Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 53

Beiträge zur Geschichte der Violinsonate im 18. Jahrhundert, 1911

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1kühneren Technik an die altdeutsche Sonate. In solch gleichsam ungegorener Mischung konnte nur ein kleinerer Geist disparate Elemente zu dieser Zeit vereinen. Die bedeutenden Komponisten schreiten vielmehr auf dem Wege fremden Geschmackes weiter, den sie mit persönlichen Zügen zu einem untrennbaren Ganzen vereinen.
3Im gleichen Jahre wie Quantzens op. 1 erschien auch ein Beitrag des seinerzeit hochgefeierten Georg Phil. Telemann zur Solokomposition:
5„XII Solos à Violon où Traversiere avec la Basse chiffrée“ 1); mit wenigen Geschwisterwerken nimmt es eine verhältnismäßig einsame Stellung in dem immens großen Schaffen Telemanns ein, der allein so viel gesetzt hat, wie Bach und Händel zusammengenommen 2). Selbst Telemanns Triosonaten übertreffen seine Solos an Zahl und z. T. an Bedeutung 3). Der Meister hat jenes Feld mit sichtlichem Interesse bebaut und in unermüdlichem Experimentieren, das auch öfters von, freilich nur Zufallserfolgen, gekrönt war, das Genre zu erschöpfen gesucht. Zahlreich sind die Varianten in Form und Besetzung. Italienische Sonatenform wechselt mit französischer Suite 4), deren bunte Zusammensetzung hier zwei Beispiele erläutern mögen. Bibl. Dresden Cx 952 ordnet: one of two readings
6„XII Solos à Violon où Traversiere avec la Basse chiffrée“ ¹); mit wenigen Geschwisterwerken nimmt es eine verhältnismäßig einsame Stellung in dem immens großen Schaffen Telemanns ein, der allein so viel gesetzt hat, wie Bach und Händel zusammengenommen ²). Selbst Telemanns Triosonaten übertreffen seine Solos an Zahl und z. T. an Bedeutung ³). Der Meister hat jenes Feld mit sichtlichem Interesse bebaut und in unermüdlichem Experimentieren, das auch öfters von, freilich nur Zufallserfolgen, gekrönt war, das Genre zu erschöpfen gesucht. Zahlreich sind die Varianten in Form und Besetzung. Italienische Sonatenform wechselt mit französischer Suite ⁴), deren bunte Zusammensetzung hier zwei Beispiele erläutern mögen. Bibl. Dresden Cx 952 ordnet: one of two readings
8Vitement
9Rigaudon
10Air
11Replique
12Menuet
13Gique
15Die Reihenfolge im Trio Dresden Cx 950 ist:
16Prelude Gayment
17Air Modérement
18Rejouissance
19Courante
20Passepied.
22Cx 946 hat die Form der Kirchensonate, Cx 950 a moderne Dreisäigkeit mit dem Grave in der Mitte. Noch merkwürdiger ist die Besetzung. Das zuerst genannte Werk ist geschrieben für Violine, Flauto Traversiero, Violoncello obligato und Cembalo, wobei das Violoncello eine ganz selbständige Stellung einnimmt. In Cx 950 a tritt an seine Stelle eine ebenso behandelte Viola, der Cembalopart ist unbeziffert, harmonische Ausfüllung durch dasselbe nicht un- one of two readings
23Cx 946 hat die Form der Kirchensonate, Cx 950 a moderne Dreisätzigkeit mit dem Grave in der Mitte. Noch merkwürdiger ist die Besetzung. Das zuerst genannte Werk ist geschrieben für Violine, Flauto Traversiero, Violoncello obligato und Cembalo, wobei das Violoncello eine ganz selbständige Stellung einnimmt. In Cx 950 a tritt an seine Stelle eine ebenso behandelte Viola, der Cembalopart ist unbeziffert, harmonische Ausfüllung durch dasselbe nicht un- one of two readings
251) Druck und Ms. in Bibl. Berlin. one of two readings
26¹) Druck und Ms. in Bibl. Berlin. one of two readings
272) Chrysander, Händel I, 51. one of two readings
28²) Chrysander, Händel I, 51. one of two readings
293) Vgl. hiezu Kap. I m. A. (S. 13). one of two readings
30³) Vgl. hiezu Kap. I m. A. (S. 13). one of two readings
314) Ueber Telemann und die französische Musik vgl. die Lobeshymne bei Scheibe, Crit. Musicus, S. 146 f. one of two readings
32⁴) Ueber Telemann und die französische Musik vgl. die Lobeshymne bei Scheibe, Crit. Musicus, S. 146 f. one of two readings

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