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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1Lott, Georg Friedrich, Sohn des Vorigen, geboren zu London 1800, starb 1868 und sein Bruder:
2Lott, John, gestorben 1871, beide Lautenmacher, waren besonders in der Nachahmung italienischer Instrumente sehr geschickt.
3Louchet, Gustave, Pianist und Componist, geboren in Boulogne-sur-Mer am 4. Oct. 1840, wurde in der Musik erst von seinem Vater, einem ausgezeichneten Liebhaber dieser Kunst, dann in Rouen und in Paris unterrichtet und trat zuerst mit einer Reihe Chorcompositionen, deren eine »Hymne de Noël« in Paris einen Preis errang, mit Glück hervor. Diese, ebenso die von ihm veröffentlichten Clavierstücke sind in gutem Stil und Geschmack geschrieben. Seine sämtlichen Werke für Clavier erschienen bei Maho in Paris. L. lebte erst in Rouen, seit 1876 in Paris.
4Louet, Aristius, Bruder des Alexander L. (VI, 445), Virtuose auf mehreren Instrumenten und Componist von Gesängen und Romanzen, von denen z. B. »Prés d’un Berceau«, einen ganz allgemeinen Erfolg erzielte. Als Violinist und Accompagnateur war L. in Brüssel, wo er anfangs der fünfziger Jahre lebte, sehr wol berufen. Er liess sich als solcher und als Guitarist in Concerten hören. Bei einer solchen Gelegenheit schreibt das Journal »l’Eclair« vom 4. Januar 1851, dass er ein eben so ausgezeichneter Violinist, wie aussergewöhnlicher Guitarist sei und in Brüssel nicht seines Gleichen habe.
5Louis, Mme. (VI, 445), war bereits als Mlle. Bajon berühmt, und eine der ersten, die das Fortepiano in Frankreich in die Mode brachten (Correspondance secrète, T. III).
6Loys, Jean, flandrischer Tonkünstler des 16. Jahrhunderts, von dem sich zwei Gesänge in der Sammlung von Pierre Phalèse, Löwen 1555—56, finden.
7Lucantoni, Giovanni, italienischer Componist, geboren zu Macerata 1825, schrieb das Ballet »Don Chisciotte«, die Oper »Elisa«, eine vierstimmige Messe, eine Cantate zur Enthüllungsfeier der Büste Metastasios, eine Ouverture für grosses Orchester; eine beträchtliche Zahl Gesangscompositionen erschienen in Paris bei Choudens, Flaxland, Heugel, Hartmann und in London. L. ist seit 1857 in Paris ansässig.
8Lucas, Charles, Componist, Violoncellist und Musikprofessor in England, ist in Salisbury 1808 geboren. Die ersten musikalischen Studien machte er in dieser Stadt in der Gesangschule der dortigen Kathedrale, dann ging er, um sich zu vervollkommnen, nach London an die königl. Musikschule. 1830 wurde er zum Componisten, Violoncellisten und Arrangeur der Hofmusik der Königin Adelaide ernannt; bald darauf auch zum Organisten der hannöverschen Kapelle St. Georg. Nachdem L. dann als Nachfolger Lindley’s Violloncellist am königl. italienischen Theater geworden war, übernahm er an der königl. Musikschule die Orchesterdirection, und endlich 1859 das Direktorat dieses Instituts. L. schrieb mehrere Opern, Sinfonien, Ouverturen, Anthems »Songs« und »Glees«. Er starb in London am 23. März 1869.
9Lucatelli, Giovanni Batista (VI, 448), lebte im Anfang des 18. Jahrhunderts in Venedig, und schrieb dort für den Fürsten von Toscana Ferdinand von Medici eine Cantate da camara und ein Divertissement »Vittorie di David e la gelosia di Saul«, aufgeführt 1701.
10Lucchesi, Frediano Matteo, ein seiner Zeit geschätzter Kirchencomponist, geboren zu Lucca gegen 1710, war Schüler des berühmten Leo, und wurde Kapellmeister an der Stiftskirche zu St. Michael in foro. Seine zahlreichen Compositionen sind in öffentlichen und Privatsammlungen in Lucca aufbewahrt. Es gehören dazu mehrere Messen für zwei, vier und fünf Stimmen a capella; eine Messe für zwei Orchester; Responsorien zu vier Stimmen für die heilige Woche; eine grosse Anzahl von Motetten; 13 grosse gottesdienstliche Musiken für vier Stimmen und Orchester, ausgeführt 1747 und 1748 bei Gelegenheit des Cäcilienfestes. L. war auch als Lehrer sehr geschätzt und zählte Domenico Quilici und Antonio Pucini zu seinen Schülern; er starb am 18. August 1779.
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