Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 25

Versuch einer gründlichen Violinschule : entworfen und mit 4. Kupfertafeln sammt einer Tabelle, 1900

16 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 3. See the scan on archive.org.

1Der Einleitung erster Abschnitt.
3wider die Regel laufenden Auflösungen, gar oft eine widrige Harmonie hervorbringen. Diese Ueberschreitung der Oberstimme mit der Unterstimme ist in der musikalischen Sekkunst bey Halbcomponisten ein ganz gemeiner Fehler.
5Die siebente Art heisst das Bassel oder Bassete, welches man, nach dem italienischen Violoncello, das Violoncell nennt. Vor Zeiten hatte es 5. Seyten; ikt geigt man es nur mit vieren. Es ist das gemeinste Instrument den Bass damit zu spielen: und obwohl es einige etwas grössere, andere etwas kleinere giebt; so sind sie doch nur der Besentung nach, folglich nur in der Stärke des Klanges, ein wenig von einander unterschieden.
7Der grosse Bass, oder Violon von dem italienischen Violone ist die achte Gattung der Geiginstrumente. Dieser Violon wird ebenfalls von verschiedener Grösse versfertiget: allein es bleibt allezeit die nämliche Stimmung; nur daß man bei der Besentung den nothigen Unterschied beobachtet. Weil der Violon viel grösser als das Violoncell ist; so ist auch dessen Stimmung um eine ganze Octav tiefer. Er wird am gewöhnlichsten mit 4, der grössere aber auch mit 5. Seyten bezogen. one of two readings
8Der grosse Bass, oder Violon von dem italienischen Violone ist die achte Gattung der Geiginstrumente. Dieser Violon wird ebenfalls von verschiedener Grösse versfertiget: allein es bleibt allezeit die nämliche Stimmung; nur daß man bei der Besentung den nothigen Unterscheid beobachtet. Weil der Violon viel grösser als das Violoncell ist; so ist auch dessen Stimmung um eine ganze Octav tiefer. Er wird am gewöhnlichsten mit 4, der grössere aber auch mit 5. Seyten bezogen. one of two readings
10Die neunte Art ist die Gamba. Sie wird zwischen die Beine gehalten; daher es auch den Name hat: denn die Italiäner nennen es Viola di Gamba, das ist: Beingeige. Heut zu Tage wird auch das Violoncell zwischen die Beine genommen, und man kann es mit allem Rechte auch eine Beingeige nennen. Im übrigen ist die Viola di Gamba von dem Violoncell in vielem unterschieden. Es hat 6, auch 7. Seyten; da das Bassel nur 4. hat. Es hat auch eine ganz andere Stimmung, einen angenehmeren Ton, und dienet meistentheils zu einer Oberstimme.
12Die zehnte Gattung ist der Bordon, nach dem gemeinen Sprechen der Barydon, von dem italienischen Viola di Bordone, (a). Dieses Instrument hat, gleich der Gamba, 6 bis 7 Seyten. Der Hals ist sehr breit und dessen hinterer Theil hohl und offen, wo 9 oder auch 10 messingene und stählerne Seyten hinunter gehen, die mit dem Daumen berühret, und geknippet werden; also zwar, daß zu gleicher Zeit, als man mit dem Geigebogen auf den oben ge-
14(a) Einige sprechen und schreiben Viola di Bardone. Allein Bardone ist meines Wissens kein italienisch Wort; wohl aber Bordone: denn dieses heisst eine Tenorstimme; bedeutet auch eine große Gente, eine Hummel, und das leise Brummen der Bienen. Wer dieses Instrument kennet, wird auch einsehen, daß durch das Wort Bordone, der Ton desselben recht sehr gut erklärret sey. one of two readings
15(a) Einige sprechen und schreiben Viola di Bardone. Allein Bardone ist meines Wissens kein italienisch Wort; wohl aber Bordone: denn dieses heisst eine Tenorstimme; bedeutet auch eine große Seyte, eine Hummel, und das leise Brummen der Bienen. Wer dieses Instrument kennet, wird auch einsehen, daß durch das Wort Bordone, der Ton desselben recht sehr gut erklärret sey. one of two readings

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