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Scan 89
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
21 lines. Read by computer on 25 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 85. See the scan on archive.org.
1Stradivari, Francesco. Cremona, * 1671, † 1743 daselbst. Sohn und Schüler des Antonio Stradivari. Seine Arbeiten stehen zwar unter dem Einfluß des Vaters, sind aber ungleich in der Ausführung und erreichen oft ihr Vorbild nicht. Großes Patron, kühne Form. ff-Löcher eigenartiger Zeichnung, am ehesten noch denen der Brüder Amati ähnlich. Der bräunliche Lack ist zwar haltbar aber minderwertig, Ton meist groß und schön. Francesco Stradivari hat wenig hinterlassen; manche seiner Instrumente hat er mit Zetteln des Vaters bezeichnet. Zettel (nach dem Tode des Vaters)
3Francescus Stradivari Cremonensis
4Filius Antonii Faciebat anno 17 ..
6(Eine „Francesco Stradivari“, eine wunderbar schöne Geige mit vorzüglichem tragenden Ton, ist im Besitz des Wiener Hofkonzertmeisters Prof. Prill. Sie dürfte ganz wesentlich höher zu bewerten sein, als die wenigen von Fr. Stradivari stammensollen- den Instrumente, die mir bisher zu Gesicht gekommen sind.)
8Stradivari, Omobono. Cremona, * 1679, † 1742 daselbst. Sohn und Schüler des Antonio Stradivari. Er hat nicht viele eigene Arbeiten hinterlassen, denn er beschäftigte sich hauptsächlich mit Reparaturen. Zettel (nach dem Tode des Vaters)
10Omobonus Stradivari figliij Antonij Cremone. Fecit anno 17 .. a Ts ..
12(Handschrift)
14Sursano, Spiritus, siehe Sorsana.
15Tachinardi. Cremona, XVII. Jahrh.
16Tanegia, Carlo Antonio. Mailand, Anfang des XVIII. Jahrh.
17Arbeiten im Grancinostil ohne besondere Bedeutung.
19kannte „Messie“ wurde 1808 auf 2400 M. geschätzt, 1865 auf 8000 M., 1875 auf ca. 10 000 M. und 1890 für 40 000 M. verkauft. Viottis „Stradivari“ erreichte 1824 nur ca. 3500 M., 1860: 4400 M. Die „Sasserno“-Violine (a. d. J. 1717) kostete 1845 ca. 3000 M., 1884: 16 000 M., kurz darauf 20 000 M. und 1887 dieselbe Summe, „La Pucelle“ (a. d. J. 1710) 1851: 4800 M., 1878: ca. 18 000 M.. Eine Violine (a. d. J. 1722) wurde 1857 mit 4000 M. verkauft, eine andere (a. d. J. 1700) mit 2500 M.; erstere erzielte 1886: 24 000 M.. Die unter dem Namen „Dolphin“ bekannte Violine 1862: 5200 M., 1875: 12 500 M., 1882: 22 000 M. Violen: „Macdonald“, schönes Exemplar aus der Glanzzeit Stradivaris, um 1825 etwa 2200 M., 1857: 4600 M., 1886: 25 000 M.. Eine Viola (a d. J. 1696) 1816: 2400 M., 1881: 18 000 M.. 1886 erreichte bei einer Auktion im Hôtel Drouot in Paris eine Viola ca. 10 500 M.. — 1793 wurde ein Violoncello mit 2100 M. bezahlt, 1808 ein Violoncello (a. d. J. 1711) mit 2000 M., dasselbe Instrument 1810 mit 4250 M., 1860 mit 6000 M.. Ein Violoncello (a. d. J. 1698) erzielte 1816: 1000 M.. Im Hôtel Drouot in Paris wurde dagegen 1886 ein Strad.-Cello für 8200 M. versteigert. Ein Violoncello (a. d. J. 1730) kostete 1866: 4600 M., 1877: 7600 M., 1878: 10 000 M., 1882: 12 000 M., 1885: 13 000 M.. — Der Wert der Violoncelli hat aber in jüngster Zeit die größte Steigerung erfahren. one of two readings
20kannte „Messie“ wurde 1808 auf 2400 M. geschätzt, 1865 auf 8000 M., 1875 auf ca. 10 000 M. und 1890 für 40 000 M. verkauft. Viottis „Stradivari“ erreichte 1824 nur ca. 3500 M., 1860: 4400 M. Die „Sasserno“-Violine (a. d. J. 1717) kostete 1845 ca. 3000 M., 1884: 16 000 M., kurz darauf 20 000 M. und 1887 dieselbe Summe, „La Pucelle“ (a. d. J. 1710) 1851: 4800 M., 1878: ca. 18 000 M.. Eine Violine (a. d. J. 1722) wurde 1857 mit 4000 M. verkauft, eine andere (a. d. J. 1700) mit 2500 M.; erstere erzielte 1886: 24 000 M. Die unter dem Namen „Dolphin“ bekannte Violine 1862: 5200 M., 1875: 12 500 M., 1882: 22 000 M. Violen: „Macdonald“, schönes Exemplar aus der Glanzzeit Stradivaris, um 1825 etwa 2200 M., 1857: 4600 M., 1886: 25 000 M.. Eine Viola (a d. J. 1696) 1816: 2400 M., 1881: 18 000 M. 1886 erreichte bei einer Auktion im Hôtel Drouot in Paris eine Viola ca. 10 500 M. — 1793 wurde ein Violoncello mit 2100 M. bezahlt, 1808 ein Violoncello (a. d. J. 1711) mit 2000 M., dasselbe Instrument 1810 mit 4250 M., 1860 mit 6000 M.. Ein Violoncello (a. d. J. 1698) erzielte 1816: 1000 M. Im Hôtel Drouot in Paris wurde dagegen 1886 ein Strad.-Cello für 8200 M. versteigert. Ein Violoncello (a. d. J. 1730) kostete 1866: 4600 M., 1877: 7600 M., 1878: 10 000 M., 1882: 12 000 M., 1885: 13 000 M. — Der Wert der Violoncelli hat aber in jüngster Zeit die größte Steigerung erfahren. one of two readings
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