Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 209

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1faden für den ersten Unterricht im Clavierspiel; mehrere instructive Sonaten für das Pianoforte; Technische Studien für Clavierunterricht und Choral-Trios für die Orgel.
3Kunzen, F. L. A. (VI, 201), geboren am 24. September 1761, bezog die Universität in Kiel 1781 und kam nach Kopenhagen 1784. Seine deutschen Opern sind: »Das Fest der Winzer oder die Weinlese« und »Ossians Harfe«. Die letzte ist nie in Kopenhagen aufgeführt worden und soll in Deutschland durchgefallen sein; den Text dazu hat er einem unvollendeten und ungedruckten Operngedicht von J. Baggesen entlehnt, ohne Einwilligung des Verfassers. Seine dänischen Opern sind: »Holger Danske« (Holger der Däne, 1789); »Hemmeligheden« (Das Geheimniss, 1796); »Dragedukken« (ein Findelkind, das Wohlstand ins Haus bringt, 1797, machte Furore); »Jockeyen« (der Jockey, 1797); »Erik Ejegod« (d. h. König Erik der Herzensgute, 1798); »Naturens Röst« (die Stimme der Natur, 1799); »Hjemkomsten« (die Heimkunft, 1802); »Husarerne paa Frieri (die Husaren auf Freierei, 1813); ferner die Musik zu den Schauspielen oder Dramen: »Eropolis« (1803); »Hussiterne« (die Hussiten v. Kotzebue, 1806); »Gyrithe« (1807); besonders die letzte enthält sehr viele Musik, ein verkürzter Clavierauszug ist vor einigen Jahren erschienen. Unter seinen Cantaten können noch die Hymne: »Das Hallelujah der Schöpfung« und die Cantate: »Der Eroberer und der Friedensfürst« genannt werden, da sie beide in gestochener Partitur vorliegen.
5L.
7Labat, Jean Baptiste (VI, 207), starb am 6. Januar 1875 in Lagarosse (Dep. Tarne et Garonne).
9Labory, belgischer Componist für Militärmusik und Chef einer derartigen Kapelle, ist 1843 geboren und erhielt von Fétis und Gevaert Unterricht in der Harmonielehre. Er hat ungefähr zweihundert Stücke für Harmoniemusik veröffentlicht; von ihm wurden eine Oper in zwei Akten, und ein Te Deum, in Löwen aufgeführt, das Te Deum auch bei einem Feste in England.
11Labro, Nicolas Charles, Contrabassist und Lehrer dieses Instruments, ist zu Sedan am 19. October 1810 geboren. Er erwählte zuerst das Violoncell zu seinem Instrument und trat 1830 in die Violoncellklasse Vaslin des Pariser Conservatoriums ein; vertauschte es jedoch bald mit dem Contrabass (Chenié), für welches Instrument er den zweiten und ersten Preis erwarb. Nachdem L. als erster Contrabassist der Concertgesellschaft des Conservatoriums und der Opera comique bis 1853 gewirkt hatte, wurde er als Professor am Conservatorium angestellt. 1870 gab er eine vortreffliche Schule »Méthode de contrebasse« heraus, der er unter dem Titel »Notes sur la contrebasse« einen interessanten historischen Abriss voranschickt.
13Lacerda, Bernarda Ferreira de, eine der berühmtesten Portugiesinnen, die sich in Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet haben, wurde in Porto 1595 geboren und starb in Lissabon 1644. Sie entstammte einer vornehmen Familie. Sie sprach nicht allein alle lebenden europäischen Sprachen, sondern verstand auch gründlich Lateinisch, Griechisch und Hebräisch. Ihr musikalisches Talent war so hervorragend, dass sie es dahin brachte, fast sämtliche gangbaren Instrumente mit nicht gewöhnlicher Fertigkeit zu spielen. Auch waren ihre Miniaturmalereien in ganz Spanien berühmt. Ihr Ruf war im Anfange des 17. Jahrhunderts so bedeutend, dass der König Philipp ihr die Erziehung seines Sohnes, zu welcher Stelle sich viele Gelehrte drängten, anvertrauen wollte. L. lehnte jedoch den Antrag ab. Ihr Sinn für gemeinnützige Interessen wird ebenfalls gerühmt, so betheiligte sie sich bei der Gründung des Klosters der Carmeliter auf Goa. Unter den von ihr hinterlassenen Manuscripten ist geschätzt »Hespanha libertada«.
15Lachèz, Theodore, Architekt, Inspektor der öffentlichen Arbeiten u. s. w.

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