Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 369

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1unter dem Titel »Lina« aus. P. gehört in Italien zur Zeit mit zu denjenigen dramatischen Componisten, auf den die Nation die meisten Hoffnungen setzt. Er schrieb noch »il Parlatore eterno« Scherzo comico von Ghislanzoni (in Lecco 1873 aufgeführt); die Gelegenheitscantate »A Gaëtano Donizetti«, im Theater Riccardi am 13. September 1875 in Bergamo aufgeführt; eine Trauercantate »il 29 Maggio«, zum Gedächtniss des Dichters Manzoni; einen Trauermarsch; »Fantasia militare«; das Ballet »Clarina«; Romanze »Eternamente« für Sopran, mit Begleitung von Piano und Violoncello u. s. w. P. ist mit der dramatischen Sängerin Teresina Brambilla verheiratet.
3Poniatowsky, Joseph Michel Xaver, Prinz (VIII, 139), starb plötzlich in London am 3. Juli 1873. Nachdem er in Paris, in Folge eines kommerziellen Unternehmens, der Docks von Saint-Quentin, zu welchem er von Napoleon III. ein Privilegium erhalten, alles was er besass verloren hatte, kam er, durch die Kriegsereignisse aus Paris vertrieben, 1870 von allen Mitteln entblösst, nach London. Er unternahm es dort, Gesangstunden zu geben, und schrieb die Oper »Gelmina«, die mit Adelina Patti in der Titelrolle 1872 in Covent Garden aufgeführt wurde. Er hatte eben mit dem Entrepreneur Ullmann einen Contract als Orchesterdirektor einer lyrischen Truppe für Amerika unterzeichnet, als ihn der Tod ereilte.
5Ponsicchi, Cesare, Pianist und Musikschriftsteller, ist in Italien 1830 geboren und bekleidet seit 1861 am Conservatorium in Florenz die Stelle eines Stimmers und Mechanikers der Instrumente. Er veröffentlichte ein kleines, mit Sorgfalt verfasstes Buch, eine Geschichte des Claviers, in welchem die Erfindung und die ersten Verbesserungen des Claviers durch Cristofori besonders berücksichtigt sind. Der Titel ist: »Il Pianoforte sua origine e sviluppo« (Florenz, Guidi, 1876, in 12, 77 p. mit Zeichnungen). Zwei andere, seit lange vorbereitete Werke desselben Autors sollen demnächst erscheinen: 1) »La Completazione di tutti i modelli del’ inventione del pianoforte, coi perfezionamenti portati dal progresso«; 2) »Del Temperamento in generale, e più specialmente di quello degli strumenti a tastiera.
7Pontécoulant, Louis Adolphe (VIII, 143), veröffentlichte: »Musée instrumental du Conservatoire de Musique, Histoires et anecdotes« (Partie I, Paris, Lévy, 1864, in 12); »La Musique à l’Exposition universelle de 1867« (Paris aux bureaux de l’art musical, 1868, in 8°): »Les Phénomènes de la musique« (1868, in 12°).
9Poorten, Arv., Violoncellist, geboren in Riga gegen 1835, studirte erst in seiner Vaterstadt Musik und besuchte dann das Conservatorium in Brüssel. Er liess sich als Virtuose in Belgien, Holland, in Paris und in Russland hören. Zur Zeit gehört er der kaiserl. Hofkapelle und als Lehrer dem Conservatorium in Petersburg an. Er gab in französischer Sprache heraus: »Tournée artistique dans l’intérieur de la Russie« (Brüssel, Maquardt, 1873).
11Popper, David (VIII, 145), einer der bedeutendsten Violoncellovirtuosen, ist am 18. Juni 1845 in Prag geboren, und machte auch dort am Conservatorium seine Studien. Er wurde dann Violoncellist in der Hofkapelle des Fürsten von Hechingen in Löwenberg und erhielt 1868 einen Ruf nach Wien als Solist und Concertmeister der Hofkapelle. Seit 1872 ist er mit der Pianistin Sophie Menter verheiratet.
13Populus, Nicolas Adolphe Alphonse, Organist und Componist, wurde in Arcueil 1831 geboren. Er war erst Schüler der Kirchensingschule St. Jacques du Haut-Pas, unter dem Direktor Dhibaut, wurde dann in Paris der Schüler von Elwart, Charles Manry, Perez y Alvarez, M. Gueit, und erhielt, eben vierzehn Jahr alt, die Organistenstelle an St. Jacques. Nachdem er dann ähnliche Stellungen an zwei anderen Kirchen gehabt, kehrte er an St. Jacques zurück und wirkt dort seitdem als Kapellmeister. P. ist auch Gesanglehrer der Stadtschulen in Paris, Musikdirektor und Gesanglehrer der Schulen St. Geneviève und Sacré Coeur. Er gründete 1869 den Chorverein

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