Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 560

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1monie in einer fortgesetzten Reihe singend gedachter Stimmen. Dem griechischen Systeme zufolge, sagt Riefewetter, ist ihm nur die Quarte, die Quinte und die Octave Consonanz. Da er von den beiden letzten sich überzeugt haben konnte, von der Quarte aber gläubig annahm, daß sie, mit einem gegebenen Tone gleichzeitig erklingend, eine dem Gehöre angenehme Symphonie (Accord) gewähren (die Terz war ihm eine Dissonanz), so mochte er auf den Gedanken versfallen sein, zwei oder mehr Stimmen auch wohl in fortgesetzten Consonanzen singen zu lassen, um der angenehmen Empfindung eines solchen Wohlklangs Abwechslung und Dauer zu geben. Daraus entstand seine sog. Diaphonia, auch Dis-Cantus oder Organum genannt, von der er zwei Arten erklärt: die erste besteht in der Verbindung einer zweiten oder mehrerer Stimmen, welche mit der gegebenen Principalstimme in Quinten, Quarten und Octaven gehen, und zwar in gerader Bewegung, welche heut zu Tage verponte Tonfolge von Huchald als ein angenehmster Zusammenklang gepriesen wird. Auch macht er durch Verdoppelung dieser Stimmen in einer höheren oder tieferen Octave das Organum vier- bis fünfstimmig. In der zweiten Art des (nur zweistimmig erscheinenden) Organums kommen auch andere, nicht consonirende Intervalle vor, als Secunde und Terz, stets aber auf eine Weise, welche nach unsern Begriffen das unverbildete Ohr so wenig als die Regel erlauben würde. Unter No. 112a geben wir ein Beispiel von Huchald's Notationsart nebst Uebertragung (112b), welche, wie wir sehen, bereits auf Anwendung der Linien zur Bezeichnung der Tonhöhen führte. Die Scala bestand aus 18 Tönen, die vom Gamma ausgingen. Die ganzen und halben Töne wurden durch T und S (Tonus und Semitonium) angedeutet. (Gerbert, Scriptores eccles. de Musica etc. Vol. I.) one of two readings
2monie in einer fortgesetzten Reihe singend gedachter Stimmen. Dem griechischen Systeme zufolge, sagt Riefewetter, ist ihm nur die Quarte, die Quinte und die Octave Consonanz. Da er von den beiden letzten sich überzeugt haben konnte, von der Quarte aber gläubig annahm, daß sie, mit einem gegebenen Tone gleichzeitig erklingend, eine dem Gehöre angenehme Symphonie (Accord) gewähren (die Terz war ihm eine Dissonanz), so mochte er auf den Gedanken versfallen sein, zwei oder mehr Stimmen auch wohl in fortgesetzten Consonanzen singen zu lassen, um der angenehmen Empfindung eines solchen Wohlklangs Abwechslung und Dauer zu geben. Daraus entstand seine sog. Diaphonia, auch Dis-Cantus oder Organum genannt, von der er zwei Arten erklärt: die erste besteht in der Verbindung einer zweiten oder mehrerer Stimmen, welche mit der gegebenen Principalstimme in Quinten, Quarten und Octaven gehen, und zwar in gerader Bewegung, welche heut zu Tage verponte Tonfolge von Huchald als ein angenehmster Zusammenklang gepriesen wird. Auch macht er durch Verdoppelung dieser Stimmen in einer höheren oder tiefen Octave das Organum vier- bis fünfstimmig. In der zweiten Art des (nur zweistimmig erscheinenden) Organums kommen auch andere, nicht consonirende Intervalle vor, als Secunde und Terz, stets aber auf eine Weise, welche nach unsern Begriffen das unverbildete Ohr so wenig als die Regel erlauben würde. Unter No. 112a geben wir ein Beispiel von Huchald's Notationsart nebst Uebertragung (112b), welche, wie wir sehen, bereits auf Anwendung der Linien zur Bezeichnung der Tonhöhen führte. Die Scala bestand aus 18 Tönen, die vom Gamma ausgingen. Die ganzen und halben Töne wurden durch T und S (Tonus und Semitonium) angedeutet. (Gerbert, Scriptores eccles. de Musica etc. Vol. I.) one of two readings
4Hüttenbrenner (Anselm), geb. am 13. Oct. 1794 zu Graz, Pianofortevirtuos und Komponist, genoss während seiner juridischen Studien in Wien 1815—20 Galieri's Unterricht in der Komposition. Seit 1824 Direktor des Steiermärkischen Musikvereins. Bei Beethoven's Hinscheiden stand er an dessen Sterbebette. (6 Messen, doppelchöriges Requiem, Offertorien etc.; Opern: „Leonore" u. a.; 3 Sinfonien, 7 Ouvertüren, Quartette, Lieder etc.)
6Hummel (Jos. Rep.), starb am 17. Oct. 1837 an der Brustwassersucht. (S. Seite 221.)
8Huss-Dessorges, einer der ausgezeichnetsten Violoncellisten Frankreichs. (Un 70 Werke, treffliche Méthode de Violoncelle.)
10Hurtig, Allegro; vergl. Schnell.
12Hyporchema (gr.), Tanzlied.
141) eine Tonbenennung auf dem Notensystem der Lauteninstrumente. 2) ein von Kirnberger angenommenes Intervall, welches zwischen der übermässigen Sexte und der kleinen Septime liegt; wiewohl sich Fasch derselben bediente, so hat es doch keinen Eingang gefunden.
16Jacob I., König von Schottland, geb. 1391, 1437 in den Armen seiner Gattin ermordet, war berühmter Virtuose und einer der größten Komponisten seiner Zeit. Während seiner achtzehnjährigen Gefangenschaft in England (1405—1423) beschäftigte er sich besonders mit Musik, und mehr als hundert Jahre nach seinem Tode noch bewunderte man in Italien seine Gesänge und Melodien, die auch der Fürst von Venosa (s. d.) nachzuahmen suchte. Im Jahr 1430 erschien von ihm ein Werk über die Tonkunst, und noch 1733 erlebten seine Gedichte eine neue Auflage.
18Jacopo Pratense, ist Josquin (s. d.).
20Jelensperger (Daniel), Professor am Conservatorium zu Paris, war Schüler Reicha's. † am 30. März 1831 zu Mühlhausen am Rhein. (L'Harmonie au commencement du 19me siècle etc.—Uebersegte Häser's Choralschule ins Französische.)
22Jensen (J. Pet.), Flötist in der Königl. Kapelle zu Kopenhagen; ein tüchtiger Virtuos und achtungswerther Komponist. (Duetten, Fantasien, Variationen etc.)
24Jeune (Claude Le); s. Lejeune.
26Im Einklange, All' unisono.
27Im Tact, A Tempo, Nel Tempo.
28Im strengen Zeitmaß, Al rigore di tempo.
29Immer, sempre; immer leise, sempre piano.
31Innig, befeelt, Animato, con anima.
32Institute (musikalische); s. Musikschule.
34Intoniren, ein acht bis zehn Zoll langes und 1/2 Zoll breites, an einem Ende fast spitz auslaufendes, an dem andern meißelartiges Instrument, das zum Intoniren und Beschneiden der Orgelpfeifen dient.
36Intrade, Entrada (ital.), 1) ein Vorspiel, welches das nachfolgende Tonstück einleitet; 2) das lärmande und an keine bestimmte Melodie gebundene schmetternde Blasen eines Trompetenchors, welches sich am Ende in ein sanftes Aushalten des Dominantenaccords vereinigt und in dem Hauptaccorde schließt.
38Johann IV. (Joao), Herzog von Braganza, geb. 1604, † 6. Nov. 1656; bestieg, nachdem die Portugiesen das Joch der spanischen Herrschaft von sich geworfen, 1640 den portugiesischen Thron. Bis in sein 36stes Jahr hatte er aus Neigung als Privatmann den Künsten und Wissenschaften gelebt, und sich vorzüglich mit Komposition und Instrumentalübungen beschäftigt, worin sein Lehrer Madre de Deus war. Auch hat die musikalische Literatur mehrere Werke von ihm aufzuweisen, als: Defensa de la Musica etc.; Principios da Musica; Responsorien, Motetten etc.
40Johann von Fulda, Mönch; nach Gerbert's Versicherung, der erste, der in Deutschland Kirchengesänge (varia modulatione) in Musik setzte; er lebte gegen Ende des neunten

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