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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1len, aus den besten Sängern der Schule wurde die kurfürstliche Kapelle zusammengesetzt. An die Spitze derselben stellte er Conrad Rupff (s. d.). Wenn der Kurfürst zum Reichstag ging, nahm er seine Cantorey mit und errang mit ihr grosse Triumphe. Der Kurfürst starb am 5. Mai 1525 und sein Nachfolger löste die Cantorey auf.
3Fritz, Kaspar (IV, 67), von ihm erschienen 1742 in London: »Sei Sonate a 4 Stromenti a Violino 1mo Viola 2do Viola Cembalo e Violoncello«.
5Frizzi, Benedetto (IV, 67). Sein bedeutendstes Werk ist: »Dissertatione sulla portata dei musicali istromenti con matematiche analoghe riflissioni« (Triest 1802).
7Froberger, Joh. Jacob (IV, 69), war von 1637—1657 Hoforganist in Wien. 1637 ging er mit Unterstützung von Seiten des Hofes nach Rom zu Frescobaldi. Er starb am 7. Mai 1667 zu Schloss Héricourt unweit Montbéliard, wo er bei der verwitweten Herzogin Sibylla von Württemberg ein Asyl und eine Stelle als Musiklehrer gefunden hatte. Seine Dresdener Reise fiel ins Jahr 1656 oder gegen dieses Jahr, als Joh. Georg II. noch Kurprinz war. Sein Werk: »Diversi ingegnossisime, rarissime è non più viste curiose etc.« erschien nicht 1714, sondern bereits 1693 in Mainz.
9Trojo, Giovanni, Musicograph, geboren zu Catanzaro am 1. Juni 1847, welche Stadt auch der Ort seiner Wirksamkeit wurde, nachdem er in Neapel seine musikalischen Studien vollendet hatte. F. veröffentlichte mehrere Compositionen, darunter eine dreistimmige Messe mit Orchester. Ferner eine Clavierschule »Ecole du mécanisme (Mailand, Vismara) und die zwei Schriften: »Saggio storico-critico intorno alla Musica« (Catanzaro, 1873). »Osservazioni sulla Musica«.
11Fromental, Louis Nicolas, Componist, geboren in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde an der Kathedrale zu Rouen, in welcher er als Chorknabe seine musikalische Laufbahn begonnen, 1728 erster Kapellmeister. Eine Sinfonie und fünf oder sechs Motetten seiner Composition, die durch ihre Schönheit überraschten, verhalfen ihm früh zu dieser Stellung. Er brachte nachdem noch einige Messen zu Gehör, starb aber schon 1737.
13Fumagalli. Ausser Adolph F. (IV, 85), sind noch einige Tonkünstler dieses Namens, wahrscheinlich Anverwandte desselben zu nennen:
15Fumagalli, Disma, Pianist, geboren zu Inzago am 8. September 1826. Schüler des Mailänder Conservatoriums, zur Zeit Lehrer an demselben, veröffentlichte gegen 250 Clavier-Salonstücke.
17Fumagalli, Polibio, ausgezeichneter Pianist und Orgelspieler, zu Inzago am 26. October 1830 geboren, gab gleichfalls eine grosse Anzahl von Compositionen desselben Genres heraus, darunter: »Ascetica musicale«, Op. 235, (Mailand, Lucca), eine Sammlung von fünfzehn Orgelstücken.
19Fumagalli, Luca, ebenfalls sehr tüchtiger Pianist, zu Inzago am 29. Mai 1837 geboren, liess sich 1860 in Paris mit vielem Beifall hören, und lieferte eine grosse Zahl von zum Theil sehr ansprechenden Claviercompositionen. 1875 wurde in Florenz »Louis XI.«, ein lyrisches Drama in vier Akten, von ihm aufgeführt. Am Conservatorium zu Mailand befanden sich ausser diesen noch drei Zöglinge desselben Namens Carlo, Giulio und Amalia F.
21G.
23Gabrielli, Nicolo (IV, 99), geboren am 21. Februar 1814.
24Gabrielli, Giov. Baptista de, wirkte in Florenz um 1745; war ein sehr fleissiger und geschickter Geigenbauer, der sehr sorgfältig arbeitete und stets ausgezeichnetes Holz und einen hellen durchsichtigen, gelben Lack zu seinen Instrumenten verwendete. Seine Bratschen und Cello sind vortrefflich, namentlich die letztern haben hohen Werth.
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