Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 256

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

18 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 248. See the scan on archive.org.

1Lorente, Andreas (VI, 434), José Parada y Barreto (Diccionari ténico, historico y biografico de la Musica) setzt den Geburtstag des Lorente auf den 15. April 1624.
3Loret, Jean Joseph, Organist und Orgelbauer, geboren zu Termonde in Belgien den 6. März 1757, versah, während er zugleich die Kunst des Orgelbaues betrieb, an der Kirche St. Gilles in Termonde 55 Jahre hindurch das Amt des Organisten und des Carillonneurs der Stadt. Er starb am 11. Sept. 1847.
5Loret, François Bernard, Sohn des Vorigen, geboren zu Termonde am 6. April 1808, war Schüler seines Vaters und hat durch erfindungsreiche Geschicklichkeit zur Verbesserung der Orgelbaukunst in Belgien beigetragen. Er erhielt für Verbesserungen mehrfache Patente und Auszeichnungen. In Malines ansässig, hat L. mehr als dreihundert Orgeln in Belgien, Holland und anderen Ländern aufgerichtet, unter denen sich ausgezeichnete Werke befinden. L. hat auch mehrere eingehende Beschreibungen einzelner Orgeln verfasst. Er starb zu Malines am 17. November 1877.
7Loret, Hippolit, Bruder des Vorhergehenden, ebenfalls Schüler seines Vaters, war Organist erst in Termonde und dann in Mons. Seine Orgelbauwerkstätten hatte er in Laeken-les-Bruxelles, etablierte sich aber später in Paris. Er baute gegen fünfhundert Orgeln, die in Paris, in Belgien, Holland und in überseeischen Ländern aufgestellt sind.
9Loret, Clement, ausgezeichneter Componist, Organist und Lehrer, Sohn von Hippolyte L., ist zu Termonde 1833 geboren, und verdankt zum Theil seinem Vater seine musikalische Bildung. 1851 liess er sich in Brüssel im Conservatorium aufnehmen und wurde Schüler von Fétis und Lemmens. Er erhielt 1853 den ersten Preis für Orgel. 1855 kam L. nach Paris und war nacheinander Organist am Panthéon, Suresnes und Notre-Dame des Victoires. 1857 wurde er als Lehrer des Orgelspiels an der Niedermeyer’schen Schule für Kirchenmusik angestellt und übernahm bald darauf auch das Amt des Organisten an der Kirche Saint Louis d’Autin, welches Niedermeyer bis dahin versehen hatte. Hervorzuheben ist, dass L. seine Zöglinge und Zuhörer mit den bis dahin in Frankreich noch weniger bekannten Werken J. S. Bach’s und auch Mendelssohn’s eingehend bekannt machte. Die Compositionen L.’s bestehen in zahlreichen geschätzten Orgel-Studienwerken und Compositionen für die Orgel und dem Werke: »Méthode complète pour orgue«, in vier Theilen, 1. Orgel ohne Pedal, 2. Orgel mit Pedal, 3. die Verbindungen (Combinaisons) der modernen Orgel und die Improvisation, 4. der Chorgesang und die Orgelbegleitung. Ferner veranstaltete er die Herausgabe der zwölf Concerte für Orgel und Orchester von Händel, für die Orgel allein nach der Ausgabe von 1792. Eine Sinfonie, eine vierstimmige Messe mit Orchester und Orgel, Quartette, Claviercompositionen und das Oratorium »Le Calvaire« sind noch ungedruckt.
11Lot, Thomas, einer der geschicktesten und wohlrenomirtesten Verfertiger von Blasinstrumenten, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Paris, trat dort 1770 in die Corporation ein und arbeitete noch 1785 daselbst.
13Lot, Martin, wahrscheinlich Verwandter des Vorigen, von 1785 an in Paris als geschickter Instrumentenmacher von Blasinstrumenten thätig.
15Lot, Gilles, ein Vetter von Thomas L., war ebenfalls geschickter Instrumentenmacher. Ein Instrument von ihm befindet sich im Museum des Conservatoriums von Paris. Er leitete nach dem Tode von Le Clerc (s. d. A.) dessen Geschäft.
17Lott, John Frederic, ausgezeichneter Instrumentenbauer, Deutscher, ursprünglich Kunsttischler, geboren 1775, kam jung nach England, und trat mit einem seiner Landsleute in London in das Atelier des Instrumentenbauers Dodd, wo er sich dem Instrumentenbau widmete. Er erreichte eine bedeutende Geschicklichkeit in der Verfertigung von Violoncellos und Contrabässen und galt besonders für die letzteren, als der Erste in England. Seine Instrumente sind äusserst sorgfältig gearbeitet und können nach dem Urtheil von Kennern (G. Hart, The violon), italienischen Instrumenten an die Seite gestellt werden.

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