Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 272

The violin and its music, 1881

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1stimmen bestätigt wird. Es ist ein leichtes, in knappen Formen ausgeführtes Gelegenheitsstück.
3Bei seinem Aufenthalt in Berlin und Potsdam im Frühjahr 1789 war Mozart wiederholt zu den Kammermusiken Friedrich Wilhelms II. gezogen worden, bei welchen dieser, ein Schüler Graziani's und Duports, sich als tüchtiger und eifriger Violoncellspieler betheiligte. Er gab Mozart den Auftrag, Quartette für ihn zu komponiren, wie er auch Haydn23 und Boccherini24 beschäftigte und mit königlicher Liberalität honorirte. Im Juni desselben Jahres vollendete Mozart das erste der drei Quartette, welche dem König von Preußen übersandt und bedicirt wurden, in D dur (575 R., S. XIV. 21); das zweite in B dur (589 R., S. XIV. 22) wurde im Mai, das dritte in F dur (590 R., S. XIV. 23) im Juni 1790 komponirt25. Aus den Briefen an Buchberg sehen wir, daß es eine Zeit der bittersten Noth und Sorge war, welche ihm die Arbeit an den Quartette schwer machte. Davon merkt man nun den Quartetten allerdings nichts an, die leichter dahingleiten als die früher geschriebenen, wohl aber den Einfluß des fürstlichen Bestellers, dessen Lieblingsinstrument hier ganz entschieden in den Vordergrund tritt. Wenn das Violoncell in den ersten Quartetten vollkommen selbständig und mit aller Rücksicht auf die schönen Klangwirkungen seiner verschiedenen Tonlagen behandelt ist, so wird es hier zum Soloinstrument, dem namentlich die Melodie in hoher Tonlage mit Vorliebe übertragen ist. Die Bratsche muß deshalb häufig die Bassstimme führen, was die gesamte Tonfärbung ändert, auch die Geigen streben nun mehr in die Höhe, um so mehr als die erste Bioline mit dem Violoncell vielfach alternirt; dadurch wird der Ton im ganzen heller und glänzender, büßt aber hie und da an markiger Kraft ein. Auch die sonstige Behandlung verräth, wohl nicht ohne Rücksicht auf den Geschmack des Königs,
523 Die Haydnschen im Jahre 1787 für den König von Preußen geschriebenen Quartette sind bekannt.
624 Boccherini bezog von 1787 bis 1797 eine ansehnliche Pension von Friedrich Wilhelm II., worin er jährlich einige Quartette und Quintette einzuzeigen hatte, welche der König vor allen andern liebte und beständig spielte; Reichardt, Musik. Monatschr. S. 17, Mus. Ztg. 1805 S. 232. Picquot, Not. zur L. Boccherini p. 16 f. 112. [Schletterer S. 125.]
725 [Diese 3 Quartette wurden von Artaria im Dezember 1791 in der Wiener Ztg. angekündigt.]

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