Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 94

Von der Violine, 1906

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1Geburtsort aufzufinden und entdeckten ihn auch, — aber nicht in Welschtirol sondern in Bayern; sodass also die Erfindung der Geige einem leibhaftigen Deutschen zufiel.
3So lagen die Dinge, bis 1893 ein anderer Franzose, Henri Coutagne,*) eine Bombe in das glückliche, friedliche Lager der überzeugten Duiffoprugcariten warf. Es war nichts weniger als eine vollständige Widerlegung aller bis dahin über Duiffoprugcars Leben als richtig angenommenen Daten und Tatsachen.
5Genaue Nachforschungen in den alten Stadtarchiven von Lyon sowie in Dokumenten, welche über die Privatausgaben von Franz I. Aufschluss geben, hatten diese neueste Autorität überzeugt, dass Duiffoprugcar nicht im Jahre 1469, sondern etwa 1514 geboren ist, dass er niemals in Paris gelebt oder irgendwie mit Franz I. in Verbindung gestanden hat, sondern ungefähr 1553 nach Lyon gekommen, hier 1558 Bürger geworden und 1570 oder 1571 gestorben ist. Er war daselbst ein erfolgreicher und wohlangesehener Lauten- und Violenbauer, bis er, durch hier nicht weiter zu erörternde Umstände, in unverschuldetes Unglück geriet. Er starb in Elend und Schulden und hinterliess eine Frau und vier Kinder. Coutagne erzählt ferner, dass Duiffoprugcar in Freising, 30 Kilometer von München entfernt, geboren wurde und wahrscheinlich die Lautenmacherkunst in einem der süddeutschen Zentren lernte und dass er, ohne je den Fuss nach Italien gesetzt zu haben, nach Lyon auswanderte, wo zu jener Zeit die Instrumentenbaukunst besonders geblüht zu haben scheint.
7*) Gaspard Duiffoprugcar et les luthiers Lyonnais du 16. siècle; 1893.

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