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Scan 368

Von der Violine, 1906

7 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1diesem Altare der Technik das Bessere, das Kostbarere geopfert worden? Hat der moderne Violinist für nichts anderes Zeit, als seine Finger zu drillen und seine schweren Soli auswendig zu lernen, wenn er nicht dabei ist, sein tägliches Brot mit Spielen und Unterrichtgeben zu verdienen? Seit der Zeit Mendelssohns und Davids (die wenigen Ausnahmen zählen nicht), hat er es seinem Brudermusiker, dem Pianisten-komponisten und Kapellmeister überlassen, Violin-Konzerte für ihn zu schreiben, während er auf seiner Fiedel übte. Es war nicht so einst, in den Tagen Viottis und Rodes.
3Ich glaube, dass trotz der Kubeliks und Kreislers, deren Triumphe von allen Seiten in unsere Ohren tönen, unsere Zeit von einer geigenden Nachwelt als eine recht uninteressante und unproduktive bezeichnet werden wird. Wird die nächste Zukunft die Versäumnis der Gegenwart nachzuholen imstande sein? — Hoffen wir es! — Nötig ist vielleicht nicht so sehr ein neuer Viotti, der klassische Konzerte schreiben kann, ein Vieuxtemps, Bruch, Brahms oder ein Tschaikowski, der die Geige wie eine Zitrone presst, um so viel Ton als möglich aus ihr, seines Orchesters wegen, zu bekommen. Nein, die Geigerwelt wartet, glaube ich, auf ihren Chopin. Sie wartet auf den Mann und Meister, der den Zauberschlüssel besitzt, bislang noch unerforschte Regionen der Schönheit und Poesie der Geige zu erschliessen. one of two readings
4Ich glaube, dass trotz der Kubeliks und Kreislers, deren Triumphe von allen Seiten in unsere Ohren tönen, unsere Zeit von einer geigen-den Nachwelt als eine recht uninteressante und unproduktive bezeichnet werden wird. Wird die nächste Zukunft die Versäumnis der Gegenwart nachzuholen imstande sein? — Hoffen wir es! — Nötig ist vielleicht nicht so sehr ein neuer Viotti, der klassische Konzerte schreiben kann, ein Vieuxtemps, Bruch, Brahms oder ein Tschaikowski, der die Geige wie eine Zitrone presst, um so viel Ton als möglich aus ihr, seines Orchesters wegen, zu bekommen. Nein, die Geigerwelt wartet, glaube ich, auf ihren Chopin. Sie wartet auf den Mann und Meister, der den Zauberschlüssel besitzt, bislang noch unerforschte Regionen der Schönheit und Poesie der Geige zu erschliessen. one of two readings
6Ich bin überzeugt, das letzte Wort in der Violin-Komposition ist noch nicht gesprochen worden. Es gibt noch ungehobene Schätze in dem wundervollen Schatzkästlein, der Violine. Selbst die Konzerte von

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.