Scan 125
Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
13 lines. Read by computer on 10 September 2026. Printed page 117. See the scan on archive.org.
1Lucca geboren gegen 1713 und gestorben 1781, war Musiklehrer am Seminar St. Michel, und nachdem Kapellmeister an einer der Kirchen in Camaiore. Sein bestes Werk ist ein Oratorium »Giuseppe riconosciuto«, von welchem die Partitur in den Archiven der geistlichen Bruderschaft der Schutzengel zu Lucca aufbewahrt ist. Zwischen 1743—1778 schrieb G. gegen zwanzig Seelenmessen, vierstimmig mit Instrumentalbegleitung, welche am Cäcilienfeste in Lucca aufgeführt wurden.
3Gamucci, Baldassare, Componist und Musikschriftsteller, zu Florenz am 14. December 1822 geboren, widmete sich nach beendeten Musikstudien dem Unterricht, und gründete im Jahre 1849 den Gesangverein »del Carmine«. Er erhielt später die Direction der Chorgesangschule am Conservatorium in Florenz. Zu seinen Compositionen gehören: Sechs Messen drei- und vierstimmig; ein Requiem für vier Männerstimmen und Orchester; mehrere Messen à capella; »Beatrice gli Esuli in Babilonia«; eine italienische Paraphrase des 14. Psalm; Psalme, Motetten, Litaneien, Hymnen u. a. a capella und mit Orchester; die Oper »Ghismonda di Salerno« (nicht aufgeführt). Als Schriftsteller bethätigte sich G. durch ein Elementar-Lehrbuch der Musik: »Rudimenti di lettura musicale per uso di tutti gl' Istituti si publici che privati d'Italia«. Zwei Auflagen; und durch das Schriftchen: »Intorno alla vita ed alle opere di Luigi Cherubini, Fiorentino, ed al monumento ad esso innalzato in Santa Croce«. (Florenz, Barbero 1869, in 8°, 60 p. mit Portrait.) Ausserdem schrieb er für die Memoiren der Akademie, deren Mitglied er ist, zahlreiche Aufsätze.
5Gand, Charles François, Lautenmacher zu Paris, Schüler des berühmten Lautenmachers Nicolas Lupot, übernahm 1824 dessen Atelier, aus welchem bis 1845, dem Jahre seines Todes, nur anerkannte Instrumente hervorgingen. Er verfertigte auch diejenigen Instrumente für die königl. Kapelle der Tuillerien, welche zur Vervollständigung derselben noch fehlten. Nachdem die Herstellung derselben von Lupot begonnen und ziemlich zu Ende geführt worden war, ging diese ganze Sammlung selten schöner Instrumente bei dem Brande der Tuillerien 1871 verloren. G. war auch der Instrumentenmacher für das Conservatorium, und lieferte viele Jahre die Violinen und Cellos für die preisgekrönten Schüler desselben. Seine beiden Söhne:
6Gand, Charles Adolph, gestorben 24. Januar 1866 und:
7Gand, Eugène, jetzt Associé von Bernadel, waren seine Mitarbeiter und Nachfolger.
9Gandini, Antonio (IV, 123), ist zu Modena am 20. August 1786 geboren, er starb auf seiner Villa Formigione am 10. Sept. 1842. Sein Sohn:
10Gandini, Alessandro, geboren 1807 zu Modena, war Schüler seines Vaters und Nachfolger desselben im Amt als Hofkapellmeister zu Modena. 1827 wurde seine erste Oper Demetrio aufgeführt; in der Zeit von 1829—1833 aber die vier, irrthümlich seinem Vater zugeschriebenen Opern: »Zaïra«; »Isabella di Lara«; »Maria di Brabante« und »Adelaide di Borgogna«. Ausserdem schrieb er noch mehrere Gelegenheitscantaten: »La Fedeltà«; »la Fata« und »il Genio di Modène«, Kirchen- und Kammermusikcompositionen. Er starb am 17. December 1871. Nach seinem Tode wurde das durch zwei Freunde vervollständigte, von ihm redigirte Buch herausgegeben: »Cronisteria dei Teatri di Modena dal 1539 al 1871 del maestro Alessandro Gandini, arrichita d'interessanti notizie e continuata sino al presente da Luigi Francesco Valdrighi e Giorgio Ferrari Moreni«. (Modena, 1873, 3. B.)
12Gandolfi, Riccardo, Componist, geboren zu Voghera im Piemontesischen gegen 1839, kam nach Neapel um unter Carlo Conti Musik zu studiren, kehrte aber mit seinen Eltern nach einiger Zeit nach Florenz zurück, wo er unter Mabellini seine Studien fortsetzte. 1863 erschien in Mailand seine erste ernste Oper: »Aldina« und 1865 zu Turin seine Oper: »Il Paggio«, welcher 1872 zu Genua »il Conte di Monreal« folgte. G. machte sich auf dem Gebiete der Kirchen- und sinfonischen Musik ebenfalls bekannt. Es sind zu nennen: ein Re-
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.