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Scan 85
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
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1in mancher Hinsicht auf Amati bzw. Francesco Rugieri, den Schüler des Hieronymus Amati, hin, gleichzeitig zeigen sie aber deutschen Einfluß. Zumal die Form der Bügel und Ecken, die Schnecke und die ff-Löcher gemahnen an Stainer. Sorgfältigste feinste Arbeit, Wölbung leidlich hoch. Reicher Lack von großer Schönheit, goldrötlich, durchsichtig und leuchtend, und trotz seiner Neigung, leichte Risse zu zeigen, einer der prächtigsten, die es gibt. Ton hell und tragend, doch nicht voluminös, daher am meisten für Kammermusik geeignet. Von c. 1710 ab war Santo Serafino in Venedig tätig. Er fertigte auch gute Violoncelli und Bässe.
3Sanctus Seraphin
4Utinensis Fecit
5Venetijs Ann. 17.. (mit Vignette und Verzierungen)
6Sanctus Seraphinus Nicolai Amati
7Cremonensis Allumnus faciebat. Udine A: 16..
8(Brandmarke [Name] am Knopf des Saitenhalters)
10Saraceni, Domenico. Florenz, XVII. Jahrh. Einst geschätzter Meister.
11Wert: etwa 400–500 M.
13Savani, Giuseppe. Carpi, Anfang des XIX. Jahrh. Baute einige gute Bässe.
15Scarampella, Giuseppe. Brescia, Paris und Florenz, XIX. Jahrh. Zeitweilig Kompagnon des L. Castellani in Florenz. Schöne Arbeiten, deren Wert steigt.
16Giuseppe Scarampella
17Fece in Firenze anno 18..
18Wert: etwa beginnend bei 400 M.
20Seni, Francesco. Florenz, XVII. Jahrh. Wenig bekannt.
22Seraphin, siehe Santo.
24Siciliani, Antonio. Venedig, XVII. Jahrh. Antiker Lauten- und Violenbauer. Schöne Sammelobjekte.
26Siciliani, Gioacchino. Venedig, XVII. Jahrh. Sohn des Antonio; ähnliche Arbeiten.
28Sneider, Joseph. Pavia, um 1700 herum. Jedenfalls deutscher Abkunft (Schneider), Schüler des Nicola Amati, unter dessen Einfluß seine Arbeiten stehen. Form, Material und Ausführung hübsch und sorgfältig; reicher gelblicher Lack. (s. a. deutsche Schule: Schneider.)
29Joseph Schneider Papiæ
30Alumnus Nicolai Amati
31Cremonæ, fecit Anno 17.. (mit Vignette)
32Wert: etwa 1000 M., auch höher.
34Soliani, Angelo. Modena, 1752–1810. Flache Bauart, recht gute Arbeit. Lack gelb bis gelbrot. Wert: etwa 600–700 M.
35Angelus Soliani fecit Mutinæ 18.. (auch Brandmarke)
36Besonders schöne Instrumente sollen über 1000 M. erreicht haben.
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