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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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128. August 1817, gab neben anderen Schriften auch heraus: »Cenni storici dell'insegnamento della musica in Lucca e dei piu notabili maestri compositori che vi hanno fiorito«, Lucca, Giusti in 8°, 1871.
3Chaine, Eugène (II, 360), ist seit 1860 mit einer Reihe Compositionen hervorgetreten. Eine vierstimmige Messe mit Orchester; zwei Sinfonieen, beide 1864 und 1866 in Holland durch Preise gekrönt; eine Ouvertüre für grosses Orchester, welche bei der Concurrenz in Florenz die erste Belohnung erwarb; ein Stabat mater, das in Bordeaux den zweiten Preis erhielt. 1875 ist C. als Professor des Violinspiels für die beiden Vorbildungsklassen des Conservatoriums in Paris berufen.
5Champs, Ettore de, Pianist und Componist zu Florenz, am 8. August 1835 geboren, widmete sich nach beendeten Studien anfangs dem Unterricht und schrieb eine Anzahl eleganter Clavierstücke, bis er sich 1869 und 1870 mit Glück des Theaters bemächtigte mit zwei komischen Opern: »I Tutori e le Pupille« und »il Califfo«, denen dann noch einige ähnliche folgten. Zwei Ballette 1854 bis 1859 aufgeführt, und zwei vierstimmige Messen a capella und zwei dergl. mit Orchester sind noch zu erwähnen.
7Champein, Marie François Stanislaus (II, 362), starb 8. März 1871.
9Chappell, William (II, 365), ist mit einer Musikgeschichte beschäftigt, die auf vier Bände berechnet ist und von welcher der erste Band bereits erschienen ist.
11Chapelle, Jacques Alexandre de la (II, 365), von diesem Tonkünstler ist noch die Musik zu einer dreiaktigen Oper, »Isac«, nebst Prolog bekannt, welche von den Schülern des Collège Louis le Grand am 27. März 1734 aufgeführt wurde, und zwar als Zwischenspiel der lateinischen Tragödie »Tigrane«.
13Charbonnier, L'abbé Etienne Paul, geboren zu Marseille am 19. Dezember 1793, wurde als Chorknabe an der Métropole zu Aix in der Provence aufgenommen und daselbst unterrichtet. 1821 wurde er Priester und 1822 Organist an dieser Kirche und trat im Juni 1867 als Stiftsherr in den Ruhestand. Seinem speciellen Studium der altprovençalischen Musik verdankt man die Herausgabe eines Bandes: »Nöëls, Magnificats Marches des Rois, arrangés pour l'orgue et l'harmonium«, in 4°, Remondet-Aubin à Aix. Seine sehr zahlreichen Compositionen sind: ausser einer provençalischen Pastorale, vierzig lateinische Motetten, funfzig französische Lieder und Gesänge, eine Sammlung Orgelstücke, zwei Passionen u. a.; die Bücher: »Principes de Musique«, 1835, und »Pétit traité d'harmonie« sind ferner zu nennen.
15Charles, August, Flötenvirtuos von französischer Abkunft, in Amsterdam am 10. Januar 1833 geboren; wurde am Conservatorium zu Brüssel gebildet, und erhielt den ersten Preis der Classe E. Er bereiste als Virtuos die Vereinigten Staaten, Grossbritannien und Russland, Holland, Frankreich und Belgien, wo er zu den Gründern der Symphonischen Gesellschaft »Phalenge artistique belge« gehörte, die eine Tournée durch dies Land unternahm. Nach deren Auflösung ging er nach Petersburg und wurde vom Kaiser zum Solo-virtuosen ernannt. 1861 liess er sich dauernd in Brüssel nieder.
17Chartier, Charles Jean, Musikliebhaber, wohnhaft in Bréteil im Département Ille et Vilain, verkaufte der Pariser Bibliothek für ungefähr 4000 Frcs. eine Sammlung handschriftlicher Briefe von Poussin und da er auf die Förderung der Tonkunst lebhaft bedacht war, überwies er testamentarisch der Akademie der schönen Künste von Frankreich eine jährliche Rente von 700 Frcs. auf hundert Jahre, für das jedesmalige beste Werk auf dem Gebiete der Kammermusik, welches sich den anerkannten Meisterwerken dieser Gattung am meisten näherte. 1861 trat die Akademie in den Besitz dieses Legates (prix Chartier) den zuert Charles Dancla und Mme. Farrence erhielten.
19Charton-Demeur, Mme. Anne Arsène Charton, ausgezeichnete Sängerin, im Besitze einer vollen umfangreichen Sopranstimme, die sie mit völliger Meisterschaft und mit Geschmack zu behandeln verstand, war zu Saujon (Charente) am
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