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Scan 270
The violin and its music, 1881
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1ganz besonders der Rhythmus des Menuetts im vierten Quartett, wo die einzelnen, ungleichen Gruppen eigenthümlich verschrankt sind20. Charakteristisch ist auch der scharfe Kontrast zwischen Menuett und Trio, wie im ersten und letzten das fast herb leidenschaftliche Trio in Moll, und noch auffallender im D moll-Quartett das leicht schimmernde Durtrio, das wie ein Lächeln unter Tränen erscheint.
3Auch die Finales sind bedeutender und schwungvoller, als wir sie wohl in anderen Mozartschen Instrumentalkompositionen gefunden haben. Drei derselben sind in Rondoform — im B-, Es- und C dur-Quartett — rasche, leicht hinströmende Sätze reich an graziösen Motiven und interessanten Zügen der Bearbeitung. Ihre Lustigkeit ist hier nicht ohne Humor und überrascht mitunter durch Äußerungen eines tiefen Gefühls, wie im Finale des Quartetts in C dur. Bei den heiteren Stellen ist auch hier der deutsche Charakter sehr bestimmt ausgesprochen, und in Melodiebildung und einzelnen Wendungen sind Anklänge an die Zauberflöte unverkennbar. Der letzte Satz des G dur-Quartetts ist in strenger Form geschrieben und durch die Eleganz der kontrapunktischen Arbeit höchst interessant; das Finale des Quartetts in A dur ist, obwohl in jeder Hinsicht freier und leichter, doch ebenfalls polyphon gehalten21. Das D moll-Quartett wird durch Variationen beschlossen, deren sehr eigenthümliches und lang ausgesponnenes Thema die rhythmisch und harmonisch scharf charakterisierte Form der Siciliana hat. Es ist die Nachbildung eines Nationalgesanges, welche bald als eine Art langsamer Gigue, bald als dem Pastorale angehörig bezeichnet wird. Der Rhythmus des 6/8-Takts erhält etwas Eigenthümliches dadurch, daß durchgehends das erste von drei Achteln punktiert ist; der Charakter ist weich und zärtlich. Sehr ähnlich ist eine Siciliana in Glucks Ballet Don Juan (Nr. 2), welche den typischen Charakter sehr deutlich macht22. Die Variationen, ebenso anziehend durch An-
520 Im Menuett des späteren Quartetts in F dur (590 R.) sind siebentaktige, im Trio fünftaktige Gruppen.
621 Diesen Satz hat sich Beethoven in Partitur geschrieben; das Autograph ist bei Artaria.
722 Eine Siciliana erscheint auch unter den Variationen einer Sonate für Klavier und Violine (377 R.), einfacher und kürzer als die vorliegende, indem die Wendung nach Dur ganz fehlt. Dem Rondo des Klaviertrios in G dur (496 R.) ist dieselbe Form zu Grunde gelegt, aber frei ausgeführt. In einer
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