Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 118

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1ging er als Hofmusiker nach Neu-Strelitz. Hier wurde im December 1875 eine Operette »Das Flüstern« aufgeführt. Ausserdem schrieb er Clavierstücke, Lieder und Stücke für Cello, ferner zwei Streichquartette, zwei Trios, Violin- und Orchesterwerke.
3Forsterus (III, 599), Georg Forster, Arzt zu Nürnberg, erfahren in der Philosophie, in Sprachen, in der Musik und Medicin, legte den ersten Grund zu seinen Kenntnissen zu Ingolstadt, ward dann am Hofe des Kurfürsten am Rhein, Pfalzgrafen Ludwig, in Heidelberg erzogen, wo er auch die Universität besuchte und vom dortigen Kapellmeister und Componisten Laurentins Lemlin in Gemeinschaft mit seinem »Tisch- und Bethgesellen« Stephan Zierler und Gaspar Othmayr in der Musik unterrichtet wurde. Er erwarb hier die Gunst nicht nur der Professoren, sondern auch des Fürsten, der ihn studiren liess. 1534 ging er nach Wittenberg, wo er mit Melanchthon und Luther Freundschaft schloss. Luther vergnügte sich hauptsächlich an seiner Musik und liess sich verschiedene Gesänge von ihm componiren. Später practicirte F. als Arzt in Amberg und Würzburg, ward dann vom Pfalzgrafen am Rhein und Herzog von Baiern Wolfgang als Arzt nach Heidelberg berufen und machte als Leibarzt des Herzogs die Feldzüge wider den Herzog von Jülich und den König von Frankreich mit. Später ging er wieder nach Nürnberg, wurde Leibarzt des Abts Friedrich zu Heilsbrunn und starb in Nürnberg am 12. Nov. 1568. Seine Compositionen sind fliessend und stimmgerecht und verrathen contrapunktische Fertigkeit. Besonders aber hat er sich durch seine Sammlung deutscher Volkslieder (»Ausbund schöner Liedlein«), die in den Jahren von 1539—56 in fünf Theilen erschienen, mit Beiträgen von L. Senfl, Steph. Mahu, Thomas Stolzer, Sixt. Dietrich, Wolf Grefinger, Jobst von Brandt, Arnold von Bruck, Gasp. Othmayer u. a., unsterbliche Verdienste erworben (Vergl. Eitner: Monatshefte für Musikforschung 1849, Nr. 1, 2). Ausserdem veröffentlichte er noch mehrere Sammlungen geistlicher Gesänge in deutscher, hauptsächlich in lateinischer Sprache. Ein zweiter:
5Forster, Georg, war seit 1556 Cantor in Zwickau, wurde 1564 in gleicher Eigenschaft nach Annaberg berufen und 1568 als kurfürstlicher Sänger nach Dresden. Als solcher empfing er einen Gehalt von 124 fl. Nach dem Tode von Ant. Scandelli wurde er am 31. Januar 1580 Vorsteher der Cantorei und Kapelle intermistisch bis 1581, in welchem Jahre Pinelli de Girardis Kapellmeister und Forster Vicekapellmeister wurde. Nach dem Abgange Pinellis wurde F. erster Kapellmeister 1586, er starb aber schon im folgenden Jahre 1587 am 16. October (Monatshefte für Musikforschung 1869, I).
7Fouque, Pierre Octave, Componist, geboren zu Pau (Basses-Pyrénées) am 12. November 1844, kam frühzeitig nach Paris, wo er Schüler des ausgezeichneten Organisten Chauvet wurde; 1869 erfolgte seine Aufnahme in die Compositionsclasse des Conservatoriums. Er veröffentlichte seitdem eine Anzahl Clavier- und auch Gesangscompositionen, auch gelangten zwei oder drei Operetten von ihm zur Aufführung. Ferner hat sich F. als Schriftsteller mehrfach bethätigt. Er war 1873 Redacteur der Musikzeitung »l’Avenir national«, und thätiger Mitarbeiter der »Revue« und »Gazette musicale de Paris«, wie des Feuilletons vom »l’Echo universel« u. a. d.
9Fouquet, Jean, Mandolinist und Componist, lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Paris und gab heraus: »Six Duos pour deux violons, ou deux mandolines, composés dans le goût italien«.
11Fourneaux, Napoléon (IV, 9), gab noch heraus: »Instrumentologie. Traité théorique et pratique de l’accord des instruments à sons fixes, l’harmonium, l’orgue à tuyaux et le piano, contenant une théorie complète du tempérament musical et des battements par l’ingenieur N. Fourneaux fils, facteur d’orgues«. (Paris, Repos.)
13Fournel, François Victor, unterrichteter französischer Schriftsteller, geboren zu Chappy bei Varennes am 8. Februar 1829. Unter seinen zahlreichen Schriften befinden sich auch einige, welche die Musik berühren und

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