Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 105

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

12 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 67. See the scan on archive.org.

1die ehrwürdige Mutter Klara Theodora Nicola, Klosterschwester im Kloster Sancta Mariæ Cistelli.“ „Akten aus der Pfarrkirche von San Donato.“ Vol. II, p. 83.1)
3Die früheren Angaben, die sich auf Vidals und Vuillaumes Behauptungen stützten, betrafen den ältesten Sohn Gian Battistas, * 1683 und † in demselben Jahre. In den Annalen der Kirche S. Donato in Cremona ist später als 1702 keine Mitteilung über Joseph Guarnerius del Gesù zu finden.
5Fast allgemein ist die Meinung verbreitet, dass Joseph Guarnerius ein Schüler des Stradivarius gewesen sei, aber ein Beweis dafür konnte nie erbracht werden. Wohl aber ist durch den Vergleich der Instrumente beider die Überzeugung zu gewinnen, dass sie gar nichts miteinander gemein hatten. Wenn G. seinen ersten Unterricht bei Stradivarius gehabt hätte, so müssten doch ihre Instrumente nach irgend einer Richtung Ähnlichkeit zeigen, was nicht der Fall; die Umrisse sind durchweg anders. Das f-Loch des Guarneri ist lang und bildet eine abgeänderte Form desjenigen von Gasparo da Salò. Die Schnecke kann kaum abweichender gedacht werden.
7Da uns alle historischen Unterlagen fehlen, so müssen wir versuchen, auf dem Wege der Analogie zu erforschen, wessen Schüler er gewesen, und da treffen wir ganz entschieden auf Joseph, filius Andreae, seinen Vetter. Der Grundgedanke Gasparo da Salò’s liegt in den Werken beider offenbar ausgeprägt. Wo dieser aufhörte zu arbeiten, da fängt Joseph del Gesù an und führt uns eine Reihe von Experimenten vor, von denen jedes einzelne den Stempel der Genialität trägt. Fétis teilt seine Künstlerlaufbahn in drei Perioden. In der ersten finden wir Instrumente, die in Zeichnung der Umrisse und Schnitt der f-Löcher sehr von einander abweichen, einmal eine sonderbare Mischung von Grazie und Kühnheit, ein andres Mal entstellt und ungebunden, die Reifchen roh gearbeitet, als ob er keine Zeit gehabt hätte, sie künstlerisch zu vollenden.
9In der zweiten Periode gibt er uns die vollendetsten
111) Nach den Forschungen de Piccolellis lautet sein Taufdokument: „Anno 168 sesto. Die decima septima Octobris. Joseph filius D. Joannis Baptistæ de Guarneris et Maria de Locadellis Jugl.m Baptizatus fuit p. me Joan Baptistam Barozium Praepositum. Patrinus fuit Franciscus Barozius hujus Vicinæ et obstetrix pro Rev.da Matre D. Clara Teodora Nicola Professa in Monasterio Sancta Mariæ Cistelli.“ „Atti Parrocchiali di San Donato.“ Vol. II, pag. 83.

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.