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Scan 136
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1910
21 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 132. See the scan on archive.org.
1No. 113. Tafelklavier
2aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts; ohne Namen des Erbauers. Das Instrument ist in Nußbaum fourniert und ruht auf vier gedrehten kannelierten Beinen. Das Vorsetzbrett über der Klaviatur ist mit verschiedenartigen Hölzern eingelegt.
3Das Klavier hat in der Contra-Oktave einchörige, im übrigen zweichörige Besaitung und eigenartige deutsche ("Prell"-) Mechanik mit Holzkapseln ohne Auslösung; ein in der Holzkapsel unterhalb des Hammerstiels angebrachter Hebelarm bewirkt das Anschlagen des Hammers an die Saite. Es sind zwei Kniehebel vorhanden: ein Fortezug, der durch Aufheben der Dämpfung, und ein Pianozug, der durch Andrücken einer rechts über den Saiten liegenden mit Seidenfransen besetzten Leiste wirkt. — Umfang der Klaviatur: Contra-F—f³ (fünf Oktaven). Die Untertasten sind mit Ebenholz, die Obertasten mit Bein belegt.
4Breite 1,43 m, Tiefe 50 cm, Höhe 75 cm.
6No. 114. Tafelklavier,
7italienische Arbeit aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts; ohne Namen des Erbauers. — Das schmucklos ausgestattete Instrument ist in Nußbaum fourniert und ruht auf vier eckigen Spitzbeinen.
8Es hat in der tiefsten Oktave einchörige, im übrigen zweichörige Besaitung und eine eigenartige, der deutschen ähnliche Mechanik ohne Auslösung: die Hämmer sind nicht auf den Tastenenden befestigt sondern an der linken hinteren Seite derselben angeschraubt. Es ist ein Kniehebel vorhanden, der durch Aufheben der Dämpfung als Fortezug wirkt. — Umfang und Ausstattung der Klaviatur wie bei No. 113.
9Breite 1,40 m, Tiefe 50 cm, Höhe 75 cm.
10In der rechten oberen Ecke innerhalb des Gehäuses ist folgender geschriebener Zettel eingeklebt:
11„Questo cembalo di cinque ottave con tastiera nera è di Proprietà delle Monache di Sta Grata . . . .“
12„Dieses Klavier von fünf Oktaven mit schwarzer Tastatur ist aus dem Besitz der Nonnen von Sta Grata . . . .“
14No. 115. Tafelklavier
15aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts; ohne Namen des Erbauers. Das einfach ausgestattete Instrument ist in Nußbaum fourniert und hat einen getäfelten Deckel; es ruht auf vier neu angefertigten eckigen Spitzbeinen.
16Es hat zweichörige Besaitung und primitive deutsche ("Prell"-) Mechanik mit Holzkapseln ohne Auslösung. Es sind zwei Kniehebel (Forte- und Pianozug) vorhanden. — Umfang und Ausstattung der Klaviatur wie bei No. 113.
17Breite 1,50 m, Tiefe 55 cm, Höhe 90 cm.
19No. 116. Tafelklavier,
20laut Inschrift auf einem eingelegten Schild aus Weißbuchenhholz von „LONGMAN AND BRODERIP / Musical Instrument Makers / . . . . / London“ erbaut; aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Instrument ist in Mahagoni fourniert und ruht auf einem einfachen Gestell mit vier eckigen Spitzbeinen. Der Deckel und die Innenseite des Gehäuses weisen eingelegte Adern von Ahorn- und Ebenholz auf.
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