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Scan 624
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912
18 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 608. See the scan on archive.org.
1Vgl. v. Lütgendorff, a. a. O., 2. Aufl., S. 112-113. Eine Viola d’amore von Lorenzo C. mit dem Zettelvermerk Turin 1755 besitzt A. Keil in Lissabon (No. 14). Eine Violine von Lorenzo & Tommaso C. v. J. 1767 befindet sich in der Sammlung des R. Istituto L. Cherubini zu Florenz (No. 12).
3Cati, Pierantonio. (»Violino piccolo« No. 756.)
4Ein Florentiner Geigenbauer weniger bedeutenden Ranges, dessen Instrumente in mancher Beziehung an den zeitgenössischen Meister Giov. Battista Gabrielli erinnern. (Vgl. v. Lütgendorff, 2. Aufl., S. 119.) Näheres über ihn ist nicht ermittelt; seine Arbeitszeit wird durch die Jahre 1738–60 begrenzt.
5Valdrighi („Nomocheliurgografia“ No. 593) verzeichnet einen Reparateur von Spinetten Davide C. (Florenz 1853), der vermutlich ein Nachkomme von Pierantonio C. ist.
7Celoniato, Giovanni Francesco. (»Viola d’amore« No. 829.)
8Celoniato, dessen Name auch in der Schreibart »Celionatus« vorkommt, lebte als Geigenbauer in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Turin und zählt zu den Meistern zweiten Ranges. Er scheint ein Schüler von Goffredo Cappa in Saluzzo oder doch von diesem Meister beeinflußt zu sein (vgl. das Urteil v. Lütgendorffs, 2. Aufl., S. 121); besonders geschätzt sind seine Violoncelli. Biographische Nachrichten über ihn fehlen.
10Chanot, Francis. (Bratsche [Alto] No. 913.)
11Francis Chanot wurde 1787 oder 1788 zu Mirecourt als Sohn des Geigenmachers Joseph Ch. geboren. Er war für Mathematik hervorragend begabt und schlug die Laufbahn eines Marine-Ingenieurs ein. Während der Zeit der Restauration zu unfreiwilliger Muße verurteilt, befaßte er sich in seiner Vaterstadt mit akustischen Versuchen zur Verbesserung des Violintons, als deren Ergebnis er 1817 Geigen mit eckenlosem guitarrenförmigem Korpus konstruierte, die ihm am 21. Januar 1818 patentiert wurden. (Vgl. hierzu die ausführlichen Angaben auf S. 544/45 des Katalogs.) Da er selbst kein berufsmäßiger Geigenbauer war, beschäftigte er zur Ausbeutung seiner Idee eine Anzahl Gehülfen, zu denen u. a. sein jüngerer Bruder Georges Ch. (geb. 1801 zu Mirecourt, gest. 1883 zu Courcelles) und Jean Baptiste Vuillaume (s. Seite 647) zählten, mit dem Bau seiner Streichinstrumente; seine Werkstatt befand sich Rue St. Honoré passage des Maurs No. 216 zu Paris. Ch. starb bereits im Alter von 37 Jahren im Sommer 1823 zu Brest; kurz vor seinem Hinscheiden war er wieder in den Staatsdienst übernommen und zum Kapitän 1. Klasse befördert worden.
12Vgl. die einschlägigen Werke von Vidal, Grillet, v. Lütgendorff, „Biographie universelle“ von Fétis etc.
13Violinen von Ch. besitzen die Sammlungen des Conservatoire zu Brüssel (No. 1332) und Paris (No. 31, gebaut für Viotti), das Gewerbemuseum zu Markneukirchen (No. 660), das Deutsche Museum zu München etc. Eine Bratsche und ein Violoncell sind in der Sammlung Scheurleer im Haag vertreten.
15Chatelin, Adrien Bénoit. (»Pardessus de viole« No. 789.)
16Ein französischer Geigen- und Violenmacher, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts (1758) in Valenciennes (Frankreich, Dép. Nord) wirkte. Näheres über ihn ließ sich auch mit Hilfe des dortigen städt. Archivs nicht ermitteln. Möglicherweise ist Ch. ein Verwandter des Harfenmachers François Chatelain in Paris (vgl. Seite 264 des Katalogs).
17Das Instrument No. 789 gehörte früher den Sammlungen Samary und Lery-Paris an.
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