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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1Dahl, Balduin Christian, s. Balduin-Dahl.
3Dahmen, Wilhelm, gehört zu einer, in den Niederlanden weitverzweigten Künstlerfamilie. W. wurde 1731 zu Doesburg geboren und vom Vater zum Musiker erzogen. Er lebte als Musiklehrer erst in Sneek, später in Harlingen. Seine sechs Söhne wurden ebenfalls Musiker. Der älteste derselben:
5Dahmen, Herrmann, Hornvirtuos, geboren 1755 zu Sneek, erhielt den musikalischen Unterricht vom Vater. Er bildete sich zum Violinisten und hauptsächlich Hornvirtuosen, und lebte als Lehrer dieser Instrumente in Harlingen, dann in Amsterdam, wo er auch als erster Hornbläser am niederländischen Theater angestellt war und in Concerten auftrat. 1787 ging er nach London und Dublin wo er drei Jahre blieb. 1790 kehrte er nach Amsterdam zurück. Von 1791—98 bekleidete er in Steinfurt in der fürstlichen Kapelle die Stelle eines Solo-Hornisten, worauf er nach Rotterdam zog; dort starb er 1830. Zu seinen Schülern gehören: B. Tours und Hutschenreuijter. Seine fünf Söhne sind sämmtlich treffliche Tonkünstler. Der älteste derselben:
7Dahmen, Wilhelm Heinrich, Solo-Violinist des Königs Wilhelm I., trefflicher Lehrer und Quartettist, ist zu Amsterdam am 27. März 1797 geboren. Sein Vater gab ihm den ersten Musikunterricht und durch Begabung und Talent erlangte er bereits im 17. Jahr eine Anstellung als Soloviolinist am Theaterorchester. Ein Jahr später erhielt er einen Platz als Musikdirektor in Nimwegen, den er bis zu seinem Tode ausfüllte. Er starb am 15. Dec. 1847.
9Dahmen, Jacob, der zweite Sohn von Herrmann D., ebenfalls Violinist und vom Vater gebildet, wurde in Amsterdam den 4. Mai 1798 geboren. Er lebte in Harlingen, Amsterdam, Rotterdam und zuletzt in England, wo er auch starb, als geschätzter Lehrer.
11Dahmen, Jean Cornelius, der dritte Sohn von Herrmann D., geboren am 9. Januar 1801 zu Rotterdam, gleich den Brüdern musikalisch begabt, erlernte durch den Vater Violine, Violoncello, Flöte und Guitarre spielen. Als Flötenvirtuos zeichnete er sich aus und unterrichtete auf diesem Instrument und auf der Guitarre. Er starb am 28. Februar 1843.
13Dahmen, Jean Arnold, der vierte der Söhne des Herrmann D., geboren 1807 in Rotterdam, Schüler seines Vaters, war Violinenvirtuos und ausgezeichneter Hornist. 1827 wurde er an der königl. Musikschule zu Haag Lehrer für Horn, später Mitglied und dann Concertmeister der königl. Kapelle. Er starb in Haag den 5. Mai 1853.
15Dahmen, Jean Herrmann, der Zwillingssbruder des Vorigen, geboren 1807 in Rotterdam, lebt zu Utrecht als Concertmeister.
17Dahmen, Peter, Bruder des Herrmann D., geboren gegen 1757. Solo-violinist, lebte in Leeuwarden, dann in Utrecht. Er schrieb Trios, Quartette.
19Dahmen, Jean Arnold (bei Fétis: Jean André), zweiter Bruder des Vorigen, geschickter Violinist, geboren in Haag 1760, lebte in London. Man kennt von ihm: Duos und Sonaten für Violoncell, gedruckt in London, Paris und Offenbach; drei Quartette für zwei Violinen, Alto und Bass, Op. 3, Offenbach 1798; drei Trios für zwei Violinen und Bass, Paris bei Erard.
21Dahmen, Wilhelm, Bruder der Vorhergehenden, geboren 1769 zu Harlingen, Hornvirtuos, lebte in Amsterdam, Rotterdam und London. Er folgte Napoleon I. in den Krieg gegen Spanien, von dem er wahrscheinlich nicht zurückkehrte.
23Dahmen, Arnold, Bruder von dem Stammvater der bisher aufgeführten Tonkünstler dieses Namens W., ausgezeichneter Flötist, wurde 1765 zu Bolsward geboren und vom Vater, später in Amsterdam vom Flötisten Zorge unterrichtet. Er liess sich, nachdem er auch gründliche theoretische Studien gemacht hatte, in Amsterdam nieder, und gehörte hier und in den Niederlanden überhaupt zu den beliebtesten Flötisten. Er starb am 17. December 1829. Seine drei Söhne, die er wiederum selbst ausbildete, sind:
25Dahmen, Jean Arnold, ausgezeichneter Flötenvirtuos, geboren in Amster-
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