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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1spiel gleichviel Talent entwickelte. Nach dem Austritt aus dem Conservatorium trat er als Soloflöötist in den Concerten von Musard auf. Als Componist, als welcher er Hoffnungen erweckte, trat er mit Fantasien, einem Concert für die Flöte mit Orchesterbegleitung und einer Serie von Stücken für die Saxhörner in die Öffentlichkeit. D. starb schon am 1. December 1866 in Paris.
3Demunck (III, 109), eigentlich de Munck.
5Deprosse, Anton (III, 112), starb am 23. Januar 1878 in Berlin, wo er in den letzten Jahren seinen Wohnsitz genommen hatte.
7Derckum, Franz (III, 113), starb am 11. Mai 1872.
9Derx, G. W., geboren in Nymwegen in den Niederlanden 1801, machte sich daselbst einen Namen als tüchtiger Orgelspieler und Componist. Er war ein Schüler W. G. und F. Hauffs im Clavierspiel und der Composition. Eine Organistenstelle bekleidete er zuerst 1819 in Nymwegen und übernahm eine solche 1830 an der Mennonitenkirche in Harlem. 1850 wurde er Mitglied der Commission zu einer Reform der Choralgesangbücher, zu welcher er zwei neue Melodien setzte. D. gab heraus: Eine Sammlung von fünfzig Präludien für Orgel, Psalmen mit Präludien, Choralmelodien harmonisirt und mit Begleitung von Orgel und Clavier versehen, instructive Claviersonaten und andere Claviercompositionen.
11Deslandres, Adolph Edouard Marie, Organist und Componist, geboren zu Batignolles Monceaux (Paris) den 22. Januar 1840. Auf dem Pariser Conservatorium gebildet, erhielt er 1860 die Organistenstelle an der Kirche Sainte-Marie des Batignolles, an welcher sein Vater Kapellmeister war. Er hat sich seitdem durch eine Anzahl ansprechender Compositionen bemerkbar gemacht. Es gehören zu diesen die Vocalcompositionen »Ode à l'harmonie« und »Feuilles d'album« (sechs Gesänge). Ferner »Méditations«, Concertstücke für verschiedene Instrumente, von welchen das dritte für Horn, Violine, Violoncello, Harfe, Contrabass und Orgel hervorgehoben wird. Das Oratorium »Les septe Paroles du Christ«, für Baryton solo und Chor, mit Violinsolo, Violoncello, Harfen und Orgelbegleitung. Drei Operetten, die 1872, 75, 76 an kleinen Theatern in Paris zur Aufführung gelangten.
13Desmasures (III, 119), die Orthographie seines Namens ist Desmazures und sein Vorname Laurent, sein Geburtsort Marseille. Organist der Kirche zu Rouen wurde er 1758.
15Desnoiresterres, Gustav Lebrisoys, französischer Schriftsteller, geboren am 20. Juni 1817 zu Bayeux. Ausser seinen anderen Schriften, welche vornehmlich die Geschichte der französischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert zum Gegenstand haben, gab er heraus: Gluck und Piccini 1774—1780 (Paris, Didier 1872, in 8°). Eine beträchtliche Anzahl Documents, den Aufenthalt der beiden Tonkünstler in Paris betreffend, die dem Autor zu Gebote standen, geben die Grundlage dieses Buches ab und machen es für seinen Gegenstand wichtig.
17Desquesnes, Jean (III, 121), war Sänger im Dienste der Herzogin von Parma, Margarethe, Statthalterin der Niederlande und erhielt durch deren Vermittlung die Einkünfte der beiden Prübenden Tournai und Aire, welche durch den Tod des Gérard de Turnhout frei geworden waren. (Siehe Van der Straeten, »La musique aux Pays-Bas«.)
19Dessauer, Joseph (III, 121), starb am 6. Juli 1876 in Mödling bei Wien.
21Desvignes, Victor François, geboren am 5. Juni 1805 zu Trèves, war der Sohn eines Schauspielers. Er lernte früh die Violine spielen, und begann bald kleine Orchester zu dirigiren in Amiens, Rochelle, Chartres, Metz, Clermont und Moulin. In Metz liess er sich endlich fest nieder, da man ihm die Direction des Theaterorchesters übertrug. Seinen Lieblingsplan, in dieser Stadt ein Conservatorium zu gründen, brachte er durch seine energischen Bestrebungen für diese Sache zur Ausführung. Er widmete dieser Schule seine stete Fürsorge. Seine Compositionen sind zahlreich: kleine Opern, eine Sinfonie, neun Ouverturen, ein Stabat mater, Trios, Duos u. s. w. D. starb am 30. Dec. 1853. Einen Auszug aus den Memoiren der Akademie von Metz, deren Mitglied D.
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