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Scan 103
Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919
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1del Gesù. Er arbeitete von 1695—c. 1738 und hat eine grosse Anzahl von Instrumenten hinterlassen, die von hohem Wert sind. Eine gut erhaltene Geige: Joseph Guarnerius filius Andreæ sub Titulo S. Theresiæ 16.. spielt Adrian Rappoldi, Konzertmeister und Violinvirtuos in Dresden; mächtiger, dabei weicher Ton von grosser Tragweite, die G-Saite klingt z. B. wie ein Violoncello. Eine Violine Joseph Guarnerius filius Andreæ fecit Cremonæ 1700 gehört dem Herzog von Koburg-Gotha; eine Violine Joseph Guarnerius fecit Cremonae anno 1704 Herrn Hämmerle in Wien. Eine guterhaltene Violine, etwas kleines Format, spielt Professor und Violinvirtuos Stefan Wahl in Wien. Eine Joseph Guarnerius Cremona anno
3Joseph Guarnerius filius Andreæ fecit Cremonæ sub titulo S. Teresiae 1706
51725 spielt Konzertmeister und Violinvirtuos W. Druscowich, Breslau. Der Herzog von Edinburgh besitzt eine herrliche Geige dieses Meisters von 16.. Eine Violine mit dem Zettel Joseph Guarnerius fil. Andreae, Cremona 1718, ein Geschenk des Fürsten Lichnowsky an Beethoven, der sie über 20 Jahre lang im Besitz hatte, ging nach seinem Tode 1827 in den Besitz von Karl Holz über (siehe Nicolaus Amati).1) Beethoven hat sie auf der Rückseite oben mit seinem Siegel versehen und darunter eigenhändig ein B eingekratzt. Jetzt gehört diese Violine dem Instrumenten-Museum der Kgl. akad. Hochschule für Musik, Berlin-Ch. (No. 838). Eine Violine von 16.., die dem Instrumentensammler Luigi Argigoni in Mailand gehört, wurde 1881 in der dortigen Ausstellung gezeigt. Im Mai 1900 wurde in Wien beim Abbruch eines Hauses eine Violine von 1737 gefunden, die der Instrumentenmacher Ignatz Lutz in Wien erwarb und dafür 8000 Gulden forderte. Eine Violine von 1710 wurde von Hamma & Co. in Stuttgart 1898 für 6000 Mark ausgeboten. Eine Violine von 1734 gehört dem Professor Dr. Joachim, Berlin. Eine Violine Joseph Guarnerius filius Andreæ fecit Cremonae sub titulo S. Teresiae 1726, lieblich im Ton, spielte der berühmte Violinvirtuos Eduard Rappoldi; nach ihm sein Sohn
71) Siehe S. 33, 36. Barbaro. Nicolaus Amati und Vincenzo Rugieri S. 78 detto il Per.
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