Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 24

Versuch einer gründlichen Violinschule : entworfen und mit 4. Kupfertafeln sammt einer Tabelle, 1900

18 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 2. See the scan on archive.org.

1Der Einleitung erster Abschnitt.
3die Violin platterdings die Geige nennet. Ich will die gewöhnlichsten Gattungen hersezen.
5§. 2.
7Eine schon fast veraltete Art der Geigen sind die kleinen Sack- oder Spitzgeiglein, welche mit 4. oder auch nur mit 3. Saiten bezogen sind. Sie wurden, wegen der Bequemlichkeit sie in den Schubsack zu stecken, gemeiniglich von den Herren Tanzmeistern bey Unterweisung ihrer Lehrlinge gebraucht.
9Eine zwöte, aber auch wenig mehr übliche Art sind die einfachen, oder Brettgeigen; welche also benennet werden, weil die 4. darauf gespannten Saiten, nur über einem gewölbten Brett gezogen sind, so eigentlich dem obern Theile einer gemeinen Violin oder Diskantgeige gleichet.
11Die dritte Art sind die Quart- oder Halbgeiglein. Sie sind kleiner als die gemeinen Violinen, und werden für gar kleine Knaben gebraucht. Doch ist es allezeit besser, wenn es die Finger eines Knaben zulassen, ihn an eine rechte Violin zu gewöhnen; dadurch er die Finger in einer beständigen Gleichheit erhält, sie abhärtet, und solche recht auszustrecken erlernet. Vor einigen Jahren hat man noch so gar Concerte auf diese von den Italiäern sogenannte kleine Violin (Violino piccolo) gesetzt: und da es sich weit höher als eine andere Violin stimmen läßt; so wurde es sonderbar bey musikalischen Nachtstücken mit einer Zwerchflaute, Harse, oder mit einem andern solchen Instrumente vergesellschaftet, öfters gehört. Jetzt ist man der kleinen Geiglein nimmer benöthigt. Man spielt alles auf der gewöhnlichen Violin in der Höhe.
13Die vierte Gattung sind die gemeinen Violinen oder Diskantgeigen. Von welchen wir eigentlich in diesem Buche zu reden haben.
15Eine fünfte Art sind die Altgeigen: welche von dem italiäischen Viola di Braccio, auch Violen heissen; am gemeinsten aber (von Braccio) die Bratschen genennet werden. Man spielt damit sowohl den Alt als den Tenor, auch zur Noth, zu einer hohen Oberstimme den Bass, dazu man doch sonst
17Eine sechste Gattung, nämlich die Fagotgeige braucht; welche der Grösse und Besentung nach von der Bratsche in etwas unterschieden ist. Einige nennen es auch das Handbassel; doch es ist das Handbassel noch etwas grösser als die Fagotgeige. Man pflegt also, wie schon gesagt worden, den Bass damit zu spielen: allein nur zu Violinen, Zwerchflauten, und andern hohen Oberstimmen; sonst würde der Grund die Oberstimme überschreiten, und, wegen den wider

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.