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Scan 63
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
32 lines. Read by computer on 24 September 2026. Printed page 59. See the scan on archive.org.
1Alessandro Gagliano Alumnus
2Stradivarius fecit Neapoli anno 17..
3Alexander Gaglianus fecit Neap.
517..
6Wert: etwa 2000–4000 M.
8Gagliano, Nicola. Neapel, * c. 1670, † 1740 daselbst. Ältester Sohn des Alessandro. Sehr geschickter Künstler. Seine Arbeiten lehnen sich an diejenigen Stradivaris aus der Übergangszeit vom Amatisé-Stil zur dritten Periode an. Patron kleiner als bei Alessandro Gagliano. Sorgfältige Ausführung — manchmal verziert eingelegte Ränder — schönes Holz, durchsichtiger rötlichbrauner Lack. Violinen, Violen und Violoncelli vorzüglich im Ton. (Manche seiner Instrumente haben Stradivari-Zettel.)
9Wert: etwa 1500–3500 M.
11Nicolaus Gagliano filius
12Alexandri fecit Neap. 17..
14Nicolai Gagliano
15fecit in Napoli 17..
17Gagliano, Gennaro (Januarius). Neapel, * c. 1700, † c. 1760 daselbst. Zweiter Sohn des Alessandro, der bedeutendste Meister der Familie. Sorgfältigste Arbeit im Stradivaristil. Ecken und Zargen in der Form wechselnd, schlanke Schnecke, die ff-Löcher etwas offener und kürzer als beim Stradivari-Modell, schöner rötlichgelber bis zart-kirschroter Lack. Der Ton ist hell, tragend und ausgiebig genug für den Konzertsaal. — Gennaro hat nicht viele Instrumente gebaut resp. mit seinem Namen bezeichnet — die besten stammen aus der Zeit 1730—1750 —, doch diese sind, wenn gut erhalten, sehr gesucht.
18Gennaro Gagliano fecit Neapoli 17..
20Januarius Gagliano filius
21Alexandri fecit Neap. 17..
22(auch mit F bei filius)
24Hoher, steigender Wert. Geigen etwa 2000–4000 M. — hervorragend schöne Exemplare sollen schon Preise bis 10 000 M. (!) erreicht haben — Violoncelli etwa 4000 M. und höher.
26Gagliano, Ferdinando. Neapel, * 1706, † 1781 daselbst. Ältester Sohn des Nicola. Wenn schon bei ihm ein starker Rückgang der Kunst bemerkbar, doch immerhin ein guter Meister. Stradivaristil, flache Wölbung, hübscher gelber bis rotbrauner Lack. Der Ton seiner Instrumente — Ferdinando machte auch billigere Handelsware — ist verschieden. Sehr gute Orchestergeigen. Höher werden seine Violoncelli geschätzt.
27Ferdinandus Gagliano Filius
28Nicolai fecit Neap. 17..
29Wert: Geigen etwa 1000–2000 M., V'celli etwa von 1500 M. ab.
31Gagliano, Giuseppe und Antonio. Neapel, XVIII. Jahrh. zweite Hälfte. Brüder des Ferdinand. Sie waren auch gemeinsam tätig, doch steht ihre Arbeit — sie bauten auch Guitarren und Mandolinen — derjenigen des Ferdinando nach.
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