Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 92

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

14 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 54. See the scan on archive.org.

1GIULIANI [Giullari], Cremona, Saluzzo 1660. Schüler von Nicola Amati. Seine Violinen sind hervorragend gut, auch ein Kontrabass, der sich im Instrumenten-Museum von A. Kraus figlio, Florenz, befindet.1)
3GOBETTI, Francesco, Venedig 1690—1733. Er soll ein Schüler von Stradivari gewesen sein und gehört nach seinen Arbeiten zur Cremoneser Schule, denn sie tragen den Charakter der amatisierten Stradivari und den Stempel der Genialität. Gewiss birgt manche Geige Gobettis den Zettel des Stradivarius mit früherem Datum. Er überragt die anderen venetianer Meister mit Ausnahme von Montagnano und Serafino Santo. Er baute seine Geigen mit breitem Patron, die f-Löcher gleichen Ruggeri, die Schnecke ist der am wenigsten gelungene Teil, sonst aber ist alles harmonisch und sauber gearbeitet. Das Holz ist tadellos, der Firnis blassrot und sehr klar. Der Ton ist ohne grosse Kraft, aber rund und edel. Die Zeit seiner besten Arbeiten wird gewöhnlich von Francesco Gobetti 1690—1725 angegeben. Eine schöne in Venezia 17. Geige von ihm war 1878 von dem Antwerpener Sammler M. Wilmotte in Paris ausgestellt.
5GOFRILLER, Antonio, Venedig 1730.
6GOFRILLER, Francesco, Venedig, Udine 1690—1740. Arbeitete zusammen mit seinem Bruder Matteo.
8GOFRILLER, Matteo, Venedig 1690. † etwa 1742. Mattio Gofrilleri in Venetia Anfangs lautete sein Ladenschild: „All inseagna di Cremona.“ Seine Instrumente sind Al’ Insegna di Cremona 1691 ausgezeichnet, ebenso sein rotbrauner oder gelbbrauner Firnis, auch die Schnecke ist kunstvoll gemacht. Die f-Löcher sind vorzüglich geschwungen. Der Ton ist edel. Eine Viola da gamba von 1709 befindet sich im Konservatorium der Musik, Köln a. Rh. (Samlg. de Wit). Viola da gamba. „Prächtig erhaltenes Exemplar, mit schönem brau- one of two readings
9GOFRILLER, Matteo, Venedig 1690. † etwa 1742. Mattio Gofrilleri in Venetia Anfangs lautete sein Ladenschild: „All insegnà di Cremona.“ Seine Instrumente sind Al’ Insegna di Cremona 1691 ausgezeichnet, ebenso sein rotbrauner oder gelbbrauner Firnis, auch die Schnecke ist kunstvoll gemacht. Die f-Löcher sind vorzüglich geschwungen. Der Ton ist edel. Eine Viola da gamba von 1709 befindet sich im Konservatorium der Musik, Köln a. Rh. (Samlg. de Wit). Viola da gamba. „Prächtig erhaltenes Exemplar, mit schönem brau- one of two readings
111) Siehe S. 45, Anm. 1. A. Kraus nennt diesen Namen „Giullari“.
13GLÄSEL, Ludwig, Markneukirchen * 1842. Schrieb: Deutsch-Cremona oder die Entstehung der vogtländischen Musikinstrumenten-Industrie. und: Der internationale Geigenschwindel und die Errungenschaften im Geigenbau des 19. Jahrhunderts.

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