Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 22

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

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1Die Namen Amati und Stradivarius waren der musikalischen Welt nach und nach bekannt geworden; durch Paganini wurde der Name Guarnerius mit einem Schlage berühmt. Jeder Violinist strebte nach einer Geige des grossen Guarnerius, deren man wirklich auch eine grössere Anzahl in den italienischen Kirchen und Klöstern, sowie in den Händen von Nichtkennern fand. Die Prüfung zahlreicher Guarneri-Geigen liess eine grosse Verschiedenheit im Modell und in der technischen Ausführung erkennen, und man lernte des Meisters Schaffen in drei Perioden einteilen, deren Produkte man jetzt ebenso gut zu klassifizieren versteht, wie diejenigen des Stradivarius, obgleich es, gerade wegen der grossen Abweichungen immer eine schwere Aufgabe bleibt, über viele Guarneri-Geigen ein sicheres Urteil zu fällen. Die Violine Paganini’s ist eins der grossen, massiven Instrumente des Meisters aus seiner letzten Periode. Paganini nannte sie: „Meine Kanone.“
3In ähnlicher Weise wurden die Maggini-Geigen durch den Violin-Virtuosen Charles de Beriot berühmt. Er war der erste, der ein solches Instrument öffentlich spielte, und man war erstaunt über die durchdringende Gewalt und Schönheit des Tones. Mit ihrer Popularität stieg der Preis der Maggini-Geigen rapide; solche, die früher 200 frs. gekostet hatten, wurden nun gern mit 2000 frs. bezahlt, und kurz vor seinem Tode verkaufte de Beriot seine eigene Maggini-Geige dem Prinzen von Chimay zum Preise von 16000 frs.; eine 2., die er besass, gelangte in den Besitz seines früheren Schülers H. Sternberg.
5Einer der besten modernen Kopisten der Maggini-Geigen war William Gilkes (London), der jüngere Geigenbauer dieses Namens, aber nur wenige von seinen Arbeiten sind zu haben, der Lack ist sorgfältig imitiert.
7Dann kam die Zeit, wo Carlo Bergonzi als ein Meister ersten Ranges, besonders in England, geschätzt wurde. Erst einmal auf die Vorzüge aufmerksam geworden, fing man an, auch die Werke der Guadagnini, Gagliano, Grancino, Sanctus Seraphin und Montagnana zu würdigen und aufzusuchen, bis die ganze Reihe der italienischen Geigenbauer bekannt und populär war.

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