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Scan 62
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
37 lines. Read by computer on 25 September 2026. Printed page 58. See the scan on archive.org.
1Gabrielli, Antonio. Florenz, Mitte des XVIII. Jahrh. Recht gute Violinen. Gelber resp. goldgelber Lack.
3Antonio Gabrielli
4Fece in Firenze 17..
6Gabrielli, Bartolomeo. Florenz, c. 1730. Ähnliche Arbeit.
8Gabrielli, Cristoforo. Florenz, c. 1730. Desgl.
10Gabrielli, Gian Battista. Florenz, c. 1740—1770. Von den Florentiner Meistern des XVIII. Jahrh. einer der besten, jedenfalls der bekannteste. Sein Modell ist nicht schön zu nennen, die Wölbung unvermittelt ansteigend, wodurch sie stärker erscheint, als sie tatsächlich ist. Arbeit ohne große Sorgfalt, doch gutes Klangholz. Lack: reines Gelb, wenig elastisch, aber durchsichtig. Der Klang seiner Geigen ist kräftig, tragfähig, doch etwas hart; die Violoncelli sind ihres ausgiebigen Tones wegen gesucht und weisen noch bessere Qualitäten auf, als seine Violinen. Zettel (auch Handschrift):
12Gio Battista Gabrielli
13Fece in Firenze 176.
15Joannes Baptista Gabrielli
16Florentinus fecit 17..
18Manchmal Brandmarke J. B. G.
20Wert: Violinen c. 800—1200 M.,
21V'celli beginnend bei etwa 1500 M.
23Gaffino, Giuseppe. Paris, 1734—89. Stammt aus Italien und war Kompagnon Castagneris in Paris. Etwas niedrige Zargen, kleine ff-Löcher, Lack gelblich, resp. helles Rot verschiedener Nuancen.
25GAFFINO compagno di Castagneri
26rue des Prouvaires Parigi
27anno 17..
29Wert: etwa 400—500 M.
31Gagliano, berühmte Geigenbauerfamilie in Neapel. U. a.:
33Gagliano, Alessandro. Neapel, * c. 1640, † 1725 daselbst. Schüler Stradivaris; kehrte 1695 in seine Vaterstadt zurück. Der erste bedeutende Neapolitaner Geigenbauer und der Begründer der Neapolitanischen Schule. Seine Instrumente haben großes Patron, flache Wölbung und verhältnismäßig kleine Schnecke. Die ff-Löcher stehen steiler und sind offener, als die seines Lehrmeisters, denen sie jedoch im übrigen nicht unähnlich sind. Das Holz ist nicht immer erster Wahl, aber klangfähig. Lack meist gelb, gut und haltbar, vom Cremoneser Lack aber wesentlich verschieden, dessen zarte Schmiegsamkeit er nicht besitzt. Der Ton ist kräftig, hell in der Höhe, auch in der Tiefe ausgiebig und bei den Passagen leicht ansprechend. Gute Konzertinstrumente.
35Alexandrus Gagliano, Alumnus
36Stradivari, fecit Neapoli, anno 16..
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