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Scan 273
The violin and its music, 1881
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1mehr ein Streben nach Klarheit und Eleganz als nach Tiefe und Wärme. Mozart war zu fehr Musiker, um in einem Quartett einer Solostimme die übrigen schlechthin unterzuordnen; auch neben der ersten Violine und dem Violoncell sind die beiden übrigen Stimmen selbständig geführt, ja reich bedacht, allein die Motive und ihre Bearbeitung sind mehr geschmackvoll und interessant als tief und bedeutend, es läuft hie und da auf ein geistreiches Spiel mit Figuren hinaus. Eigenthümlich ist es, daß in den Quartetten in D und F dur die letzten Sätze die bedeutendsten sind. Indem der Komponist mit den tändelnden Motiven thematisch zu arbeiten anfängt, wird er warm und geht nun ernstlich aber mit der besten Laune ins Zeug, da muß auch das Soloinstrument sich in Reihe und Glied stellen — der Künstler ist da und denkt nicht mehr daran, daß er sich bei Hofe präsentieren will. Auch die Mittelsätze sind zwar nach Form und Klang sehr schön, aber nicht so aus der Tiefe einer innigen Stimmung geschöpft, wie dies sonst der Fall ist. Am anziehendsten ist wohl das Allegretto des dritten Quartetts in F dur, aber dieses ist seiner ganzen Anlage und Haltung nach mehr leicht und anmutig und geeignet, durch zierliche Ausführung und artige Pointen zu interessieren. Kurz diese Quartette bewähren vollständig den ausgebildeten Formensinn, die sichere Meisterschaft und die frische Erfindung Mozarts, aber nicht die rücksichtslose Hingabe an das höchste Ideal der Kunst wie jene früheren, die er mit seinem Herzblut geschrieben hat.
3Dass Mozart mit Neigung Quartette schrieb, beweisen die noch vorhandenen Entwürfe (68—75 Anh. R.), zum Theil von bedeutenderem Umfang, wie das 169 Takte umfassende, in allen Stimmen ausgeschriebene Rondo in A dur (72 Anh. R.), welches auch in die neue Ausgabe (S. XXIV. 23) aufgenommen ist. Interessant ist der Notenbeil. IV. 4 mitgetheilte Anfang eines Quartetts in G moll (74 Anh. R.).
5Vor dem Saitenquartett traten die dürftiger ausgestatteten Duette und Trios für Saiteninstrumente begreiflicher Weise sehr zurück. Wir sahen schon (S. 4), daß Mozart 1783 in Salzburg für Mich. Haydn zwei Duette für Violine und Bratsche (R. 423. 424, S. XV. 1. 2) schrieb und wie die eigenenthümlichen Schwierigkeiten dieser Aufgabe ihm der Sporn zu einer vorzüglichen Leistung wurden. In Wien schrieb er am 27. Sept.
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