Scan 271
Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1kalische Privatbibliothek, aus mindestens 10,000 Bänden musikalischer Bücher und Partituren bestehend, und viele Seltenheiten enthaltend.
3Martinez, Nicolas Gonzales, spanischer Componist der Gegenwart, Organist der Parochialkirche in Madrid, unternahm vor einigen Jahren in Gemeinschaft mit Lopez Juarranz die Herausgabe des Werkes »El Canto sacro publicacion religiosa musical dedicada a S. S. Pio IX.« (Madrid, Andres Vidal).
5Martinez, Vicente, spanischer Priester und Musiker, geboren in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde Kapellmeister an der Kirche Albarracin am 19. Juni 1764, und starb in dieser Stadt den 10. Februar 1777. Seine hauptsächlich für diese Kapelle geschriebenen Compositionen sind in derselben aufbewahrt. Es sind 6 Messen, 124 Cantaten, überhaupt Kirchenstücke aller Art, meistens fünf- und sechsstimmig, vier-, sieben- und achtstimmig.
7Martini, Andrea (VII, 89), starb 1819 in Florenz.
9Martini, Giovanni Battista (VII, 90), ist am 3. October (nicht August) 1784 geboren.
11Martini, Johann Paul Aegidius (VII, 91), eine biographische Schrift über ihn erschien von A. Pougin unter dem Titel »Martini« (Paris, 1864), eine andere »l’Eloge de Martini« von der Prinzessin Constance von Salm (in ihren Gesammtwerken Theil IV., Paris, 1842).
13Martucci, Giuseppe, talentvoller Pianist und Componist, ist als Sohn eines Militärmusikers zu Capua am 6. Januar 1856 geboren. Er besuchte das Conservatorium in Neapel, und liess sich nach vollendeten Studien in den italienischen Hauptstädten und in England mit vielem Erfolg als Pianist hören. 1878 besuchte M. Paris, wo sein delicates Spiel ebenfalls den grössten Anklang fand. Zur selben Zeit erhielt er für ein Quartett in Mailand den Preis. Seine Claviercompositionen sind stilvoll und elegant.
15Masini, Francesco, italienischer Componist, der den grössten Theil seines Lebens in Frankreich lebte, war in Florenz am 16. Juli 1804 geboren. Er schrieb mehrere Hundert Romanzen und Gesänge, die theilweise in der üblichen Form von Albums erschienen. Ausdrucksvoll und graziös, errangen diese Gesänge einen andauernden Erfolg und wurden viel gesungen, z. B.: Langage des fleurs; Ma Bretagne; Plus heureux qu’un roi; Les deux Madones; Le Départ de l’hirondelle; l’Exilé; La fiancée du pecheur u. a. M. starb in Paris im Hospice Dubois am 20. August 1863.
17Mason, Lavel, Dr., geboren 1792 in Medfield bei Boston, widmete sich namentlich der Kirchenmusik und dem Schulgesange. Die von ihm herausgegebenen »Carmina sacra« sind weit verbreitet in den Vereinigten Staaten. 1854 veröffentlichte er »Musikalische Briefe aus der Fremde«. Die Universität in New-York, wo er seit 1850 seinen Wohnsitz genommen hatte, verlieh ihm die Würde eines Doctor der Musik. Er starb am 11. August 1872 auf seinem Landsitz. Sein Sohn
19Mason, William, ist 1828 in Boston geboren, studirte von 1849—54 in Leipzig, Prag und Dresden und zuletzt unter Liszt Musik, und ging dann zurück nach New-York, wo er sich als Componist, Pianist und Lehrer bald ausgebreiteten Ruf erwarb.
21Massaini, Tiburce, Augustinermönch, fruchtbarer Kirchencomponist, ist zu Cremona in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geboren. Nachdem er seine Gelübde abgelegt hatte, erhielt er eine Kapellmeisterstelle an der Kirche St. Maria del Popolo in Rom. 1580 ging er nach Prag in den Dienst des Kaisers Rudolph II., kehrte aber bald nach Rom zurück, wo er noch 1605 lebte. Seine sehr zahlreichen mehr- und vielstimmigen Compositionen: Madrigale, Motetten, Psalmen, Messen u. s. w., wurden in Venedig in den Jahren 1567 bis 1607 veröffentlicht. Madrigale von M. finden sich in den Sammlungen »Melodia Olimpica di diversi eccellentis simi musicia« (Antwerpen, 1594) und »Pardiso musicale di Madrigali et canzioni a cinque voci« (1596). Abbé Santini
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