Scan 272
Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1in Rom besitzt die Partituren im Manuscript von mehreren vier-, fünf- und achtstimmigen Werken.
3Massart, Lambert Joseph, Violinist und Professor des Violinspiels am Pariser Conservatorium, stammt aus Lüttich, wo seine Eltern und Vorfahren schon als Musiker thätig waren, ebenso wie drei seiner Brüder. Er selber wurde wegen seines Talentes von seinem Lehrer Delaveu in Protection genommen, und nach Paris geführt, wo er, vom König der Niederlande Wilhelm I. mit einer Pension bedacht, seine Studien bei R. Kreutzer vollendete. In den Concerts spirituels liess sich M. unter vielem Beifall wiederholt hören; widmete sich dem Unterricht, und erlangte bald den Ruf eines der besten Violinlehrer. Zu seinen Schülern gehören Henri Wieniawski, Isidor Lotto, Victor Chéri u. a.
5Massart, Louise Aglaé, geb. Masson, Gattin des Vorigen, eine der bedeutendsten Clavierspielerinnen der Gegenwart in Paris, ist daselbst am 10. Juni 1827 geboren und trat 1838 ins Pariser Conservatorium. Sie erhielt daselbst im Jahre 1840, eben dreizehn Jahr alt, sehr glanzvoll den ersten Preis. Nachdem sie auch öffentlich gespielt, ernannte sie die Herzogin von Orleans zu ihrer Hofpianistin. In Paris errang L. M. zahlreiche und glänzende Erfolge, die ihr auch an anderen Orten nicht gefehlt haben würden; doch unternahm diese höchst bedeutende Künstlerin niemals Kunstreisen. Ihr Spiel vereinigte in seltener Weise Kraft mit Grazie, Glanz und Poesie; als unterrichtete Musikerin bequemt sie sich den Stilen der verschiedensten Meister an. 1875 übernahm L. M. die Classe der Mdme. Farrenc am Conservatorium.
7Masset, Nicolas Jean Jacques, Violinist und Sänger, geboren zu Liège am 27. Januar 1811, wurde auf dem Pariser Conservatorium gebildet. Habeneck, Seuriot, Ielensperger, Dourlen, Benoist waren seine Lehrer. Nachdem er als Violinist zwei Jahre am italienischen und am Varietès Theater thätig gewesen war, übernahm er an dem letzteren die Orchesterdirection. In dieser Zeit gab er mehrere Violincompositionen heraus: mehrere Fantasien (Habeneck und dem König Leopold I. gewidmet), ein Concert mit Orchesterbegleitung, Six caprices, einiges für Flöte und zahlreiche Romanzen, die theilweis beliebt waren. Im Besitze einer schönen Tenorstimme, gab M. dem Drängen seiner Freunde nach und betrat am 19. September 1839 die Bühne der Opera Comique, in der Rolle des Marcel, (La Reine d'un jour) von Adam für ihn geschrieben. Seine Erfolge erhielten ihn, trotz seiner Abneigung für dieselbe, bis 1852 auf der Bühne. Von 1845—48 befand er sich in Italien, 1850 in Madrid; sonst blieb er Paris getreu, wo er sich auch nach seinem Rücktritt von der Bühne als Gesanglehrer etablierte, aber ein Jahr später einem Ruf als Musikdirektor des kaiserlichen Hauses nach St. Denis folgte. Er veröffentlichte seitdem Vocalisen und Gesänge.
9Masson, Charles, Kapellmeister der Kathedrale Châlons-sur-Marne gegen 1680, später an einer Jesuitenschule zu Paris, gab ein, seiner Zeit geschätztes Werk heraus »Nouveau traité des règles pour la composition de la musique, par lequel'on apprend facilement à faire un chant sur des paroles, à composer à deux, trois et quatre parties, et à chiffer la basse continue« (Paris, 1694, 1699, 1705; Amsterdam, 1738). M. starb gegen 1705.
11Massoneau, Louis, Violinist, geboren zu Cassel in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, war Schüler von Heuzé, und in der Composition von Rodewald. Er war erster Violinist des Landgrafen von Hessen, Direktor der akademischen Concerte in Göttingen, erster Violinist in Frankfurt a. M. und in Mecklenburg-Schwerin. 1818 und 1819 erregte er noch in Hamburg und in Ludwigslust Aufsehen durch seinen mächtigen Ton. Seine Compositionen bestehen in Sinfonien, einem Violinconcert, Quartetten, Duos für zwei Violinen u. a., veröffentlicht durch André in Offenbach.
13Masutto, Giovanni, italienischer Schriftsteller, Direktor der Volksschulen für Musik in Venedig, ist Redakteur der Zeitschrift »la Volontà« und gab die historische Abhandlung heraus: »La Musica della sua origine et della sua storia« (Dritte Auflage, 1878).
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