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Scan 418
The violin and its music, 1881
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1Überlegenheit Mozarts nur um so sicherer herausstellen. Ohne Zweifel haben alle diese Opern Vorzüge, welche noch heute alle Anerkennung verdienen. Sie sind mit Geschick und Leichtigkeit, mit voller Sicherheit des theatralischen Effekts und der musikalischen Faktur gemacht, voll Lustigkeit und Leben, es fehlt weder an hübschen Melodien, noch an prächtigen Einfällen. Von allen diesen Vorzügen geht Mozart keiner ab, und immer sind es nur Einzelheiten jener Opern, welche man Mozartschen an die Seite setzen oder vielleicht ihnen vorziehen kann. In manchen einzelnen Leistungen, wie in der Behandlung des Orchesters oder der Gliederung der Ensembles, kommt schon keiner von ihnen Mozart gleich. Allein, was viel wichtiger ist, es fehlt ihnen im ganzen, was Mozart groß macht über alle, weil es ins Ganze geht, die geistige Organisation aus dem innersten Wesen heraus, die psychologische Tiefe, die Innigkeit der Empfindung, die darauf beruhende Charakteristik, die aus dieser hervorgehende Einheit in der Handhabung der Mittel und Formen, der Adel und die Anmut, welche einen tieferen Grund als die sinnliche Schönheit haben. Jene Opern sind längst von den Bühnen verschwunden, weil auch die gelungensten Einzelheiten kein Ganzes auf die Dauer halten, sie haben nur noch ein vorwiegend historisches Interesse. Mozarts Figaro ist lebendig auf den Bühnen und in jedem musikalisch gebildeten Kreise, die Jugend wird daran herangebildet, das Alter erfreut sich seiner mit steigendem Genuss. Zu seinem Verständnis bedarf es keiner äußeren Vermittlung: es ist der Pulsschlag unseres eigenen Lebens, den wir fühlen, die Sprache des eigenen Herzens, die wir vernehmen, der unwiderstehliche Zauber unvergänglicher Schönheit, der uns fesselt — es ist die echte, ewige Kunst, die uns frei macht und glücklich.
337.
4Mozart in Prag.
6Mozarts Stellung in Wien wurde durch den Erfolg des Figaro nicht besser. Zwar lebte er damals in angenehmem geselligen Verkehr, namentlich mit dem Jacquinschen Hause (S. 52 f.), allein daß er nach wie vor als Klavierlehrer und Virtuose seinen Unterhalt suchen mußte, konnte ihn nicht befriedigen. „Sie glücklicher
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