Lieder, musical. Kompositionen uc.)
9Kandler (Franz Sales), Feldkriegsconcipist in Wien, geb. d. 23. Aug. 1792 zu Kloster-Neuburg, starb, da er nach einem zehnjährigen Aufenthalt in Italien mit Beförderung wieder nach Wien zurückberufen worden war, am 26. Sept. 1831 im Kurort Baden an der Cholera. Durch den Tod dieses vielseitig gebildeten, mit theoretischen und praktischen Musikkenntnissen ausgerüsteten Mannes verliert die Kunstgeschichte die Früchte seines langjährigen Forschens und Studiums, dessen Resultate er zu ordnen und zu ergänzen im Begriff stand. (Abhandlung über Hasse und seine Werke; Ueber den Musikzustand in Rom, Neapel uc.; Zerstreute Aufsätze in der Wiener Mus. Ztg.; Ueber das Leben und die Werke Palestrina's, nach Bani uc.)
10Kappe (Orgelb.), 1) s. v. a. Hut; 2) Belebung an den sich öffnenden Enden der Balgplatten.
11Keck, Ardito, con fiducia.
12Kellermann (Christian), geb. zu Randers in Jütland d. 27. Jan. 1815, Sohn des Kaufmanns Olaus K. baselbst, war anfangs zur merkantilischen Laufbahn bestimmt, folgte aber seiner Neigung zur Musik, und ging in seinem 15ten Jahre nach Wien, wo er unter Merk's Leitung fünf Jahre lang im Violoncell spiele sich ausbildete und eine bebeutende Virtuosität erlangte. Darauf machte er eine Kunstreise durch Oesterreich und Ungarn, ging 1837 über Straßburg nach Paris, wo er mit ungeteiltem Beifall auftrat. Hier machte er Ole Bull's Bekanntschaft, und es entspann sich zwischen Beiden ein so inniges Band der Freundschaft, daß Trennung unmöglich wurde, und sie sich entschlossen Deutschland und Russland gemeinschaftlich zu bereisen.
13Ein Glück ist's für den berühmten Geiger, daß sich ihm dieser an Geist und Körper kerngesunde Jüngling mit so verehrender und treuer Liebe anschloß, dessen Gewandtheit und Weltkenntniß solche Unfälle und Betrügereien, wie sie jeven so oft schon um die Früchte seiner Anstrengungen brachten, nunmehr gewiß von ihm abzuwenden wissen werden.
14Kirchner (Athanas.), Jesuit, geb. zu Geiß 1602, erhielt eine Lehrstelle der Philosophie und orientalischen Sprachen zu Würzburg, begab sich aber wegen der Unruhen des dreißigjährigen Kriegs 1635 nach Avignon, kam dann als Lehrer der Mathematik nach Rom, wo er hohes Ansehen genoss, und am 30. Oct. 1680 starb. Er war einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit, wenn es ihm gleich an gehöriger Kritik fehlte. Auch speculative sowohl als praktische Musik betrieb er mit größtem Eifer und ließ verschiedene von seinen Kompositionen drucken. (Musurgia univ. Fol. Rom. 650; Ars magnetica; Oedipus aegypticus; Phonurgia nova etc.)
15Klage (Karl), in Berlin, Guitarre- und Claviervirtuos. (An 30 Werke: Sonaten, Lieder, Tänze uc.)
16Klagend, Plangevolmente.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.