Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 13

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

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1lin, Musiciana (3 Teile, Paris 1877, 90) wird aus der Schrift von Philibert Jambe-de-Fer (Lyon, 1556) angeführt: die fünfsaitige Viole stimme in Quarten, die Violine habe vier Saiten, in Quinten gestimmt.
3Zu Anfang des 17. Jahrhunderts führt Praetorius in der Syntagma mus. auf: 1. Gar grosse Bass-Viol, 2. Gross Bass Viol de Gamba in drei Stimmungen, 3. Klein Bass Viol de Gamba in fünf Sorten, 4. Tenor- und Alt-Viol de Gamba in je zwei Stimmungen, 5. Cant Viol de Gamba (Violetta picciola) in vier Sorten, 6. Viol Bastarda in fünf Stimmungen und 7. Viola da Braccio in vier Sorten.
5Aus diesen Violen-Arten gingen nach und nach der Kontrabass, das Violoncell, die Bratsche und die Violine hervor.
7Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts benutzte man Streichinstrumente nur zur Begleitung des Chorgesanges, und zwar die Viola da Brazza (da Braccio), die Viola da Gamba und den Basso; es fehlte aber das begleitende Instrument für den Sopran und diesem Mangel suchte man abzuhelfen.
9Nur durch allmähliche Umgestaltung, nicht plötzlich, wird sich aus älteren Typen die Diskantgeige oder „rechte Discantgeige“ (nach Praetorius), unsere Violine, entwickelt haben; nicht ein einzelner Meister hat sie erdacht. Das Bedürfnis nach Streichinstrumenten von grösserem Umfang in der Höhe und hellerem Klange, als ihn die alten Violen und Lyren hatten, lag eben vor. Oft ist der Tiroler Caspar Tieffenbrucker, verwälscht Gaspard Duiffoprougcar, * 1514 in Fressin, wie auch der Brescianer Gasparo da Salò (Gasparo di Bertolotti), * 1542 in Salò am Gardasee, als „Erfinder der Violine“ bezeichnet worden. Wer der Bahnbrecher der italienischen Geigenbaukunst gewesen, mag noch als offene Frage behandelt werden. Das Kunstwerk, unsere Geige, wurde aber gleich in einer solchen Vollkommenheit geschaffen, dass höchstens in der Form, kaum aber in ihrer tonegebenden Eigenschaft, spätere Meister Besseres zu leisten vermochten. Dass aber Gasparo da Salò ein hervorragendes Verdienst um die Festlegung des neuen Instrumententyps zufällt, ist zweifellos, zumal ein wesentlich früheres Ent-
11Vergl. Fuchs, Albert, Taxe der Streichinstrumente. Anleitung zur Einschätzung der Geigen, Violen, Violoncelli, Kontrabässe usw. nach Herkunft und Wert. Leipzig 1907 (4 Mark).

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