Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 89

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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11851 in »Nabucco« von Verdi, auf dem kleinen Theater San Casciano bei Florenz, wo er sofort für Pistoja und dann für Florenz engagirt wurde. Mit der Partie des Rigoletto begründete er hier seinen Ruf. Wien, London, Petersburg, Paris waren die Orte seiner Erfolge. In Paris trat er am 17. October 1861 in der Rolle des Renato in »un ballo in maschera« auf. Zu seinen besten Rollen gehörten Don Juan, Don Pasquale, Traviata, Barbiere di Siviglia und Rigoletto. Seine vorzügliche Art zu singen verdeckte den Mangel einer etwas schwachen Stimme. Nachdem D. zum Professor der Gesangsklasse des Conservatoriums ernannt worden, verzichtete er auf das Theater, um sich ganz dem Unterricht zu widmen. Mit welchen vorzüglichen Mitteln er hierfür ausgerüstet war, bewies er durch die, von ihm veröffentlichte Gesangschule »L’art lyrique« (Paris, Escudier).
3Deloffre, Louis Michel Adolphe, Violinist, Orchesterdirektor und Komponist, geboren zu Paris den 28. Juli 1817, ist der Sohn eines Musikers, der ihn auch bis zu einer gewissen Stufe selber unterrichtete. Für das Violinspiel besonders disponirt, erhielt er erst bei Bellon dann bei de Laffont und Baillot Unterricht, und nahm, nachdem er sich als tüchtiger Violinist ausgewiesen, die Stelle eines Soloviolinisten bei Musard père an. Später siedelte er nach London über, wo er in gleicher Eigenschaft, am Theater der Königin, in der Philharmonic society, Sacred harmonic society und Musical Union thätig war. Jedes Jahr jedoch besuchte er Paris, wo er mit seiner Frau, einer geschickten Pianistin und dem Violoncellisten Pilet Triosoiréen veranstaltete. 1851 kehrte er gänzlich nach Paris zurück und übernahm die Orchesterdirection am Théâtre lyrique, wo er neben anderen die Opern von Gluck, Mozart und Weber zu Gehör brachte. D.’s Compositionen bestehen in zwei Sinfonien und Kammermusik. Zwei seiner Streichquartette wurden durch Preise gekrönt. Er starb in Paris den 6. Januar 1876.
5Delsarte, François Alex. Nicol. Chéri, ausgezeichneter Gesanglehrer und Sänger, kam jung nach Paris und betrat zeitig die von ihm mit grösster Energie verfolgte Laufbahn eines Sängers. Die erste Bedingung hierzu, die Stimme fehlte ihm freilich fast gänzlich, dennoch gelangte er auf dem Wege unausgesetzter Studien zu einem Ruf, der an Berühmtheit grenzte. Auf dem Conservatorium erwarb er unter Choron den zweiten Preis; für den im nächsten Jahre nicht erhaltenen ersten tröstete ihn Nourrit mit den Worten: »Man hat Sie nicht verstanden, meine Stimme hatten Sie und niemand anders als Sie soll meine Kinder unterrichten.« Ein kurzer Versuch auf dem Theater Opéra comique und Théâtre Ambigu ergab nur mittelmässigen Erfolg. Dagegen gelangte D., nachdem er die Direction des Kirchenchores der Kirche des Abbé Châtel übernommen hatte, bald zu Ansehen und Ruf. Nachdem er einen grossen Schülerkreis um sich versammelt hatte, richtete er historische Concerte ein, in denen er die Werke älterer französischer Meister und Glucksche Opern zu Gehör brachte, und zwar in einer Noblesse der Ausführung und mit einer dramatischen Belebung, die ganz Paris in diese Concerte zog. Unter anderem gab er Armide von Lully und von Gluck; Castor und Pollux von Rameau; die beiden Iphigenien von Gluck. Zu seinen Schülern gehörten bald auch Künstler. Um diese Zeit sagt man, habe Mlle. Rachel an der Comédie-française ihn zu ihrem Partner gewünscht, während man am Théâtre italien daran dachte, durch ihn Bordogni zu ersetzen. D. blieb an seiner Stelle, aber strebend sein ganzes Leben. Ausser einigen Gesängen seiner eignen Composition, gab er unter dem Titel: »Archives du chant«, eine Sammlung älterer Gesangstücke heraus, und zwar aus einer seltsamen Anschauung, mit so genauer Reproduction der alten Drucke, dass er selbst die Druckfehler beibehielt. Er starb zu Paris am 20. Juli 1871, ein Anhänger des Simonismus. Mlle. Angélique Armand gab heraus: »Delsarte, ses cours, sa méthode«, Paris, Dentu 1859, in 8, 57 p.
7Demersseman, Jules Auguste Ed., Flötenvirtuose und talentvoller Komponist, zu Hondshoote (Niederland) am 9. Januar 1839 geboren, kam bereits 1844 ins Pariser Conservatorium, wo er für die Composition und für das Flöten-

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