Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 271

The violin and its music, 1881

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1muth und Feinheit der Form als durch eine seltene Mischung von Wehmuth und Laune, geben diesem wunderbaren Quartett durch eine Empfindung, die an Humor streift, aber im Gefühl des Schmerzes noch zu viel Genuss findet, um sich ganz über ihn zu erheben, einen eigenthümlichen Abschluß. Variationen bilden auch den Mittelsatz im A dur-Quartett, im ganzen von ernsterem Charakter und sehr sorgfältiger Arbeit, die Vorläufer der Variationen in Haydns Kaiser- und Beethovens A dur-Quartett. Diese Quartettvariationen gehen über die Klaviervariationen in Ausführung und Charakter weit hinaus; hier handelt es sich nicht mehr um ein zierliches Figurenspiel, sondern um eine charakteristische Durchbildung neuer aus dem Thema entsprossener Motive.
3Der Erfolg dieser Quartette, an die Mozart seine beste Kraft gesetzt hatte, beim Publikum mochte ihn schwerlich ermuntern, sich in dieser Gattung weiter zu versuchen; erst im August 1786 finden wir ihn wieder mit einem Quartett (D dur 499 R., S. XIV. 20) beschäftigt, in dem man wohl einen Versuch, dem Geschmack des Publikums entgegenzukommen, ohne der Würde des Quartettstils etwas zu vergeben, erkennen kann. Es steht auch in den wesentlichen Vorzügen den früheren nicht nach. Die technische Ausführung ist sorgfältig und interessant, die Anlage breiter, in mancher Hinsicht freier, die Stimmung durchweg heiter und kräftig, das sentimentale Element, welches in den ersten Quartetten vorwiegt, tritt hier sehr zurück. Der letzte Satz nähert sich wohl am meisten der humoristischen Laune Haydns, dessen Weise er auch darin entspricht, daß ein wie zum Scherz leicht hingeworfenes Motiv durch kontrapunktische Bearbeitung zu einer sprudelnden Quelle von Einfällen und Wendungen der heitersten Laune wird.
5Indessen ist dies Quartett ohne unmittelbare Nachfolge geblieben; es scheint, als wenn es ebenfalls zunächst keinen allgemeinen Beifall gefunden habe. "Eine kleine Nachtmusik, bestehend in einem Allegro, Romance, Menuett und Trio, und Finale" in G dur, am 10. Aug. 1787 komponirt (525 R., S. XIII. 9), gehört nicht unter die eigentliche Quartettmusik. Schon die Bezeichnung Violoncello, Contrabasso weist auf mehrfache Besetzung hin, was durch die ganze Haltung, namentlich die Behandlung der Mittel-
7früheren Klaviersonate in F dur (280 R.) wie in dem Klavierkonzert in A dur (414 R.) ist die Siciliana nach älterem Gebrauch für den langsamem Mittelsatz angewandt.

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