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Scan 233
The violin and its music, 1881
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1selbst durch eine gewisse Bravour macht sie sich überall vortheilhaft geltend. Da Mozart in späteren Jahren selbst gern die Bratsche übernahm und Franziska von Jacquin eine tüchtige Klavierspielerin war, so hat er für die Ausführung in einem lieben Familienkreise sich selbst auch mit einer guten Partie bedacht. Der Klarinette, deren tiefere Löne der Bratsche wegen gar nicht benutzt sind, ist wesentlich die Melodie anvertraut, welche dem vollen, saftigen Ton des Instruments gemäß gebildet ist. Die Anlage der Sätze ist ebenfalls von der gewöhnlichen Weise abweichend. Der erste ist kein Allegro, sondern Andante 6/8 —, wobei man sich freilich erinnern muß, daß damit früher kein langsames, sondern ein mäßig bewegtes Tempo bezeichnet wurde —, das ohne Wiederholung des ersten Theils gerade durchgeht. Es zerfällt in drei ziemlich gleiche Theile, in jedem werden die beiden schönen Hauptmotive in leichter aber anziehender Behandlung zur Geltung gebracht, namentlich verliert man das Eingangsmotiv kaum aus dem Gehör; der im ganzen knapp zusammengehaltene Satz verklingt leise in einer kurzen Coda. Der zweite Satz ist ein Menuett, der einzige dieser Art in Mozarts Klavierstücken, ernsthaft und ziemlich breit gehalten, namentlich im Trio etwas ausgeführt, dessen Motiv auch in der Coda wieder aufgenommen wird — ein sehr schöner und charakteristischer Satz. Das Schlusrondo ergeht sich in hübschen Melodien und glänzenden Passagen; die einzelnen Stimmen sind aber auch hier fein und selbständig behandelt.
3Einen verhältnismäßig viel höheren Rang als die Mehrzahl der Trios nehmen die beiden Quartette für Klavier, Violine, Viola und Violoncello ein, von denen das erste in G moll am 19. Okt. 1785, das zweite in Esdur am 3. Juni 1786 komponirt ist (478. 493 R., S. XVII. 2. 3). Sie sind den vermehrten Mitteln entsprechend größer und breiter angelegt, die Motive völliger, die harmonische Behandlung reicher und, was durch die selbständige Behandlung der einzelnen Stimmen bedingt wird, die thematische Behandlung tritt mehr in den Bordergrund. Es geht hier entschieden aufs Ganze, und aus einem inneren Kern entwickelt sich das einzelne. Daher ist trotz der ausführlicheren Behandlung die Darstellungsweise bestimmter zusammen-
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