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Scan 70
41883.f.4 – Untersuchungen über die Zusammensetzung der Klänge der Streichinstrumente / Dr. J. Ritz., 1883
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1Die in runder Klammer ( ) stehende Zahl bedeutet die Anzahl der voll und sicher ansprechenden Obertöne, vom ersten angefangen; Punkte sind an Stelle der Numern jener Obertöne gesetzt, welche durch den Bogen ausgelöscht werden. In eckige Klammer [ ] endlich setzte ich die Numern jener Obertöne, deren Auftreten mir sehr zweifelhaft, aber nicht gerade unmöglich erscheint. Bei der Entscheidung darüber, ob ein Oberton möglich oder kaum mehr möglich ist, kann hauptsächlich nur seine Partiallänge massgebend sein; ich halte aufgrund der drei Versuchsreihen es für ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Oberton, für welchen der Bogen auf der zweiten Abteilung wirkt, noch auftrete, wenn seine Partiallänge unter 5 cm herabsinkt. (Bei der Violine nahm ich 4 cm als Grenze.) Für die C Saite ist diese Grenze indessen noch zu niedrig gegriffen und muss jedenfalls auf 6,52 cm erhöht werden; bei den drei übrigen Saiten dagegen mag wohl ab und zu auch noch ein Oberton auftreten, dessen Partiallänge unter 5 cm liegt und inderthat sind in den drei Versuchsreihen viele Obertöne von noch geringerer Partiallänge als 5 cm als ansprechende verzeichnet. Allein ich muss hier wiederholt bemerken, dass dieselben links vom Knotenpunkt meist sehr schwierig und oft nur an ganz bestimmten Stellen ansprechen. Bestimmte Grenzen lassen sich wohl in dieser Region der Obertöne überhaupt nicht ziehen; ob ein Oberton von so geringer Partiallänge anspricht oder nicht anspricht, das wird von vielen Umständen, von der Gediegenheit der Bogenführung, von der Intensität des Striches, (ob piano oder forte), von der Güte der Saite und des Instrumentes abhängen, auch glaube ich, dass grosse Instrumente mit sehr langen Saiten, für welche die Partiallängen der Obertöne etwas grösser ausfallen, auch die Obertöne bis zu etwas grösserer Höhe erklingen lassen, also einen etwas reicherem Klang geben; jedenfalls ist in dieser Beziehung das Violoncello der Violine etwas überlegen. Ich stelle nach dem Gesagten die in [ ] Klammer gestellten Obertöne als solche hin, die unter günstigen Umständen wohl auftreten können, die aber doch in den meisten Fällen ausbleiben werden. Namentlich kann es nicht dem mindesten Zweifel unterliegen, dass die für die C Saite in dieser Weise bezeichneten Obertöne unter jeder Bedingung stumm bleiben.
3Sehr bemerkenswert ist, dass in der vorstehenden Tabelle die Resultate betreffs der Zusammensetzung der Klänge für die C Saite den Ziffern nach fast identisch sind mit denen für die drei übrigen Saiten, obwohl der Berechnung zwei bedeutend von einander abweichende Werte der Spielbreite zugrunde gelegt wurden. Es folgt hieraus, dass geringe Aenderungen im Werte der Spielbreite, welche durch sehr verschiedenartige Umstände bedingt sein können, sehr wenig Einfluss auf die Zusammensetzung der Klänge haben. Vergleicht man ferner die vorstehende Tabelle mit jener, welche in der II. Abhandlung Seite 32 unter der Ueberschrift "günstigste Lage des Bogens" für die Violine aufgestellt wurde, so findet auch hier eine ziemlich vollständige Uebereinstimmung statt, wenigstens soweit die in runde Klammern ( ) gesetzten, also die für den Klang gesicherten Obertöne in betracht kommen. Für die in eckige Klammern gesetzten Obertöne ergeben sich dagegen mancherlei Unterschiede und zwar immer zu gunsten des Violoncell's, d. h. unter gleich günstigen Bedingungen ist jedenfalls der Klang des Violoncell's reichhaltiger als der entsprechende one of two readings
4Sehr bemerkenswert ist, dass in der vorstehenden Tabelle die Resultate betreffs der Zusammensetzung der Klänge für die C Saite den Ziffern nach fast identisch sind mit denen für die drei übrigen Saiten, obwohl der Berechnung zwei bedeutend von einander abweichende Werte der Spielbreite zugrunde gelegt wurden. Es folgt hieraus, dass geringe Aenderungen im Werte der Spielbreite, welche durch sehr verschiedenartige Umstände bedingt sein können, sehr wenig Einfluss auf die Zusammensetzung der Klänge haben. Vergleicht man ferner die vorstehende Tabelle mit jener, welche in der II. Abhandlung Seite 32 unter der Ueberschrift „günstigste Lage des Bogens“ für die Violine aufgestellt wurde, so findet auch hier eine ziemlich vollständige Uebereinstimmung statt, wenigstens soweit die in runde Klammern ( ) gesetzten, also die für den Klang gesicherten Obertöne in betracht kommen. Für die in eckige Klammern gesetzten Obertöne ergeben sich dagegen mancherlei Unterschiede und zwar immer zu gunsten des Violoncell’s, d. h. unter gleich günstigen Bedingungen ist jedenfalls der Klang des Violoncell’s reichhaltiger als der entsprechende one of two readings
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