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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1dam 1806, spielte schon als neunjähriger Knabe mit seinem Vater ein Concert für zwei Flöten in Gegenwart des Kaisers Alexander I. und dessen Familie. Sein Spiel wird als wunderbar klar und schön bezeichnet. Er starb jedoch in Folge von gichtischen Leiden schon 1834, 29 Jahr alt.
3Dahmen, Peter Wilhelm, der zweite Bruder des Vorigen, 1808 zu Amsterdam geboren, war auch Flötist und am grossen Theater daselbst angestellt.
5Dahmen, Hubert, der dritte Bruder, wurde 1813 in Amsterdam geboren; zunächst vom Vater als Flötist ausgebildet, erlernte er auch, da ihm die Flöte nicht genügte, Violine und Violoncell spielen, und brachte es bald so weit, sich auch als Cellist öffentlich hören lassen zu können. Ein Beweis seines Eifers ist wol, dass er mehrere Jahre hindurch am holländischen Theater als Flötist und am französischen Theater als Cellist gleichzeitig thätig war. Auch als Componist war er sehr fleissig; er hinterliess eine grosse Anzahl von Werken, darunter die Oper: »Azalais«, eine Sinfonie, Concertstücke für verschiedene Instrumente, Gesangstücke. D. starb an einer schmerzhaften Krankheit am 21. December 1837.
7Dal Cornetto, Antonio, italienischer Componist des 16. Jahrhunderts, schrieb die Musik zum Pastorale l’Egle von Giov. Bat. Geraldi-Cinthio, welche zu Ferrara im Hause des Autors in Gegenwart des Hofes und auf Kosten der Universität am 24. Februar und am 4. März 1545 aufgeführt wurde.
9Dall’ Argine, Constantino, italienischer Componist von zahlreichen, auf verschiedenen Theatern Italiens gegebenen Balletten und mehreren Opern. Zu den letzteren gehört auch der Barbier von Sevilla nach demselben Text, welchen auch Paisiello und später Rossini componirten. Die Partitur dedicirte D. Arg. Rossini und der liebenswürdige Brief, den der Meister dem kühnen Componisten hierauf schrieb, wurde damals in vielen italienischen Journalen abgedruckt. Die Oper verschwand sehr schnell vom Repertoire. D. Arg. war als Concertmeister am Theater in Alexandrien, in Valencia (Spanien) und zuletzt in Mantua thätig. Hier wurde er während einer Vorstellung vom Schlag getroffen. Er starb am 1. März 1877.
11Dalvimare, Martin Pierre (III, 60), starb am 19. Juni 1839.
13Damcke, Berthold (III, 61), starb am 15. Februar 1875 in Paris, mit der von Mlle. Pelletan veranstalteten Herausgabe der Gluckschen französischen Partituren beschäftigt.
15Dandrieu, Jean François, nicht Dandrien (III, 66).
17Danhauser, Adolph Leopold, Lehrer und Componist, geboren zu Paris dem 26. Februar 1835, ist Lehrer für Gesang am Conservatorium und Inspektor für Gesangunterricht in den städtischen Schulen von Paris. Er gab heraus: »Théorie de la musique«, Paris, Lemoine; ferner unter dem Titel: »Soirées orphéoniques« eine Sammlung von zwölf dreistimmigen Chören.
19Dänische Musik s. skandinavische Musik.
21Danjou, Jean Louis Felicien (III, 67), starb am 4. März 1866 zu Montpellier, wo er seit Jahren lebte.
23Dannreuther, Edward, englischer Pianist und Musikschriftsteller, ist am 4. November 1844 zu Strassburg gestorben, verliess jedoch schon in früher Jugend Europa und erhielt in Cincinnati (Ohio), wohin seine Familie übersiedelt war, seine erste Erziehung. Dort fand er auch in dem, gegenwärtig am Vassar-College im Staate New. York als Musikdirektor wirkenden H. L. Ritter einen vortrefflichen Musiklehrer und machte unter Leitung desselben so gute Fortschritte, dass seine Eltern nicht zögerten, seinem Verlangen nach berufsmässiger Ausübung der Musik zu entsprechen. In Folge dessen begab sich D. nach Leipzig, wo er bis 1863 am Conservatorium unter Moscheles Leitung das Clavierspiel und unter E. F. Richter die Composition studirte. Im letztgenannten Jahre fixirte er sich in London, und hier gelang es ihm, sich in kurzer Zeit einen umfassenden Wirkungskreis zu bilden. In erster Reihe war es die neuere Musik, namentlich die Wagnersche, deren Verständniss beim englischen Publicum
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